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  4. Charlotte Theile: Ihr Liebeskummer wurde zum Breakup-Podcast

Präsentiert von Toyota

Sie machte aus ihrem Liebeskummer einen erfolgreichen Podcast

Als ihr Freund sich von ihr trennte, brach für Charlotte Theile eine Welt zusammen. In unserer Rubrik «Challenge Accepted» erzählt die 33-Jährige, wie sie aus dem Tief ihres Lebens neue Kraft geschöpft hat. Und wie ihr erfolgreicher Podcast heute anderen Menschen dabei hilft, den Herzschmerz zu überwinden.

Charlotte Theile

Mit knapp 31 erlebte Charlotte ihre erste Trennung – ein lebensveränderndes Erlebnis.

Marlies Seifert

Lange Zeit ging es für Charlotte Theile gefühlt nur bergauf: Sie absolvierte ihr Studium, hatte Erfolg als Schweiz-Korrespondentin für eine grosse deutsche Tageszeitung und war seit Teenagerzeiten mit demselben Mann zusammen. Doch dann zerbrach ihre Beziehung – und sie verlor auch noch den neuen Job, für den sie kurz davor zurück nach Deutschland gezogen war. Wie weiter? Im Interview erzählt die Journalistin, wie ihre eigene Krise sie zum «Breakup-Podcast» inspirierte, mit dem sie inzwischen über 20'000 Hörerinnen und Hörer erreicht.

Lerne noch weitere beeindruckende Frauen kennen auf Challenge Accepted.

 

 

Charlotte, was war deine grösste Challenge?

Mit einer lebensverändernden Trennung umzugehen. Ich war damals 31 Jahre alt und 14 Jahre mit meinem Freund zusammen gewesen. Ich hatte mich irgendwie darauf verlassen, dass er immer da sein würde. Doch dann kam dieser Moment, wo alles zusammenbrach. Zu diesem Zeitpunkt führten wir eine Fernbeziehung, die wir die letzten eineinhalb Jahre zum Teil geöffnet hatten. Ich hatte eine Affäre, er auch. Doch dann stellte sich heraus, dass er mit vielem nicht ehrlich gewesen war. Sich nicht nur ab und zu mit dieser anderen Frau traf, sondern schon seit einem halben Jahr mit ihr zusammen lebte. Das zog mir den Boden unter den Füssen weg. Alles, was ich bis anhin für sicher geglaubt hatte, war plötzlich weg. In den Monaten der Trennung wusste ich nicht mehr, wo oben und wo unten ist. Ich hatte das Gefühl, an meine Grenze zu stossen und habe mir gedacht: Ich schaffe das nur, wenn ich gut auf mich aufpasse. 

«Alles, was ich bis anhin für sicher geglaubt hatte, war plötzlich weg»

Was hat dir auf deinem Weg geholfen?

Die Geschichten von anderen Menschen. Mir hat es total geholfen zu hören, dass auch andere unter ihren Trennungen leiden und dass es bei einigen vielleicht sogar noch tragischer war. Man darf nicht vergessen: Das war mein erster richtiger Liebeskummer – ich glaube, das geht vielen Menschen so, dass der besonders schlimm ist. Am liebsten waren mir in dieser Zeit Happy-End-Geschichten, bei denen Paare nach einer Trennung wieder zusammen gekommen sind. Ich habe der Beziehung noch lange nachgetrauert. Dann wurde es allmählich besser, und ich war mir langsam sicher, dass es auch richtig ist, dass wir nicht mehr zusammen sind.

«Challenge Accepted» – Die Serie

Die Frauen in unserer Interview-Serie haben eines gemeinsam: Sie haben eine grosse, persönliche Herausforderung gemeistert – und sind dabei auf beeindruckende Weise über sich hinausgewachsen. Hier erzählen sie ihre inspirierenden Geschichten. 

«Challenge Accepted» entsteht gemeinsam mit unserem Partner Toyota. Auch Toyota ist stets bestrebt, mit neuen Innovationen das scheinbar Unmögliche zu erreichen. Eines der gesetzten Ziele: bis 2025 die breiteste Fahrzeug-Palette mit alternativen Antrieben auf dem Markt anzubieten. Warum bei Null aufhören, wenn man darüber hinausgehen kann? Erfahre mehr auf Toyota Beyond Zero.

Was war der Wendepunkt, der alles verändert hat?

Als ich ein Jahr nach der Trennung eine neue Stelle noch in der Probezeit wieder beendet habe. Da dachte ich mir: Okay, du hast nichts mehr zu verlieren. Jetzt kannst du etwas machen, das du auch selber gerne lesen, sehen oder hören würdest. Unter der Dusche kam mir dann die Idee für den «Breakup-Podcast», weil ich mich gefragt habe: Was hätte mir während meiner Trennung geholfen? Und bei mir wären es mehr echte Trennungsgeschichten von echten Menschen gewesen. Wenn man das selber durchmacht, kann man ja eine Zeit lang an nichts anderes mehr denken. Das Umfeld möchte man irgendwann nicht mehr damit belasten. Wenn man sich dann trotzdem noch mit dem Thema beschäftigen will, dann ist so ein Format eine gute Möglichkeit. Könnens die Freunde nicht mehr hören, dann hört man halt den Podcast.

Charlotte Theile

Charlotte lebt in Zürich – zusammen mit ihrem neuen Freund.

Marlies Seifert

Wie hat sich dein Leben seither verändert?

Für die erste Folge meines Podcasts habe ich einem Freund meine eigene Trennungsgeschichte erzählt. Ich habe einmal meine Version der Dinge geschildert – und danach wars irgendwie einfach gut. Das Gefühl, gehört worden zu sein, half mir, mit der Sache abzuschliessen. Es war ein enorm befreiendes Erlebnis, das sich auch auf andere Bereiche meines Lebens übertrug. Wenn du das für dich schwierigste Thema abgehakt und sogar zu etwas Gutem gemacht hast, dann ist auch alles andere plötzlich nicht mehr so schwer. Seit dem Podcast mache mir viel weniger Sorgen darüber, wie ich auf andere Menschen wirke. Ich verhalte mich natürlicher und bin auch viel mutiger geworden. Denn jetzt habe ich das Gefühl, dass ich schon weiss, was ich tue.

«Seit dem Podcast bin ich viel mutiger geworden»

Wann wusstest du, dass du deine Challenge gemeistert hast?

Vor einem Jahr habe ich eine Podcastfolge live vor Publikum aufgezeichnet. Helene, die an diesem Abend ihre Geschichte erzählte, rief mich am nächsten Tag an, um mir zu sagen, dass sie mit der Trennung jetzt Frieden geschlossen habe. Viele Protagonisten erleben das ganz ähnlich. Bei ihr war es aber faszinierend, weil sie vor unserem Gespräch noch sehr bitter und zornig gewesen war. Solche Erlebnisse machen mich schon stolz – und ich habe viel von meinen Gästen gelernt. Gleichzeitig merke ich, dass mich das Thema Trennung persönlich nicht mehr so stark beschäftigt. Ich empfinde es aber immer noch als grosses Privileg, dass mir Menschen so offen von ihren Beziehungen erzählen.

Charlotte Theile Kopfhörer

«Könnens die Freunde nicht mehr hören, dann hört man halt den Podcast.»

Marlies Seifert

Was können andere aus deiner Geschichte lernen?

Dass man weiss und akzeptiert, dass es im Leben nicht immer nur aufwärts geht und womöglich auch noch schwerere Herausforderungen auf einen zukommen. Ich habe aber auch gelernt, dass man aus einem Tiefpunkt sehr viel Stärke gewinnen kann. Man kann sich das so vorstellen wie eine frisch gemähte Wiese, auf die man bauen kann, was man möchte. Ich fand es überraschend toll, keine Verpflichtungen zu haben und einen Podcast genauso zu machen, wie ich es wollte.

Lerne noch weitere beeindruckende Frauen kennen auf Challenge Accepted.

Von Marlies Seifert am 16.09.2021
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