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Vom Journi zum Superfan und zurück

Meine fünf Minuten mit Nikolaj Coster-Waldau

«Game of Thrones»-Star Nikolaj Coster-Waldau machte für das ZFF halt in Zürich und gab erste Interviews zu seinem neuen Film «Suicide Tourist». Unsere Redaktorin, ein riesen «GOT»-Fan, war zum Interview geladen und versuchte professionell zu bleiben. Vergebens.

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Nikolaj Coster-Waldau macht Werbung in Zürich für seinen neuen Film – und unsere Redaktorin ganz nervös. 

Getty Images
Berit-Silja Gründlers
Berit-Silja Gründlers

Wie ihr vielleicht wisst, sind auch wir Journalisten nur Menschen. Und auch wir werden unglaublich nervös, wenn wir jemanden gegenüberstehen, den wir bis anhin nur aus der Ferne bewundert haben. 

So geschehen heute Samstag im Zürcher Hotel Atlantis. Nervöse Journalistin: ich. Mensch, den bis anhin ich aus der Ferne bewunderte: Nikolaj Coster Waldau, 47, oder auch Jaimie Lannister!

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Nikolaj Coster-Waldau als Jaimie Lannister in «Game of Thrones».

HBO
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Ganze fünf Minuten nur Nikolaj und ich

Wie ich schon das ein oder andere Mal erwähnt habe, bin ich ein grosser, ja sogar monstergrosser, «Game of Thrones»-Fan. Ich habe alle Folgen dreimal gesehen und auch das bescheidene Finale konnte meine Liebe zur Saga nicht zerstören. 

Und dann das: Nikolaj Coster-Waldau lädt zum Interview für seinen neuen Film «Suicide Tourist», der am 27. Februar in die Schweizer Kinos kommt. Ganze fünf Minuten habe ich also allein mit Jaimie Lannister. Nur ich und Nikolaj. Naja, plus der Regisseur Jonas Alexander Arnby, drei Kameras, vier Kameraleute und eine Presseverantwortliche. Details.

Ich breche einen Journalisten-Kodex

Aber natürlich hat auch ein Superfan eine gewisse Berufsehre. Also bereite ich mich Wochen vorher auf die wildesten fünf Minuten meines Lebens vor: Schaue «Suicide Tourist», überlege, recherchiere. Aber nehme mir eines fest vor: Für einen Lannister breche ich einen Journalisten-Kodex und frage nach einem Selfie.

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Der Schauspieler: Professionell. Die Journalistin: Nervös.

ZVG

«Can we take a selfie»

Dann steht er vor mir: Gross, Drei-Tage-Bart und freundlich lächelnd, Jaimie Lannister. «Fehlt nur das Schwert», scherzt sein Regisseur. Ich gackere, Coster-Waldau findet's mittelwitzig. Das Eis ist nicht gebrochen, sondern zieht über meinen Rücken, als wenn mir ein White Walker im Nacken sitzt.

Egal, nervös wie ein ABC-Männchen vor dem ersten Schultag stottere ich etwas von «Love your work». Dann nehme ich meinen ganzen Mut zusammen und frage: «Can we take a selfie?» Natürlich können wir. 

Coster-Waldau legt seinen rechten Arm um mich und mir schiesst durch den Kopf: «Krass, er hat beide Hände!» Das ist der Moment, in dem ich meinen inneren Nerd vom eskalieren abhalten muss. Atmen, lächeln, atmen, lächeln. Endresultat: Ich habe ein Selfie, auf dem nur der Schauspieler gut aussieht.

Dann ziehe ich meinen Journi-Hut auf, stelle meine Fragen, Coster-Waldau antwortet professionell, humorvoll und ausführlich. Ich sitze, nicke und frage nach. Vollprofi. All derweil hüpft in meinem Kopf ein kleiner, aufgeregter Nerd rum und brüllt: «The things we do for love.»

Was Nikolaj Coster-Waldau und Regisseur Jonas Alexander Arnby zu ihrem Film «Suicide Tourist» zu sagen haben, lest ihr im Februar an dieser Stelle.

Von Berit-Silja Gründlers am 05.10.2019
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