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  4. Kinder und Feuer: Die wichtigsten Tipps für die Sicherheit

Advent, Advent ...

Kerzen und Kinder unter einem Dach – so klappts!

Die Weihnachtszeit hat begonnen und mit ihr die Sorge vieler Eltern: Wie kriegen wir Kerzen und Kinder unter ein Dach, ohne das die Hütte abfackelt? Ein kleines Büchlein steht euch mit Rat und Tat zur Seite.

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Kein Tabu! Kinder können schon in jungen Jahren lernen, richtig mit Feuer umzugehen.

Getty Images

Weihnachtszeit ist für viele Eltern nicht nur wegen der Geschenke eine eher unentspannte Zeit, sondern vor allem auch, weil überall und immer eine Kerze brennt, vor der man Kinderhände schützen soll. Oder Wachs runtertropft, der den Holztisch versaut.

Aber keine Angst vor Flammen! Mit dem neu erschienenen «Füür-Büechli» des Vereins Eltern Lehre lernen Kinder zwischen zwei und sieben Jahren den gefahrlosen Umgang mit Feuer. Ganz spielerisch werden Themen rund um Funken, Flammen und Feuerwerk über Reime und Rituale vermittelt. Eine tolle Lektüre (nicht nur) im Advent – für Gross und Klein! Und zum Schluss gibts für kleine Feuer-Profis sogar ein Diplom.

Ein sicherer Umgang mit Feuer - die wichtigsten Punkte:

Das Büchlein hilft Kindern zu verstehen, dass Streichhölzer zwar kein Tabu sind, aber eben auch kein Spielzeug. Und dass man auch durch Unachtsamkeit mit einer Lupe einen Brand auslösen kann. Und es gibt Eltern wichtige Tipps für die Feuererziehung.

  • Verbote bringen nichts: Ein Tabu macht das «Bubele» erst richtig interessant. Wenn Verbote ausgesprochen werden, werden Kinder animiert, den Umgang mit Feuer heimlich auszuprobieren. Wie im Strassenverkehr ist es wichtig, dass Kinder den altersgerechten Umgang mit der Gefahr in Begleitung Erwachsener lernen.
  • Zeigt euren Kindern, wie es richtig geht: Nehmt euch Zeit, mit ihnen ein Streichholz anzuzünden. Oder ein Lagerfeuer zu entfachen. Haltet immer einen Eimer Wasser oder eine Löschdecke bereit. Und zeigt ihnen, wie sie Flammen gefahrenlos wieder löschen können.
  • Stellt klare Regeln auf: Zum Beispiel «Ich spiele nie mit Feuer oder einem Streichholz», «Ich experimentiere nur mit Feuer, wenn eine erwachsene Person anwesend ist», «Ich kremple meine Ärmel hoch und binde meine Haare zusammen» «Ich lasse Feuer nie unbeaufsichtigt», «Ein Eimer Wasser steht immer bereit»
  • Sicherheit geht vor: Die Buchautorin rät: «Auch wenn Sie den Umgang mit dem Feuer mit Ihren Kindern üben, bewahren Sie Streichhölzer, Feuerzeuge und brennbare Flüssigkeiten immer ausserhalb der Reichweite von Kindern auf.»
  • Vorbild sein: Wer achtsam mit Feuer umgeht, hat gute Chancen, dass sein Kind dieses Verhalten imitieren wird.
  • Schutzengel: Ein Rauchmelder kann im Notfall Leben retten.
  • Wenns brennt: Die Feuerwehr ist schweizweit unter der Notrufnummer-Nummer 118 erreichbar. Eine Nummer, die alle Familienmitglieder auswendig lernen sollten.
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Der Verein Eltern Lehre erarbeitet Erziehungsgrundlagen für mehr Gelassenheit im Familienalltag. Das «Füür-Büechli» von Marlies Bieri ist im Pixi-Format erschienen und gliedert sich in eine Reihe von handlichen Kinderbroschüren ein. Erhältlich sind auch das «Wander-Büechli», «Bewegigs-Büechli», das «Guet-Nacht-Büechli» und das «Znüni-Büechli».

ZVG
Von Sylvie Kempa am 03.12.2019
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