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Mit beschränkten Mitteln den Touristen etwas bieten: Die Walliser Gemeinde Saas-Grund ist darin ein leuchtendes Vorbild.
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Der alte Kirchturm von Saas-Grund wird mit der neuen Installation ins rechte Licht gerückt. Der Ersatz der alten Beleuchtung wurde genutzt, um eine neue Attraktion zu schaffen.

Es gibt einen Grund, dass die «Herrschaften» im vorigen Jahrhundert zur Sommerfrische in die Berge fuhren: Die drückende Sommerhitze verflüchtigt sich mit jedem Höhenmeter, die Luft wird leicht, die Temperatur angenehm. Das entdecken auch immer mehr Städter und wollen im Sommer in die Berge. So auch nach Saas-Grund VS, das heute im Sommer fast gleich viele Besucherinnen und Besucher zählt wie im Winter. Vor zehn Jahren war das noch völlig anders, und Berge galten nur schneebedeckt als Anziehungspunkte. Klar, dass sich auch kleine Bergdörfer darauf einstellen müssen. Für Bruno Ruppen, Gemeindepräsident von Saas-Grund, ist unerlässlich, dass auch in seinem Ort «etwas gehen muss».


Blick auf Saas-Grund, das sich über rund zwei Kilometer erstreckt.

Das Dorf, das früher das Zentrum des ganzen Saastals war, steht heute im Schatten des bekannten Saas-Fee. «Dabei sind wir für Familien ideal: gemütlich, man kennt sich noch, mit vielen Gruppenunterkünften und Ferienwohnungen», sagt Ruppen. Aber so, wie viele Familien kein unbeschränktes Budget haben, geht es auch der Gemeinde: Der Investitionsbedarf ist gross, aber die Steuereinnahmen einer 1000-Seelen-Gemeinde wie Saas-Grund lassen keine riesigen Sprünge zu. «Wichtig ist, dass wir die knappen Mittel vernünftig einsetzen und mit jedem Franken den grösstmöglichen Mehrwert erzielen», erklärt der Gemeindepräsident. So entstand die Zusammenarbeit mit dem Energie- und Dienstleistungsunternehmen BKW Wallis. «Wir haben nicht, wie eine Stadt, im Gemeinderat und in der Verwaltung Spezialisten für alles. Wir brauchen deshalb einen vertrauenswürdigen Partner, der uns für Sanierungs- und Erneuerungsvorhaben im Bereich der Infrastruktur unterstützt.» Beispielsweise für die vorgängige Prüfung, eine Ausschreibung oder für Informationen über neue Techniken. So funktionierte es auch beim Lichtprojekt von Saas-Grund, auf das Bruno Ruppen besonders stolz ist: «Wir haben den Dorfplatz wiederbelebt und wollten auch die Zugänge attraktiv gestalten.» Nun beleuchten LED-Spots die Steinmauer des Friedhofs und den alten Kirchturm mit dem heiligen Josef. Zudem wurden die bisherigen Lampen durch dreifache Spots ersetzt. «Sie wurden extra für uns entwickelt», so Ruppen, der sich anhören musste, sie sähen aus wie Duschköpfe. Er lacht. «Stimmt schon, aber wenn es einnachtet und wir in verschiedenen Farben beleuchten können, dann staunen alle.»

Und wie das so ist in einem kleinen Dorf, hat er auch gleich ein paar junge Männer des Dorfes zu Lichtmeistern gemacht, die nun die schönsten Variationen am Testen sind. Wichtig ist Ruppen und seinen Gemeinderatskollegen auch, dass nachhaltig investiert wird. Die Beleuchtung am Dorfplatz ist ein Herzensprojekt, geplant ist aber auch eine Erneuerung der Strassenbeleuchtung, bei der es vor allem um Sicherheit geht. «Dabei schauen wir auch darauf, dass die Lichtverschmutzung möglichst klein und der Energieverbrauch tiefer als bisher ist» erklärt Martin Burgener, Ansprechpartner der BKW für Saas-Grund. Er sehe seine Rolle darin, der Gemeinde Vorschläge zu machen, damit diese vollständige Entscheidungsgrundlagen habe. «Sie entscheiden dann selber, wer liefern oder installieren soll», betont er. Ein weiteres Projekt ist ein Trinkwasserkraftwerk. Am Berg wird das Wasser gesammelt, turbiniert und ins Trinkwasserreservoir geleitet. «Baubeginn sollte nächstes Jahr sein», so Ruppen. Die Gemeinde wartet darauf, ins Förderprogramm des Bundes zur nachhaltigen Energiegewinnung aufgenommen zu werden. Die kostendeckende Einspeisevergütung KEV ist ein Instrument des Bundes, das Kleinwasserkraftwerke fördert. Im Ausbau kann in Saas-Grund Strom für rund 300 Haushalte produziert werden. Die Gemeinde will sich auch mit sorgsamem Umgang mit der Natur ins rechte Licht rücken.

Infos: www.bkw.ch                                                                                 

LICHTPLANUNG

«Unterstützen, nicht protzen»

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Licht beeinflusst die Stimmung und gibt einem Raum Atmosphäre. «Neue, energiesparende Leuchtmittel erweitern die Möglichkeiten», sagt Lichtplaner Bruno Crivelli, der Leiter von Lightpeak, einem Unternehmen der BKW. Heutiger Standard sei LED, das mit weniger Energie besseres Licht erzeugt. Ob das Licht warm oder kalt ist, wird in Kelvin gemessen, wobei 6500 Kelvin dem Tageslicht entsprechen, 2000 Kelvin dem Kerzenlicht. Wer angenehmes Licht für einen Wohnraum sucht, liegt mit 2700 Kelvin richtig. Weitere Tipps und Beispiele für Lichtplanung: www.blog.bkw.ch/lichtplanung                                                                                                                                                                         

VON MIDLAND BIS HANSI HINTERSEER

30 Jahre Country Night Gstaad

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Mark Wystrach, Cameron Duddy und Jess Carson (v. l.) sind Midland aus Nashville.

Die Gstaader Country Night feiert vom 7. bis 9. September ihr 30-Jahr- Jubiläum. Europas führender Country-Event holt jedes Jahr die grossen Stars der Countryszene auf die Bühne. Dazu gibt es an der 30. Austragung erstmals eine Schlagerparade mit Hansi Hinterseer und Beatrice Egli. Machen Sie mit an unserer Verlosung und gewinnen Sie je 2 Tickets für das Country Festival am 7. September und für die 1. Schlagerparade am 9. September. Als Hauptsponsorin unterstützen wir den Anlass seit vielen Jahren.

Hier gehts zur Verlosung: www.bkw.ch/si-verlosung

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