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Welche Creme für trockene und rissige Haut?

Bisher habt ihr eure Hände völlig falsch gepflegt

Im Herbst schreien unsere Hände wieder vermehrt nach Feuchtigkeit und wollen gehegt und gepflegt werden. Bei der Handcreme kann man ja auch (fast) nichts falsch machen. Aber eben, nur fast. Was ihr beachten solltet und wieso zu viel Wasser kontraproduktiv ist.

Die richtige Handcreme macht's aus.

Reichhaltige Öle dürfen in einer guten Handcreme nicht fehlen.

Getty Images/EyeEm

Alle Jahre wieder! Meist habe ich mich gerade so damit abgefunden, dass der Sommer endgültig vorbei ist und schon macht sich das nächste Übel bemerkbar: trockene Hände. Es ist wirklich immer dasselbe. Ich creme und pflege was das Zeug hält, aber nach dem nächsten Händewaschen scheint der Effekt wie weggeblasen. Die Haut fühlt sich sofort wieder trocken an und ich kann die sich anbahnenden Falten richtig spüren. Es ist nicht zu vermeiden. Die Kälte draussen und die trockene Heizungs-Luft drinnen entziehen der Haut regelrecht alle Feuchtigkeit. Das Ergebnis: eine gestörte Fett- und Feuchtigkeitsregulierung.

Wasser ist nicht gleich Feuchtigkeit

Der wichtigste Begleiter im Winter ist und bleibt die gute alte Handcreme. Aber da könnt ihr einiges falsch machen. Produkte mit einem hohen Wasseranteil sind zum Beispiel absolut nicht hilfreich. Sie können spröde Haut sogar noch begünstigen!

Durch die Kälte und die stark schwankenden Temperaturunterschiede (zwischen drinnen und draussen) kann die Haut das Wasser nicht speichern. Da die Barrierefunktion geschwächt ist, verliert die ohnehin schon trockene Haut noch mehr Feuchtigkeit. Bei Minusgraden kann das in der Handcreme enthaltene Wasser sogar gefrieren und zu Frostschäden auf der Haut führen. 

Die richtige Pflege ist also das A und O. Achtet beim Kauf auf besonders fettreiche Produkte mit Urea, Glycerin und pflegenden Ölen. Mineralöle solltet ihr hingegen vermeiden. Einerseits sorgen sie dafür, dass die Haut versiegelt wird und Feuchtigkeit speichert, aber andererseits kann diese Feuchtigkeit unter der Haut nicht zirkulieren. Wäscht man die Cremeschicht ab, fühlen sich die Hände noch trockener an als zuvor. 

Extra-Pflege im Winter

Leidet ihr auch an übermässig trockenen Händen? Wenn ja, wisst ihr, dass auch eine reichhaltige Handcreme oftmals nicht ausreicht - vor allem im Winter. Während der kalten Monate schwitzen wir weniger, und weil Schweiss Hautfett transportiert, verstärkt sich das trockene Gefühl.

Eine Selfmade-Kur für zuhause kann hier Abhilfe schaffen. Macht es euch auf dem Sofa gemütlich, stellt auf Netflix eure Lieblingsserie ein und bereitet ein Ölbad für die Hände vor. Das besteht lediglich aus warmem Wasser und Oliven-, Mandel- oder Jojobaöl. Weicht eure Hände für etwa 10 bis 20 Minuten darin ein und reibt sie danach mit einer fetthaltigen Creme ein. Wenn ihr über Nacht Baumwollhandschuhe (gibt es in jeder Apotheke) anzieht, wirkt die Pflege besonders gut.

Folgende Tipps solltet ihr ebenfalls beachten:

Hände nicht zu oft waschen! 
Wasser und vor allem Seife können den Säureschutzmantel der Haut angreifen. Versucht deshalb, die Hände nicht übermässig zu reinigen und wenn doch, nur lauwarmes Wasser zu benutzen. Je heisser das Wasser, desto mehr Feuchtigkeit wird der Haut entzogen. Verwendet eine hautfreundliche Seife, die mit "pH-hautneutral" oder "pH 5,5" gekennzeichnet ist.
Nicht ohne Handschuhe putzen! 
Die in Wasch-und Putzmitteln enthaltenen Chemikalien greifen die empfindliche Haut an den Händen an und trocknen sie unglaublich schnell aus. 
Häufiges Nägellackieren begünstigt trockene Hände! 
Das Schädliche ist hier nicht der Nagellack oder das Lackieren an sich, sondern der Nagellackentferner. Die Inhaltsstoffe sind äusserst aggressiv und trocknen neben der empfindlichen Nagelhaut meist auch die ganzen Hände aus. Eure Nägel und Hände freuen sich über eine kleine Pause zwischendurch.

Von Jana Giger am 22.09.2019