Simone Niggli-Luder «Die Geburt ist wie ein Marathon»

Am Sonntag, 28. August brachte die OL-Weltmeisterin Zwillinge zur Welt. Die «Schweizer Illustrierte» hat bei Simone Niggli-Luder nachgefragt.

Frau Niggli-Luder, Sie tönen munter!
Ich fühle mich auch wieder ziemlich fit. Am zweiten Tag nach der Geburt konnte ich bereits mit Malin im Park spazieren gehen. Lars und Anja mussten allerdings noch im Spital bleiben.

Die Überraschung ist Ihnen ja wirklich perfekt gelungen.
Einige haben schon gemunkelt, dass es Zwillinge werden könnten. Mein Bauch war einfach riesig, und mit meiner Figur kann ich da schlecht was kaschieren.

Wie haben Sie darauf reagiert?
Es war für Matthias und mich eine Berg-und-Tal-Fahrt zwischen grosser Freude und Zweifeln, ob man das überhaupt schaffen wird.

Bei Zwillingen denkt man automatisch an einen Kaiserschnitt.
Das dachte ich auch. Aber meine Ärztin fand, dass ich natürlich gebären könnte. Die beiden lagen mit dem Kopf nach unten, und mental war ich bereit.

Gebären Sportlerinnen einfacher?
Der Ehrgeiz und mein gutes Körpergefühl haben sicher geholfen. Die Geburt ist wie ein Marathon – nur weiss man nie, wann das Ziel kommt.

Wie geht es Lars und Anja?
Wenn ich so hinüberblicke … sehen beide ganz friedlich aus! Sie haben die Geburt gut überstanden und brauchten keine spezielle medizinische Betreuung. Töchterchen Malin ist eben drei geworden.

Wie hat sie ihre neuen Geschwisterchen begrüsst?
Sie geht ganz zärtlich und vorsichtig mit den beiden um. Aber natürlich muss sie sich erst an die neue Familiensituation gewöhnen. Jetzt ist sie nicht mehr alleine die Prinzessin.

Ab wann sieht man Sie mit dem Zwillingswagen durch die Gegend rennen?
Wenn es mein Körper zulässt, möchte ich gegen Weihnachten wieder voll im Training sein. Die OL-Weltmeisterschaften nächsten Juli in Lausanne sind immer noch mein Ziel.

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