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Es grünt so grün

So rettest du deine Zimmerpflanzen vor dem Heizungstod

Im Winter entspannen wir am liebsten im heimischen Dschungel zwischen Gummibaum und Goldfruchtpalme. Nur: Wie bekommen wir die grünen Stimmungsaufheller durch die kalte Jahreszeit, bevor sie den grausamen Heizungstod sterben? Wir haben eine Expertin gefragt. 

So rettest du deine Zimmerpflanzen vor dem Heizungstod
Getty Images

Mit Zimmerpflanzen ist es so eine Sache. Sie machen unsere Wohnungen gemütlicher, hellen, besonders an grauen Wintertagen, die Stimmung auf und sorgen für saubere Luft. Aber da gibt es noch die Kehrseite der Medaille: Gerade im Winter scheinen unsere Pflanzen besonders empfindlich. Wahlweise vertrocknen oder verfaulen sie, sobald wir die Heizung anstellen – was wiederum nicht besonders förderlich für die gedrückte Winterlaune ist. Was also ist zu tun, um auch weiterhin Freude an unseren grünen Mitbewohnern zu haben? Wir haben mit Saskia Sonderer, Expertin für Zimmerpflanzen im Gartencenter Hauenstein in Zürich gesprochen und die wichtigsten Fragen geklärt.

Wie schlimm ist Heizungsluft wirklich?

Laut Sonderer ist die Winterzeit für Zimmerpflanzen ein langer Leidensweg. Schuld daran ist – tatsächlich – die trockene Heizungsluft und die Radiatoren, die nonstop auf Hochtouren laufen. «Besonders Fussbodenheizungen machen den Pflanzen das Leben schwer, ‘heisse Füsse’ gilt es unbedingt zu vermeiden». Die einfachste Lösung für alle, die trotz begrünter Wohnung nicht frieren wollen: Alles was wächst, auf Hocker, Sideboard oder Beistelltische stellen – Hauptsache, es gibt keinen direkten Bodenkontakt. Auch direkt neben einem Radiator ist der Heizungstod für Pflanzen vorprogrammiert, die Devise lautet daher: Abstand halten.

Welcher Platz ist am besten zum Überwintern?

Auch wenn es im Bad im Allgemeinen feuchter und im Flur etwas kühler ist, als in anderen Räumen: die Pflanzen über den Winter zu zügeln ist keine gute Idee. «Zimmerpflanzen sind sehr heikel, was ihren Standort angeht», erklärt die Expertin. «Sind sie einmal in einem Raum angesiedelt, sollte man sie unbedingt dort lassen. Andernfalls werfen sie gern mal die Blätter ab.»

Wie viel Wasser braucht es wirklich?

Im Kampf gegen die Heizungsluft wird oft versucht, dem Austrocknen mit einer Extraportion Wasser entgegenzuwirken. Ein Irrglaube, wie Sonderer erklärt: «Durch die wenigen Sonnenstunden haben die Zimmerpflanzen keine Zeit, zu trocknen und beginnen schnell zu faulen.» Stattdessen sollte man sogar weniger giessen als üblich. «Wer seine Pflanzen sonst einmal die Woche wässert, tut gut daran, die Ration auf alle zwei Wochen zu kürzen.»

Wie schaffen wir optimale Bedingungen?

Grossblättrige Arten wie der Gummibaum oder die Bananenpflanze freuen sich dafür über ein Plus an Wasser in der Luft. Wer nicht gleich in einen Luftbefeuchter investieren will, kann sich mit einer Sprühflasche behelfen, mit der er alle 14 Tage die Blätter der Pflanzen benetzt. Wer die Extrameile gehen will, hilft den vorhandenen Zimmerpflanzen mit neuen Freunden über die schwere Zeit: Luftreinigende Pflanzen wie Bogenhanf oder Einblatt sorgen für ein besseres Raumklima und helfen damit ihren Zimmergenossen. «Diese Arten sind auch besonders unempfindlich und kommen besser durch den Winter, als andere. Auch Palmenarten sind recht genügsam. Ganz ohne Mühe kommt aber leider keine Zimmerpflanze durch die kalte Jahreszeit.»

Von Malin Mueller am 28.01.2019