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#blacklivesmatter

So könnt ihr der Protestbewegung helfen

Trotz der Gefahr durch Corona gehen die Menschen auf die Strassen und demonstrieren gegen Gewalt an Schwarzen. Doch was könnt ihr noch tun, um das Anliegen der Protestierenden zu unterstützen? Wir zeigen euch die wichtigsten Möglichkeiten auf.

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Eine Protestantin in Sydney, Australien. 

Getty Images

Die gewaltsame Tötung des Amerikaners Georg Floyd, ✝ 46, durch rassistische Polizeigewalt hinterlässt Menschen weltweit fassungslos. Besonders in den USA, aber auch in Australien, Deutschland und der Schweiz demonstrieren Tausende, trotz Versammlungsverboten, gegen Gewalt und Ungerechtigkeit an Schwarzen. 

Doch was könnt ihr tun, wenn ihr euch an die Corona-Vorschriften halten wollt? Welche Möglichkeiten ihr habt, um den Protestierenden in Amerika zu helfen?

Unterzeichnet die Petition

Die Petition «Justice for George Floyd» fordert, dass die Polizisten, die an der Tötung von George Floyd beteiligt waren, des Mordes angeklagt werden, ihre staatlichen Renten gestrichen werden und sie nie wieder als Polizeibeamte arbeiten dürfen. Insgesamt haben bereits rund 12 Millionen Menschen (Stand 2. Juni 15.00 Uhr) unterschrieben und erreicht, dass Derek Chauvin, der Floyd sein Knie auf den Hals presste, wegen Mordes dritten Grades und Totschlags angeklagt wird. 

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Die drei Polizisten, die ebenfalls anwesend waren, von denen sich zwei je auf Floyds Rücken sowie seine Beine knieten und einen Passanten davon abhielt, Floyd zu helfen, sehen sich bis anhin (Stand 2. Juni 15.00 Uhr) noch keinen Anklagen ausgesetzt. Die Petition fordert, dass auch sie mit rechtlichen Konsequenzen wegen ihrer Teilnahme und Mitwirkung am Tod von George Floyd rechnen müssen.

Spenden

Der Minnesota Freedom Fund sammelt Gelder, um die Menschen, die im Zuge der aktuellen Demos verhaftet worden sind, wieder aus dem Gefängnis zu bekommen. Allerdings gab die Organisation bekannt, dass ihr Bedarf erst einmal gedeckt ist und empfiehlt, die Angehörigen Floyds zu unterstützen.
https://minnesotafreedomfund.org/donate

George Floyds Bruder Philonise eröffnete ein Spendenkonto, um die Kosten für die Beerdigung, Trauerarbeit aber auch für die kommenden Gerichtskosten zu decken. Die Familie des Getöteten will gegen die Polizei von Minneapolis vor Gericht gehen. Ausserdem kommt ein Teil der Spenden der Ausbildung der Kindern George Floyds zu Gute. 
https://www.gofundme.com/f/georgefloyd

Besonders in Minnesota, wo George Floyd lebte und nun in seinem Gedenken protestiert wird, leiden die ohnehin schon armen Viertel unter dem teilweise herrschenden Vandalismus. «Reclaim the Block» setzt sich dafür ein, dass die Infrastruktur in diesen Nachbarschaften schnell wieder aufgebaut werden kann. 
https://secure.everyaction.com/zae4prEeKESHBy0MKXTIcQ2
 


 

Setzt Druck auf

Wenn ihr Freundinnen oder Freunde, Familie oder Menschen in Minnesota, insbesondere in Minneapolis, kennt, können diese den zuständigen Staatsanwalt und den Bürgermeister der Stadt Minneapolis anrufen und Gerechtigkeit fordern. Die Organisation «Black Lives Matter» empfiehlt ausserdem, für Menschen ausserhalb der USA, dass sie Mails und Briefe an die beiden Offiziellen schreiben, um den Druck zu erhöhen. Sie stellt dafür zwei Vorlagen zur Verfügung.

Staatsanwalt des Staates Minnesota
Mike Freeman
Telefonnummer +1 612 348 5550
E-Mail: citizeninfo@hennepin.us 

Hello, my name is [name]. 

I’m emailing because I demand accountability for the racist murder of George Floyd. I demand that you press charges against all of the officers involved in the incident, including Derek Chauvin and Tou Thao. George Floyd should be alive today, and all cops involved must be held accountable for his murder, in order to get justice for George’s family and prevent this brutality and violence from happening in the future. Thank you.

Bürgermeister der Stadt Minneapolis
Jacob Frey 
Telefonnummer: +1 612 673 2100 
E-Mail: Jacob.Frey@minneapolismn.gov 

Hello, my name is [name]. 

I’m emailing because I demand accountability for the racist murder of George Floyd. I urge you to defund the Minneapolis Police Department during the special budget session and instead invest in community programs that will help reduce the amount of violence in Minneapolis. George Floyd should be alive today, and we must start providing more support towards community efforts in order to prevent this brutality and violence from happening in the future. Thank you.

Von Berit-Silja Gründlers am 02.06.2020
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