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  4. Sand in der Vagina nach Sex am Strand: Gefahr für Krankheiten?

Sexytime am Strand

Plötzlich ist Sand in der Vagina – was jetzt?

Es ist heiss. Das gilt nicht nur für die Aussentemperatur, sondern auch für die Vorstellung dieser einen, sexy Sommernacht in unseren Köpfen, in der es bei Wellenrauschen zur Sache geht. In der Realität vergessen wir dabei aber oft eins: den Sand. ÜBERALL.

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Wenns statt zwischen den Laken am Strand heiss hergeht, wird es oft – naja – sandig. 

Getty Images/Johner RF

Egal, ob ihr zur Fraktion der Streifenfrei-Braun-Fans gehört und euch bevorzugt am FKK-Strand sonnt, die Wellen im Meer (oder Strömung im Fluss) so wild ist, dass euer Bikini-Höschen verrutscht, oder es bei Sonnenuntergang an einem lauschigen Plätzchen heiss hergeht: Der Sand ist nicht nur überall um uns herum, sondern – insofern wir im Besitz einer Vagina sind – auch schnell mal IN uns drin. Unangenehm. Und nicht ganz ungefährlich.

Was passiert, wenn Sand in die unteren Regionen gelangt?

Grundsätzlich ist Sand nichts anderes als sehr, sehr klein geschliffene Steine und Mineralien in milliardenfacher Form. Er ist scharfkantig und damit durchaus in der Lage, uns kleine Schürfwunden, Kratzer oder Mikro-Verletzungen zuzufügen. Ja, auch in der Vagina. Die können (vor allem im Salzwasser!) schmerzhaft sein und das Risiko für Infektionen erhöhen. Wer in den nächsten Tagen auf Sex verzichtet und etwas auf sich Acht gibt, ist aber schnell über den Berg. 

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Sand an sich löst nämlich noch keine Krankheiten im Intimbereich aus. Schwierig wird es, wenn der Strand durch Tierkot, Abfallreste und jede Menge Füsse, die Tag für Tag durch ihn hindurchstapfen, verunreinigt ist. Gelangt dieser Schmutz in unser Inneres, kann der pH-Wert der Vagina aus dem Gleichgewicht geraten und Scheidenpilz mit sich bringen. Mit der richtigen Behandlung ist aber auch der schnell wieder weg (der Frauenarzt weiss, was zu tun ist). Ernsthafte Sorgen über Spätfolgen sind meist unbegründet. Unangenehm bleibt es aber. Was also jetzt?

Wie bekommen wir den Sand wieder raus?

Im besten Fall tun wir: gar nichts. Unsere Vagina hat nämlich hervorragende Selbstreinigungskräfte und entledigt sich ungeliebter Sandkörner früher oder später von selbst. Sie aktiv mit Duschgel oder Intimwaschlotionen zu schrubben, ist hingegen eher kontraproduktiv und erhöht das Risiko für Infektionen nur noch. 

Eine Dusche ist trotzdem eine gute Idee: Po und Vulva (also den äusseren Intimbereich) sollten wir mit lauwarmem Wasser von Sand befreien. Ausserdem ist der Gang aufs WC – wie immer nach dem Sex – obligatorisch, um Harnwegsinfektionen zu vermeiden. Dabei werden auch zu weit gerutschte Sandkörner wieder herausgespült. Mehr Nachsorge als üblich müsst ihr aber nicht betreiben.

Die beste Möglichkeit

Wer lieber sandfrei bleiben will, könnte natürlich von vornherein auf Sex am Strand (oder jede andere Aktivität, die Sand in unmittelbare Nähe zu unserem Intimbereich bringt) verzichten. Man könnte aber auch einfach ein paar Vorkehrungen treffen. Ein grosses Handtuch mitbringen zum Beispiel. Das verringert die unangenehmen Folgen direkt um ein Vielfaches. Legt man das zusätzlich auf eine Strandliege, sinkt die Wahrscheinlichkeit für Sand an unpassenden Stellen noch weiter. Auch eine gute Idee: trockene Extra-Unterwäsche für «danach» (wer schon mal Sand im Badeanzug hatte, weiss, wie schwer der wieder raus zu bekommen ist). An alles gedacht? Dann müsst ihr eigentlich nur noch ein Plätzchen finden, an dem ihr ungestört seid …

Von Malin Mueller am 06.07.2020
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