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Der ganz normale Wahnsinn

Warum stresst ihr euch so an Weihnachten?

Dass die Weihnachtszeit mitunter alles andere als besinnlich ist, ist bekannt. Gerade Mütter geraten zuweilen in noch mehr Stress als sonst. Schade, findet unsere Familienbloggerin. Hier ihre Tipps für entspannte Vorweihnachten.

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Kekse von A bis Z selber machen? Klar, wenn es Spass macht. Sonst tuts auch ein gekaufter Teig.

Getty Images

Liebe Mütter,

Weihnachten ist super. Und man muss diese schöne Zeit nicht komplett ignorieren oder auf alles eigentlich Schöne verzichten, um nicht in die Weihnachtsstress-Falle zu tappen. Eigentlich ist es ganz einfach: man tut genau das, was einem Spass macht.

Weihnachten ist kein Wettbewerb

Wer also mit Freuden die Läden nach immer neuem Dekomaterial durchstöbert, eine mannshohe echte Tanne nach Hause karrt und Christbaum und Haus voller Elan schmückt, soll das tun. Aber für Weihnachten gilt dasselbe wie für Geburtstagspartys: Das ist kein Wettbewerb.

«Man muss doch nicht zig exotische Sorten Guetsli backen, nur weil das die chronisch unterbeschäftigten Eltern der Schulgspänli der Kinder auch tun.»

Ich persönlich habe ein nettes kleines Plastikbäumchen im Keller deponiert (sieht aus wie echt, ich schwöre!), und drei Garnituren Christbaumkugeln, so dass ich jedes Jahr wechseln kann. Dazu ein Adventskranz, ein Weihnachtssern, fertig. Ah ja, und dann ist da noch das Miniatur-Elchgeweih, das ich jährlich für ein Insta-Foto auf einem Kaninchenkopf zu platzieren versuche. Mit bescheidenem Erfolg. Aber das steigert die Spannung – ob es dieses Jahr noch klappt?

Geschenke oder nicht? Egal!

Wer gern den ganzen Sonntag Teig knetet und Fabelhaftes daraus kreiert, soll das geniessen. Aber man muss doch nicht zig exotische Sorten backen, nur weil das die chronisch unterbeschäftigten Eltern der Schulgspänli der Kinder auch tun. Ich habe schon lange auf Fertigteig umgestellt, und mittlerweile übernimmt meine Tochter das Backen allein. Alles super.

«Googeln, online bestellen, fertig. Alles erledigt, ohne einen Fuss vor die Tür zu setzen.»

Wer gern stundenlang durch die Stadt streift und nach Geschenken sucht, soll das tun. Und wer dieses Geschenke-Ding blöd findet und gar nichts schenken will, soll das ebenfalls so handhaben. Ich liebe Schenken. Aber ich beschränke es auf den engsten Familienkreis. Und der bekommt immer das Gleiche: einen Fotokalender. Vielleicht noch eine Kleinigkeit, wenn mir gerade was über den Weg läuft irgendwo. Sonst nicht. Die Kinder frage ich, was sie sich wünschen. Und dann: Googeln, online bestellen, fertig. Alles erledigt, ohne einen Fuss vor die Tür zu setzen.

Weihanchtskarten? Wofür?

Wer es liebt, vor oder nach den Festtagen Kärtchen zu verschicken, soll das tun. Ich habe damit aufgehört. Warum sollte ich fünfhundert Menschen, mit denen ich sonst nur über Facebook zu tun habe, frohe Weihnachten wünschen? Und warum mich im Nachhinein für all die tollen Wünsche und Geschenke bedanken? Das kann ich auch mündlich und direkt.

«Es ist überhaupt kein Muss, mein Gesicht an jeder Weihnachtsparty im Umkreis von 27 Kilometern zu zeigen.»

Und last but not least: Es ist überhaupt kein Muss, mein Gesicht an jeder Weihnachtsparty im Umkreis von 27 Kilometern zu zeigen. Und ich brauche keinen Super-Duper-Grund, wenn ich absage. Ich habe keine Zeit muss reichen. Weil ich diese grad lieber anders investiere. Zum Beispiel in «Drei Nüsse für Aschenbrödel» am Fernsehen. Oder darin, meiner Tochter beim Backen zuzuschauen. Oder in den x-ten Versuch, den Kaninchen das Elchgeweih aufzusetzen. Aber ich habe gerade gemerkt, dass ich damit aufhören sollte – schliesslich sollen auch unsere Haustiere entspannte Festtage haben.

Mehr von Familien-Bloggerin Sandra C. lest ihr hier.

 

Von Sandra C. am 13.12.2019
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