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Der ganz normale Wahnsinn

Alles neu macht der März

Mit dem neuen Online-Auftritt dieser Seite ändert sich auch die Optik unseres Familienblogs. Ab jetzt gibt es Familienbloggerin Sandra C. und ihre beiden Teenager auch im Bild.

Sandra Casalini, bei sich zu Hause in Thalwil, mit ihren Kindern Gian und Joya, am 04.12.2018, Foto Lucian Hunziker

Sandra C. mit Tochter und Sohn

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Liebe Leserinnen und Leser

Seit gestern ist alles neu auf SI online. Mit diesem Make-over gibts auch meinen Blog im neuen Kleid. Und ja, ihr habt richtig gesehen: Ich zeige mich ab sofort nicht, wie bisher, in einer gezeichneten Version, sondern «echt». Und: Ich zeige auch meine Kinder. Sie haben entschieden, dass sie das so möchten. Ohne mein Zureden. Schliesslich geht es ja um sie.

 

 

Kein Satz über ihr Liebesleben!

Als ich anfing, an dieser Stelle sehr offen, ehrlich und ungeschönt, aber auch humorvoll und in einer Sprache, wie sie es eben manchmal am besten trifft, über mein Leben als Mutter zu schreiben, waren meine Kinder noch sehr viel kleiner. Zu ihrem Schutz entschied ich mich, weder mich noch sie (richtig) zu zeigen, noch unsere vollen Namen zu nennen. Dabei ging es mir nie darum, nicht zu dem zu stehen, was ich schreibe oder dass ich nicht mit Kritik umgehen könnte. Die erreicht mich im Übrigen auch so, und wer regelmässig seine Meinung kundtut, muss damit rechnen, dass nicht alle diese teilen.

 

«Ich war offenbar bei Weitem nicht so anonym, wie ich eine Zeitlang dachte.»

Ich wollte aber verhindern, dass meine Texte über meine Kids an den Küchentischen ihrer Klassenkameraden diskutiert werden, und sie dann auf dem Pausenplatz zu hören bekommen: «Sogar deine Mutter findet dich ein Arschloch, imfall!» (Was ich ja niemals so geschrieben hätte, aber an jenem Küchentisch dann eben so verdreht worden wäre, dass so was dabei herausgekommen wäre). Ich glaube, das ist mir gelungen, auch wenn ich offenbar bei Weitem nicht so anonym war, wie ich eine Zeitlang dachte. Mein Gesichtsausdruck auf die Bemerkung einer Lehrerin - «Ich komme ja öfter in Ihrem Blog vor …» - war vermutlich ziemlich amüsant.

Jetzt sind meine Kinder Teenager. Ich habe sie schon vor längerem gefragt, ob es für sie okay ist, dass ich regelmässig aus unserem Leben erzähle. Wäre es das nicht gewesen, hätte ich diesen Blog schweren Herzens begraben. Das ist zum Glück nicht nötig. Dafür gibt es strenge Auflagen: Ich darf nicht so über ihre Freunde schreiben, dass man diese erkennen könnte. Und ihr Liebesleben ist tabu. Wenn ich unsicher bin, ob etwas geht oder nicht, frage ich sie.

«Isch mir egal» wird als Zustimmung gewertet

So halte ich es übrigens auch auf Social Media. Meine Kinder sind ein grosser Teil meines Lebens, warum sollten sie also auf meinen (privaten) Social Media Profilen nicht stattfinden? Ich poste sie allerdings nur mit ihrem Einverständnis – wobei ich «isch mir egal» als solches werte. Übrigens: Ja, die Kinder haben auch einen Vater. Er hält sich lieber im Hintergrund, deshalb findet er in diesem Blog eher selten statt.

Die Kinder und mich gibt’s hingegen an dieser Stelle ab sofort regelmässig auch im Bild so, wie wir eben sind: fröhlich, bunt, leicht chaotisch und mit einem Touch Sarkasmus (auch wenn einer von uns nicht so genau weiss, was das ist, obwohl er der Sarkastischste von uns ist!). Eines werde ich hingegen beibehalten: unsere vollen Namen werden weiterhin nicht genannt. Zum einen, weil sich das so eingespielt hat, und ich es ganz gut finde so. Zum anderen, um das, was ich als Sandra C. als meine persönlichen Erlebnisse und Meinungen kundtue, von allem anderen, was ich als – selbstverständlich topseriöse – Journalistin schreibe, abzugrenzen.

 

Danke!

Und damit das auch mal gesagt ist: Danke, dass ihr hier regelmässig reinlest. Danke für euren Zuspruch und eure Kritik. Ich hoffe, ihr bleibt mir auch im neuen Kleid noch eine Weile gewogen.

Herzlich, eure Sandra C.

Von Sandra C. am 28.03.2019