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Sie hüllte sich lange in Schweigen

Was hält Meghan vom Abtreibungsverbot in den USA?

Die Welt ist in Aufruhr, der Supreme Court in den USA hat entschieden, dass in diversen Staaten Abtreibung illegal gemacht werden darf. Auch zahlreiche Prominente zeigen sich empört und wütend über diese Entscheidung – nur die sonst so engagierte Meghan Markle hielt sich bisher vornehm zurück – bis jetzt.

Meghan Markle

Meghan schwieg vorerst über das Abtreibungsgesetz.

WireImage,

Meghan Markle (40) kann es der Welt nicht recht machen. Redet sie zu viel, erntet sie dafür Kritik, schweigt sie, ist es auch wieder nicht richtig. Das bekommt die Ehefrau von Prinz Harry (37) jetzt mal wieder zu spüren, denn während scheinbar die ganze Welt ihrem Unmut über das Abtreibungsgesetz in den USA Luft macht, schlägt einem aus Montecito eine Welle des Schweigens entgegen. Was ist denn da plötzlich los? Sonst hatte Meghan doch auch nie ein Problem damit, ihre politische Meinung zu äussern und sich für diverse Polit-Themen zu engagieren, obwohl Mitglieder des Königshauses eigentlich nicht öffentlich solch kritischen Angelegenheiten Stellung beziehen. 

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Der Supreme Court, also der Oberste Gerichtshof in den USA hat vergangenen Freitag beschlossen, das Abtreibungsgesetz nach 50 Jahren als Teil des Grundrechtes abzuschaffen. Als Folge davon machten 13 Staaten es illegal, eine Abtreibung vorzunehmen, ganz egal, was die Hintergründe dafür sind – weitere Staaten werden erwartet, nachzuziehen.

Es ist ein Thema, das die Welt bewegt und gerade von einer öffentlichen Person wie Meghan Markle, die sich gerne damit brüstet, engagiert zu sein und sich für soziale Zwecke einzusetzen, wird eigentlich erwartet, dass sie sich zu der Situation äussert. Nimmt sie es plötzlich ernst, dass sie als angeheiratete Herzogin sich nicht unbedingt in politische Thematiken einmischen sollte? Das wäre ein denkbar schlechter Zeitpunkt, sich zu so einer Entscheidung hinreissen zu lassen, denn auch wenn sie in Kalifornien lebt, wo das Gesetz noch in Kraft ist, betrifft das Verbot doch das ganze Land, in dem sie mit ihrer Familie, darunter ihrem Sohn Archie (3) und ihrer Tochter Lilibet (1) lebt. 

Sie liess sich Zeit

Aber nein, natürlich meldet sich Meghan zu der Angelegenheit zu Wort, denn auch sie lässt es natürlich nicht kalt – als Frau und als Mutter. Meghan musste sich wohl einfach erst einmal Zeit nehmen, um ihre Gedanken zu sammeln. In einem Gespräch mit Gloria Steinem sprach die Schauspielerin mit der amerikanischen Ausgabe der «Vogue» nun über Abtreibung und den Entscheid des Supreme Court und sagt: «Was sagt uns das [die Entscheidung des Supreme Court]? Es sagt uns, dass unsere körperliche Unversehrtheit nicht wichtig ist und dass wir folglich auch nicht wichtig sind. Aber das sind wir. Frauen sind wichtig!»

 

Ausserdem sieht Meghan Markle für farbige Frauen in jenen Staaten, die Abtreibung nun illegal gemacht haben, ein grosses Problem, denn wie es in dem Interview heisst, soll die Sterberate bei schwarzen Frauen in den USA höher sein als bei weissen. Ob das Abtreibungsverbot damit für diese Frauen nun grössere Gefahren darstellt? «Diese Probleme liegen im System, sind miteinander verknüpft und vermeidbar. Farbige Frauen und insbesondere Schwarze Frauen sind von diesen Entscheidungen am stärksten betroffen, weil die meisten von uns nicht den gleichen Zugang zu Gesundheitsversorgung, wirtschaftlichen Möglichkeiten, psychischen Ressourcen haben... die Liste geht weiter. Man kann gar nicht hoch genug einschätzen, welche Folgen diese Entscheidung für diese Gemeinschaften haben wird», sagt Meghan.

Die Ehefrau von Prinz Harry ruft also dazu auf, jetzt aktiv zu werden, wenn man etwas verändern will. Denn wie viele Frauen weltweit verspürt auch sie eine grosse Wut, doch sie weiss, wie sie damit umgehen muss: «"Wenn man Wut hat, muss man diese Energie in etwas stecken, das einen Wandel bewirkt. Das ist es, was Aktivismus ausmacht. Es geht darum, wie wir uns zeigen.»

Von san am 30. Juni 2022 - 06:09 Uhr
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