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«Bling Empire»-Star Anna Shay

Die neue Netflix-Königin

Sie ist 60 Jahre alt, 600 Millionen US-Dollar schwer – und räumt ihren Schuhschrank, wenn sie betrunken ist, schon mal mit dem Vorschlaghammer auf: Anna Shay, heimlicher Star der Reality-TV-Show «Bling Empire». Die Frau, die über sich selbst vor der Kamera sagt, dass sie «vier tolle Ehen und vier tolle Scheidungen» hatte, mauserte sich in der Netflix-Serie über die wohlhabende asiatische Elite von L. A. binnen kürzester Zeit zur Kultblondine. Shay hat Cash, liefert Trash – und der ist vom Allerfeinsten.

Anna Shay the Bling Empire Anna Shay in episode 7 “Kevin and Kane Take Charleston” of Bling Empire: Season 1. c. Courtesy of Netflix © 2021

Sie ist die neue Netflix-Königin: Anna Shay. 60 Jahre alt und 600 Millionen Dollar schwer.

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Ihre späte TV-Karriere verdankt die schwerreiche Lady dem Produzenten der Reality-TV-Kultserie «Keeping Up With the Kardashians». Jeff Jenkins habe sie quasi «angestupst» bei «Bling Empire» mitzumachen. Ehe Anna Shay allerdings vor der Kamera zum Star wurde, arbeitete sie als Assistentin für eine von Jenkins Shows. «Und plötzlich sass ich selbst vor der Kamera. Das war anfangs schwierig, denn ich bin wirklich ziemlich schüchtern. Aber ich habe nicht weiter darüber nachgedacht, besonders in meinem Alter», verriet sie gegenüber OprahMag.com.

Und worum geht’s im «Klunkerimperium»? Kurzum: Die Kameras sind immer hautnah dabei, wenn Anna Shay und ihre Clique asiatisch und asiatisch-amerikanischer Superreicher bei ihrem Protzleben in Los Angeles Geld verpulvern und exzentrische Partys feiern, bei denen statt Champagner-Flaschen Botox-Spritzen in den Eiskübeln lagern.

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Dass Anna Shay für Jenkins arbeitet ist quasi ein reiner Freundschaftsdienst, denn Geld verdienen, das hat die Tochter eines international agierenden Waffenhändlers gar nicht nötig. Ihr Vater Edward Shay, 81, ein gebürtiger Japaner, gründete 1955 das Unternehmen Pacific Architects and Engineers, das unter anderem mit der CIA Geschäfte machte. Er starb 1995 und hinterliess seiner Tochter Anteile an der Firma, die sie 2006 verkaufte – und die ihr über Nacht eine halbe Milliarde US-Dollar in die Kasse spülten.

Das dürfte ganz im Sinne ihres Vater sowie ihrer Mutter Ai-San Shay, einer gebürtigen Russin, gewesen sein. Vor allem ihr Dad wollte nicht, dass Anna arbeitet. Statt dessen setzt sie sich für die Shay Foundation ein, einer Stiftung, die Projekte in den Bereichen Musik, darstellende Kunst und Bildung unterstützt.

(L-R) Christine Chiu, Anna Shay, Cherie and Kelly Mi Li in episode 7 “Kevin and Kane Take Charleston” of Bling Empire: Season 1. c. Courtesy of Netflix © 2021

Anna inmitten ihrer asiatischen Freundinnen-Clique von Superreichen.

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Der Lebensstil von Anna Shay kann sich durchaus sehen lassen. Sie bewohnt als Singlefrau in Los Angeles ein 16-Millionen-Anwesen am berühmten Sunset Boulevard. Die 900 Quadratmeter grosse Villa bietet fünf Schlaf- und Badezimmer sowie separate Gästezimmer. Umgeben ist das weitläufige Herrenhaus, das 1926 erbaut wurde, von einem parkähnlichen Gelände mit unzähligen ausgewachsenen Palmen, gepflegten Rasenflächen und Springbrunnen. Eine Garage bietet zudem Platz für vier Autos. Sportlich fit halten kann sich Anna entweder auf ihrem Paddle-Tennisplatz oder beim Schwimmen im Pool.

Ansonsten verbringt die schwerreiche Anna ihre Tage damit, zu shoppen. Dafür muss sie noch nicht einmal ihr Haus verlassen. Denn die Dior-Verkäufer rücken mit ganzen Kleiderstangen voller Luxusfummel bei Shay daheim an. Andererseits ist die Millionen-Erbin auch sehr freigebig. So kann es vorkommen, dass sie für 3000 Dollar Lebensmittel einkauft, ihren Kofferraum damit vollstopft, um die Waren anschliessend zu verschenken.

Bis zum Start von «Bling Empire» Mitte Januar lebte die Kultblondine eher zurückgezogen und über sie war kaum etwas bekannt. Das dürfte sich mit dem Erfolg der Netflix-Serie schnell ändern. Bekannt ist sonst nur, dass sie einen 27-jährigen Sohn hat: Kenny Kemp, der für eine äusserst skurille Cannabis-Pfeifen-Sammlung berüchtigt ist.

Dass Anna inzwischen auf der Strasse erkannt wird, zeigt eine Anekdote, die ihr kürzlich passierte: Sie hatte vergessen ihr Auto aufzutanken und war wenige Meter vor der nächsten Tankstelle stehen geblieben. Als sie jemanden rufen wollte, der ihr helfen sollte, den Wagen die paar Meter zur Zapfsäule zu schieben, kam zwar ein junger Mann auf sie zu, doch statt zu helfen, habe er lediglich gesagt: «Ich möchte ihnen nur sagen, ich bin so ein Fan!» Dann liess er die verdutzte Anna stehen. Vielleicht hätte sie mit ein paar Dollar-Scheinen winken sollen...

Von René Haenig am 29.01.2021
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