Zum Jahreswechsel kehrt Ruhe ein. Die Tage sind kurz, die Nächte lang. Viele Menschen nutzen diese Zeit, um innezuhalten und zurückzuschauen. Aber oft blicken wir mit einem strengen Blick auf das vergangene Jahr. Was hätte besser laufen können? Wo waren wir nicht gut genug? Welche Vorsätze haben wir verfehlt?
Die japanische Philosophie kennt einen anderen Zugang: die Schönheit im Unvollkommenen.
Wabi-Sabi ist ein zentrales Konzept der japanischen Ästhetik. Es beschreibt die Schönheit, die entsteht, wenn wir die Dinge so betrachten, wie sie wirklich sind: schlicht, vergänglich, unvollkommen.
Es ist die Wertschätzung für das, was nicht perfekt sein will. Für das, was Spuren des Lebens trägt. Ein Keramikgefäss, das eine leichte Unregelmässigkeit aufweist, wirkt nicht fehlerhaft, sondern handgemacht. Ein verblasstes Blatt ist nicht weniger schön, sondern erinnert an den Rhythmus der Natur.
Wabi-Sabi lenkt den Blick auf das Natürliche, das Unaufgeregte und das Einfache. In einer Welt, die so oft nach Perfektion strebt, ist dieses Konzept ein sanfter Gegenpol.
Noch deutlicher zeigt dies die Kunst des Kintsugi. Zerbricht eine Schale, wird sie behutsam repariert. Und zwar nicht so, dass die Risse verschwinden, sondern so, dass sie sichtbar bleiben. Mit Gold gefüllt, leuchten die Bruchstellen wie zarte Linien eines neuen Anfangs.

Kintsugi besagt: Dort, wo etwas zerbrochen ist, kann etwas Kostbares entstehen. Oder wie Leonard Cohen sang: «There is a crack, a crack in everything. That's how the light gets in». (zu Deutsch: Es gibt einen Riss in allem. So kommt das Licht herein.) Die Wunden gehören zur Geschichte eines Menschen. Und manchmal sind gerade sie es, die uns auf ungeahnte Weise verbinden. Sei es mit uns selbst oder mit anderen.
Ob die Philosophie des «Ikigai», die entspannende Kraft der Onsen oder die ausgewogene Ernährung – im Body & Health Lab tauchen wir dieses Jahr tief in die Geheimnisse der japanischen Lebensweise ein. Auch Toyota ist tief in dieser Kultur verwurzelt. Das Streben nach kontinuierlicher Verbesserung, nachhaltigen Innovationen und der ganzheitliche Blick auf Mobilität und Wohlbefinden sind Prinzipien, die Toyota antreiben. Als japanisches Unternehmen strebt Toyota danach, durch Innovationen nicht nur Mobilität neu zu denken, sondern auch das Leben der Menschen zu verbessern – effizienter, nachhaltiger und gesünder.
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Wenn wir auf die vergangenen Monate zurückschauen, können wir uns von dieser sanften Weisheit berühren lassen. Was sind unsere goldenen Linien? Welche Erfahrungen haben uns geprägt, uns gestärkt und uns in neue Richtungen geführt? Vielleicht sind es gerade die Momente, die schwer waren, in denen wir etwas Wichtiges über uns erfahren haben.
Und wenn wir nach vorne blicken, sollten wir das vielleicht nicht mit Druck, sondern mit Offenheit tun. Wabi-Sabi und Kintsugi lassen sich auf unser eigenes Leben übertragen. Vielleicht mit folgendem Vorsatz: Das Unvollkommene anerkennen. Den Alltag achtsam berühren. Die eigenen Brüche mit Würde halten und daraus etwas Leuchtendes entstehen lassen.
Es ist ein Weg, der uns nicht perfekter macht, aber vielleicht wahrhafter. Eine Einladung, nächstes Jahr sanftmütiger mit uns selbst zu sein und das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen anzunehmen.
