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Stuhl Satsuma

Von der Orangenkiste zum Stuhl

Das Berliner Designduo Läufer und Keichel entwarf einen federleichten Holzstuhl. Die Konstruktion schauten sie einfachen Orangenkisten ab.

Holzstuhl Satsuma
Der Stuhl Satsuma von Schneiderschram ist aus Eschenholz gefertigt. Foto: Läufer + Keichel

Satsuma: Hinter dem klangvollen Namen steckt ein Stuhl aus Holz, den die deutschen Industriedesigner Julia Läufer und Marcus Keichel entwickelten. Die exotische Anmutung liegt daran, dass das Wort «Satsuma» aus dem Japanischen kommt, wo es für Apfelsine steht, auch bekannt als Orange. Die runde Zitrusfrucht wird normalerweise in stapelbaren Holzkisten in unsere Breitengrade transportiert, und ebendiese inspirierten die beiden Berliner zu ihrem Entwurf. In den Sechzigern und Siebzigern war es unter Konsumkritischen übrigens en vogue, die Kisten zu einem einfachen Regal aufeinander zu stapeln. Die Beine von «Satsuma» sind wie die Kisten mit einem dreieckigem Querschnitt konstruiert. Dadurch wird Material gespart, und der Stuhl erweist sich als Leichtgewicht mit gerade mal 3,5 Kilogramm. Produziert wird das Möbel vom Berliner Label Schneiderschram.

Fertigung des Stuhl Satsuma
Die Entwicklung von «Satsuma» verlangte viel Handarbeit. Läufer + Keichel
Lackieren von Satsuma mit Acryllack
Der fertige Stuhl wird mit wasserbasiertem Acryllack lackiert. «Satsuma» ist in Natur, Weiss, Gelb, Grau und Schwarz erhältlich. Sonderfarben auf Anfrage. Läufer + Keichel
Von Nina Huber am 2. August 2014