1. Home
  2. News
  3. Nach «Rust»-Tragödie: Alec Baldwin wollte komplett aufhören
Er spricht über tragischen Vorfall

Nach «Rust»-Tragödie: Alec Baldwin wollte komplett aufhören

Nach der tödlichen Schusswaffen–Tragödie am Set von «Rust» zog sich Alec Baldwin fast vollständig aus Hollywood zurück. Nun spricht der Schauspieler über seinen damaligen Wunsch, ganz aufzuhören.

Artikel teilen

Alec Baldwin am Set seines Films «Rust».
Alec Baldwin am Set seines Films «Rust». imago/ZUMA Wire

Alec Baldwin (68) hat selten so offen über seine Gedanken nach der «Rust»–Tragödie gesprochen wie jetzt. Beinahe hätte er sich demnach aus der Öffentlichkeit komplett zurückgezogen. «Ich will in Rente gehen und zu Hause bei meinen Kindern bleiben», erklärte der Schauspieler im Podcast «Awards Chatter» des «Hollywood Reporter» über seine Gedanken nach dem tödlichen Schuss. Am 21. Oktober 2021 wurde auf der Bonanza Creek Ranch nahe Santa Fe im US–Bundesstaat New Mexico die Kamerafrau Halyna Hutchins (1979–2021) bei Dreharbeiten zu dem Western «Rust» erschossen.

Ein Schuss aus einer Waffe, die Baldwin als Hauptdarsteller und Produzent in der Hand hielt – und die laut des Regieassistenten als sogenannte «cold gun», also nicht scharf geladen, übergeben worden war. Regisseur Joel Souza (52) wurde dabei verletzt. Baldwin selbst bestand stets darauf, den Abzug nicht betätigt zu haben, die Kugel hätte sich ohne sein Zutun gelöst. Ein Sachverständigengutachten aus dem Jahr 2023 kam jedoch zu einem anderen Ergebnis.

Jahrelanger Justizmarathon

Was folgte, war ein zermürbender Rechtsstreit. Im Januar 2023 erhob die Staatsanwaltschaft in New Mexico erstmals Anklage wegen fahrlässiger Tötung – liess sie im April desselben Jahres jedoch fallen. Im Januar 2024 folgte erneut eine Anklage, und drei Tage nach Prozessbeginn im Juli 2024 stellte die Richtering das Verfahren ein, weil die Staatsanwaltschaft der Verteidigung Beweismittel vorenthalten hatte. Die Staatsanwaltschaft zog ihre Berufung im Dezember 2024 zurück.

Baldwin selbst beschreibt diese Zeit als eine grosse Belastung. «Es hat mich in jeder Hinsicht getroffen – finanziell, beruflich, meine Frau, meine Kinder, meine Gesundheit. Ich war so krank», sagte er im Podcast. «Sie haben versucht, mich zu kriegen, und sie haben es nicht geschafft, aber sie haben dabei Recht gebrochen.» Dreieinhalb Jahre sei er kaum aus dem Haus gegangen, habe kaum Rollen angenommen, habe sich stattdessen um seine Kinder gekümmert. «Ich habe mich daran gewöhnt und ich will mein Haus nicht mehr verlassen. Ich will nicht mehr arbeiten. Wirklich nicht.»

Von SpotOn vor 1 Stunde