«MusicStar»-Jurorin Artemis Gounaki, 42, schreibt in ihrem Buch «Wenn jede Diät versagt - Wie ich 70 Kilo abgenommen habe» über ihren Gewichtsverlust dank Magenband. Im SI-online-Interview erzählt die Gesangslehrerin von ihrem Leben danach.
Artemis Gounaki Von 140 auf 70 Kilo in zwei Jahren
SI online: Artemis Gounaki, Sie wogen 140 Kilo, haben sich dann ein Magenband einsetzen lassen und wiegen heute 68 Kilo. Wo sind all die Pfunde hin?
Artemis Gounaki: Ich habe keine Ahnung. Ich mache extrem viel Sport - mindestens 3x wöchentlich, meistens aber sogar täglich. Und ich ernähre mich ausgewogen, ich koche gesund, esse wahnsinnig viel Gemüse. Ich muss mich wohl bei meinen Eltern für mein Gewebe bedanken.
Warum haben Sie sich operieren lassen um abzunehmen?
Meine Seele war in einem falschen Körper. Innen fühlte ich mich jung, spontan, ich hatte Power. Nach aussen sah alles nach Alter und Unbeweglichkeit aus. Irgendwann kamen dann auch Gelenkschmerzen dazu und ich hatte die Schnauze voll.
Nach der Operation ist der Magen extrem viel kleiner. Wie sahen Ihre Mahlzeiten aus?
Ich habe mich auf eine 6-wöchige Suppenkur eingestellt, konnte aber ganz normal essen.
So wie vorher?
Natürlich viel kleinere Mengen. Zu Beginn waren das 3-4 Bissen, also ungefähr eine halbe Scheibe Brot.
Es heisst, dass, wenn man es übertreibt, die Mahlzeiten wieder hochkommen.
Das ist auch so. Als ich nach ungefähr 1,5 Jahren mein erstes Gewichtsziel von 85 Kilo erreicht habe, freute ich mich auf ein richtig üppiges Nachtessen. Ich habe reingehauen und es total genossen - keine 3 Minuten später hing ich über dem Klo.
Und damit leben Sie jetzt für immer?
Es reguliert sich. Man nimmt auch immer weniger ab mit der Zeit. Ich mache extrem viel Sport und esse öfter als andere. Dafür immer nur so 250 Gramm.
Sie sind Künstlerin, arbeiten als Gesangslehrerin, wie kamen Sie zum Schreiben?
Man hat mich angefragt. Es gibt so viele Leute, die Angst vor diesem Eingriff haben, vielleicht kann ich denen so helfen. Und mir war wichtig, zu zeigen, dass das Magenband kein Wundermittel ist. Es ist ein Ansporn - danach muss man an sich arbeiten, mit Ernährung und Sport (Artemis beisst genüsslich in ein Guezli).
Sie sündigen also trotzdem ab und zu.
Natürlich! An Festtagen gibt es bei Mama immer griechische Spezialitäten und hier in der Schweiz gibt's so gute Guezli, da riskiere ich auch mal ein Kilo.
Haben Sie seit Ihrer Veränderung auch negative Reaktionen erlebt?
Nein, alle finde es toll. Aber jetzt steige ich halt in die Konkurrenz mit ein. Als dicker Mensch wird man oft aussen vor gelassen. Jetzt kann ich nicht mehr nur mit meinem Können kokettieren sondern auch mit meinem Aussehen. Ich meine, zeigen Sie mir mal eine 42-Jährige, die so aussieht wie ich. Ich habe die gleichen Muskelstränge am Bauch wie Britney Spears (lacht)!
Artemis Gounaki lebt mit ihrem 12 Jahre jüngeren Freund Marc (den sie bei «MusicStar» kennengelernt hat) in Winterthur. Sie ist geschieden und hat einen 15-jährigen Sohn, der an ihrem Zweitwohnsitz in München lebt. Die Griechin ist bekannt aus den Castingshows «Popstars» sowie «MusicStar», in denen sie als Gesangslehrerin bzw. Jurorin tätig war.
Das Buch «Wenn jede Diät versagt - Wie ich 70 Kilo abgenommen habe» (mvgVerlag München) ist ab Freitag im Handel, Fr. 32.90.
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Kommentare
Monika Domeisen
10. September 2010 - 21:23
Liebe Artemis
Ich hoffe, dass ich zum vertrauten Du übergehen darf? Wir werden uns hoffentlich morgen an dem Adipositas Tag in der Dance Hall in Zürich Oerlikon persönlich kennen lernen. Gerne kaufe ich Dein Buch mit Widmung :-) Ich werde da sein und Tipps und Tricks für pralle Prinzessinen geben. Ich freue mich sehr auf diesen Tag. Herzlichst Monika Domeisen
Gast
10. Mai 2010 - 21:51
das ist quatsch was du schreibst Paul.nicht jeder der sich ein magenband einoperiert halbiert sein gewicht.viele nehmen zwar etwa aber bleiben dann stecken.das artemis 70ki abgenommen hat ist etwas besonderes.und das sie sogar bauchmusklen hat ist überragend.
Paul Müller
19. März 2010 - 15:46
man muss das einfach realistisch sehen: der Gewichtsverlust hat weniger mit einer Willensleistung seitens der Patientin zu tun, als viel mehr mit der radikalen Anlage eines winzigen Vormagens, der die Nahrungsaufnahme nach einigen Bissen stoppt. Hier geht es wohl rein um die Promotion Ihres Buches, eigentlich müsste sie den Erlös dem Operateur zukommen lassen!
Angelika Gerber
18. März 2010 - 22:48
Liebe SI
Diese Geschichte habe ich mit grossem Interesse gelesen. Von Artemis können sich viele Frauen noch etwas abschauen, man kann es nämlich immer schaffen, etwas aus sich zu machen. Hoffentlich kommt bald wieder Music Star, dann können alle sehen, was sie geschafft hat.