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Der «Tele»-Streaming-Tipp der Woche

«Our Planet» – Wir haben es selbst in der Hand

Ihr liebt Filme und Serien, wisst aber nicht, was ihr als Nächstes bei Netflix & Co. schauen sollt? Kein Problem: Die Zeitschrift «Tele» stellt hier jede Woche Sehenswertes vor. Heute die Naturdokureihe «Our Planet».

Planet Earth at Night & Day with stars. (Europe & Asia)
imaginima

Jedes Jahr wirbeln Winde zwei Milliarden Tonnen Staub in die Luft. Ein Viertel davon landet im Meer. Das hört sich wie ein ökologisches Desaster an, das es unbedingt zu verhindern gilt. Im Gegenteil. Denn im Staub befinden sich Nährstoffe, die von Mikroorganismen benötigt werden. Diese wiederum bilden die Basis des Lebens im Ozean.


Nie war es wichtiger, dass sich der Mensch darum bemüht, den Kreislauf der Natur zu verstehen. «Die Stabilität allen Lebens beruht auf Verbindungen zwischen verschiedenen Habitaten», eröffnet der 92-jährige Sir David Attenborough mit seiner eindringlichen, unverwechselbaren Stimme die 8-teilige Dokureihe «Our Planet».

Diesen Worten folgt eine spektakuläre Reise von der öden Wildnis der Arktis über die geheimnisvollen Tiefen der Ozeane bis zu den Weiten Afrikas und den artenreichen Regenwäldern Südamerikas.

Mit 4 Jahren Drehzeit ein sehr aufwendiges Projekt

4 Jahre lang wurde in 50 Ländern an insgesamt 3500 Drehtagen an dieser Reihe gearbeitet. Produktionsleiter Alastair Fothergill (58, «Planet Erde», «Unser blauer Planet») bezeichnet es als sein bislang ehrgeizigstes Projekt.

Als vor etwa 10 000 Jahren die Menschen sesshaft wurden und ihre ersten Besiedlungen bauten, war die Welt um sie herum voller Leben. Jahrtausendelang hat dieser stabile Garten Eden die wachsenden Zivilisationen ernährt.

«Bilder die wehtun»

Innerhalb von 50 Jahren hat sich das radikal verändert: Der weltweite Wildtierbestand ist seit den 1960er-Jahren um 60 Prozent gesunken. Viele Tierarten sind verschwunden oder vom Aussterben bedroht. Ihre seltenen Aufnahmen werden zum Mahnmal dafür, wie gravierend sich die menschliche Präsenz auf alle Lebensräume auswirkt. Und wenn eine Animation mit Blick aus dem All auf die Erde zeigt, wie viel Regenwald schon vernichtet worden ist, sind das Bilder, die wehtun.

Sir David Attenborough schlägt aber auch hoffnungsvolle Töne an: Die Natur verfügt durchaus über eine gewisse Widerstandsfähigkeit und ist an manchen Orten zu neuem Leben erblüht.

Das Fazit fällt entsprechend versöhnlich aus: Wenn wir uns einsetzen, kann sich der Planet erholen. Sein fragiles Gleichgewicht gilt es auch für  zukünftige Generationen zu bewahren.

«Our Planet», Naturdokureihe mit David Attenborough (Sprecher), Netflix, 1. Staffel; ab 5.4.

Von Mischa Christen am 23.04.2019