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Mehr Abwechslung im Familienalltag

Fünf Alternativen zum ewigen «Nein»

Wenn Eltern zu ihren Kindern zu oft «Nein» sagen, verliert das Wort seine Wirkung. Darum schlagen wir euch Alternativen vor, die funktionieren.

Kind will mit Essen spielen

«Nein!» – aber warum eigentlich? Das bisschen Rumschmieren ist doch eigentlich gar nicht so schlimm.

Getty Images/Westend61

Selbstversuche von Eltern zeigen: In der Erziehung setzen viele Mamas und Papas das Wörtchen «Nein» inflationär ein. Mehr als 30 Mal am Tag «Nein» zu hören, ist für Kinder fast schon normal.

Wie schade! Denn uns Neinsagern geht ganz bestimmt ab und zu auch Spass verloren. Darum lassen wir uns von ein paar Ideen inspirieren, wie wir dieses nervige kleine Wörtchen im Erziehungs-Alltag ab sofort ersetzen können.

«Ja» statt «Nein»

Wenn euch das «Nein» schon auf der Zunge liegt – überlegt es euch doch einfach anders. Das Kind will in eine Pfütze springen? Wieso eigentlich nicht? Es kann sich zuhause ja wieder trocken anziehen. Oder es will jedes Spaghetti einzeln durch den Mund einsaugen? Klar, dafür gibts Piraten-Tage (das sind Tage, an denen die Kinder die Tischregeln bestimmen).

Positiver Nebeneffekt: Wenn der Wunsch des Kindes keine schlimmen Konsequenzen nach sich zieht, lasst doch einfach mal zu, dass es etwas ausprobiert. Das fördert nicht nur den Spass im Familienalltag sondern auch die kindliche Entwicklung. 

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Den Wunsch auf eigene Weise erfüllen

Kinder sind offen für Kompromisse! Man muss sich nur Zeit nehmen, um sie auszuhandeln. Ein Beispiel: Das Kind will Süsses. Ok! Ein reifer Apfel ist genauso süss wie Gummibärchen, einfach ein kleines bisschen gesünder. Wenn das Kind also zum Beispiel während dem Einkauf nach Zuckrigem verlangt, geht mit ihm zur Früchte-Abteilung und lasst es eine Frucht auswählen.

Positiver Nebeneffekt: Vielleicht lernt ihr dabei eine Köstlichkeit kennen, die ihr vorher noch nie gekostet habt.

Gefühle und Gründe formulieren

Natürlich hat man im Familienalltag nicht immer Zeit, ins Detail zu gehen. Dennoch fällt es einem Kind leichter, ein «Nein» zu akzeptieren, wenn es verstehen kann, wieso die Mutter oder der Vater seinen Wunsch oder sein Verhalten jetzt gerade nicht billigt.

Positiver Nebeneffekt: Wenn das Kind statt einer Absage eine Erklärung erhält und so den Zusammenhang verstehen kann, ist die Gefahr, dass sich die Situation wiederholt massiv kleiner, als wenn es mit einem eventuell aus Kindersicht nicht verständlichen «Nein» abgespeist wird.

 

Die Gunst der Stunde nutzen

Euer Kind will etwas von euch? Das ist DIE Gelegenheit für Deals. Formuliert euren Gegenwunsch und macht mit eurem Kind ab, dass beide erfüllt werden.

Positiver Nebeneffekt: Kinderzimmer räumen sich so wie von Zauberhand auf.

«Nein»-Situationen vermeiden

Wenn ihr euch selber ab eurem inflationären Gebrauch des Wörtchens «Nein» ärgert, analysiert die Situationen, in denen ihr es anwendet. Gerade Eltern von Kleinkindern können sich viele «Neins» ersparen, wenn sie ihre Wohnung kindersicher gestalten und der Nachwuchs gar nicht mehr in Situationen geraten kann, in denen er ermahnt werden muss.

Positiver Nebeneffekt: Wenn sich die «Nein»-Situationen im Alltag verringern, erhält das Wort seine Bedeutung zurück, wenn es doch einmal angewendet wird.

Von KMY am 22.04.2021
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