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Wie Priya Ragu trotz Widerständen Sängerin wurde

Weiter den Erwartungen der Eltern entsprechen oder auf die Musik setzen? Mit 30 kündigte Priya Ragu ihren Job - und wurde für ihren Mut belohnt! Heute hat sie einen Plattenvertrag in England und wird als zukünftiger Weltstar gehandelt. In der Rubrik «Challenge Accepted» erzählt Priya, wie sie für ihren Traum gekämpft hat.

Priya Ragu

Priya Ragu beweist: Mut haben lohnt sich. Mit 35 verdient sie ihr Geld endlich als Sängerin.

Marlies Seifert

Schon als Mädchen wollte Priya Ragu Sängerin werden. Ihre traditionelle Erziehung und ihre Selbstztweifel hielten die St. Gallerin mit sri-lankischen Wurzeln lange davon ab, ihren Traum zu verwirklichen. Mit 30 fällte sie schliesslich den Entscheid, der ihr ganzes Leben verändern sollte: Sie kündigte ihren Job und wanderte für ein halbes Jahr nach New York aus. Es hat sich gelohnt: Heute hat sie einen Vertrag mit einem Major-Label im Sack und wird als nächster grosser Star gehandelt. Wie sie das geschafft hat, erzählt die 35-Jährige im «Challenge Accepted»-Interview.

Lerne noch weitere beeindruckende Frauen kennen auf Challenge Accepted.

Priya, was war deine grösste Challenge?

Auf mich selbst zu hören und meinen Weg zu gehen. Alles fing damit an, dass mein Vater mit meinem Bruder und mir eine Band gründete, als wir noch Kinder waren. Mein Bruder spielte Keyboard, mein Vater Tabla, eine nordindische Trommel, und ich sang. Als mein Bruder später eigene Bands gründete, wuchs auch bei mir der Wunsch nach einer Musikkarriere. Meine Eltern unterstützten das allerdings nicht. Die südostasiatische Kultur ist recht konservativ, da werden andere Dinge erwartet: eine gute Ausbildung, ein sicherer Job, heiraten, Kinder. Ich habe zwar heimlich weitergesungen, trotzdem hat mich vieles davon abgehalten, meinen Traum zu verwirklichen. Mit Songs auf Englisch ist es schwierig auf dem Schweizer Markt. Dazu bin ich noch dunkelhäutig – was ist da meine Zielgruppe? Eigentlich sprach alles gegen eine Musikkarriere, und so bin ich irgendwann unsicher geworden, habe meinen Wunsch unterdrückt. Ich habe mir eingeredet, dass es mir doch eigentlich gut geht mit meinem gemütlichen Leben.

«Ich habe mir eingeredet, dass es mir doch eigentlich gut geht mit meinem gemütlichen Leben.»

Was war der Wendepunkt, der alles verändert hat?

Mit 30 verliebte ich mich in jemanden, der mir sagte, ich würde mich eh nie trauen, auf die Musik zu setzen. Da dachte ich: Warts ab! Ich sparte Geld, kündigte meinen Job in der Buchhaltung und ging nach New York, um Songs aufzunehmen. Ich sagte mir: Jetzt gibst du dieser Sache eine Chance, das schuldest du deinem Talent. Auch wenn es wahrscheinlich nicht klappt, hast du es wenigstens probiert. Rückblickend war das ein krasser Entscheid. Ich habe in New York die meiste Zeit mit Kaffee trinken verbracht, bis ich mich im letzten Monat im Studio einschloss und mit rund 10 Song-Ideen nach Hause flog. In der Schweiz habe ich wieder einen Bürojob angenommen und nebenbei meinen ersten Song fertiggestellt. Er wurde sofort auf SRF3 gespielt, und alles nahm seinen Lauf. Ich glaube an eine höhere Macht. Ich glaube, das Universum wollte, dass ich wenigstens einen Song rausbringe.

«Challenge Accepted» – Die Serie

Die Frauen in unserer Interview-Serie haben eines gemeinsam: Sie haben eine grosse, persönliche Herausforderung gemeistert – und sind dabei auf beeindruckende Weise über sich hinausgewachsen. Hier erzählen sie ihre inspirierenden Geschichten. 

«Challenge Accepted» entsteht gemeinsam mit unserem Partner Toyota. Auch Toyota ist stets bestrebt, mit neuen Innovationen das scheinbar Unmögliche zu erreichen. Eines der gesetzten Ziele: bis 2025 die breiteste Fahrzeug-Palette mit alternativen Antrieben auf dem Markt anzubieten. Warum bei Null aufhören, wenn man darüber hinausgehen kann? Erfahre mehr auf Toyota Beyond Zero.

Was hat dir auf deinem Weg geholfen?

Während der Zeit in New York habe ich viel an mir selbst gearbeitet. Ich führte Tagebuch, schrieb meine Unsicherheiten auf. Es war eine Art Selbsttherapie. Auch das Musikmachen ist eine Art Selbstfindungsprozess, der mir geholfen hat. In dem halben Jahr Auszeit musste ich mich ständig selbst herausfordern, aus meiner Komfortzone ausbrechen. Als Künstler entwickelst du deinen Geist ständig weiter, dazu hatte ich in einem geregelten Job gar keine Zeit.

Priya Ragu

Hoch hinaus: Durchstarterin Priya Ragu wird eine Weltkarriere prophezeit.

Marlies Seifert

Wie hat sich dein Leben seither verändert?

Seit einem Monat bin ich offiziell Musikerin von Beruf. Es fühlt sich immer noch komisch an, wenn ich das beim Zahnarzt ins Anmeldeformular schreiben muss (lacht). Ich habe einen Plattenvertrag mit einem Major Label in Grossbritannien und werde im Sommer auf grossen Festivals spielen. Zudem ist gerade meine neue Single «Kamali» erschienen. Das ist für mich alles noch ziemliches Neuland, und ich habe auch etwas Schiss. Aber ich muss jetzt einfach mir selber treu bleiben. Meine Eltern haben irgendwann aufgegeben und mich so akzeptiert, wie ich bin. Inzwischen sind sie unglaublich stolz, und mein Vater gibt mir sogar Feedback zu meiner Musik. Er sagts auch, wenn er was nicht gut findet. Für mich war es wichtig, den Segen meiner Eltern zu haben. Und unsere Beziehung ist heute sogar enger als früher, was ich extrem schön finde.

«In uns allen steckt viel mehr, als wir denken. Aber wir suchen aus Angst gerne Ausreden, um unser Potenzial nicht auszuschöpfen.»

Wann wusstest du, dass du deine Challenge gemeistert hast?

Als ich Nachrichten bekommen habe von Leuten, die mir sagten, wie sehr sie meine Songs berühren. Da habe ich gewusst: Ok, das ist das, worin ich gut bin. Und das ist das, was ich machen möchte. Zu hören, wie sich andere mit dem, was ich von Herzen mache, identifizieren können – das ist das Grösste! Musikerin zu sein macht mir einen Riesenspass. Auch wen ich sagen muss, dass ich es etwas unterschätzt habe. Da steckt richtig viel Arbeit dahinter. Und trotzdem: Zurück ins Büro will ich nicht!

Priya Ragu Talisman

«Ich glaube an eine höhere Macht.» Ein Talisman aus einem Tempel in Indien ist Priyas Glücksbringer.

Marlies Seifert

Was können andere aus deiner Geschichte lernen?

Limitiert euch nicht, und steht euch nicht selbst im Weg! In uns allen steckt viel mehr, als wir denken. Aber wir suchen aus Angst gerne Ausreden, um unser Potenzial nicht auszuschöpfen. Wir alle sind geboren, um etwas zu kreieren. Und wir alle sind zu Grösserem fähig. Gebt euch nicht zu früh zufrieden – das Leben hat so viel zu bieten!

Von Marlies Seifert am 8. Juli 2021 - 05:09 Uhr
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