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  4. Wird Queen Elizabeth II. mit 95 Jahren zu alt für ihre Aufgabe als Königin?

Die Monarchin ist 95 Jahre alt

Wieso fällt der Queen das Altern so schwer?

Die Sorgen um Queen Elizabeth II. werden immer grösser, denn sie selbst wird immer älter – und über ihren Gesundheitszustand wird derzeit gerätselt und gebangt. Doch wahr haben möchte die Monarchin das anscheinend nicht. Warum aber fällt es der Queen so schwer, sich mit ihrem stolzen Alter von 95 Jahren abzufinden?

Queen Elizabeth II.

Die Queen spürt langsam ihr hohes Alter – abfinden will sie sich damit aber nicht.

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Wer wünscht sich nicht, ein Heilmittel gegen das Altern zu finden? Einen Jungbrunnen, der verhindert, dass unser Geist und Körper schwächer werden und wir ewig jung bleiben können? Altern ist mit Sicherheit keine schöne Angelegenheit, aber leider eine unvermeidbare.

Das muss langsam auch Queen Elizabeth II. (95) feststellen, um die man sich in letzter Zeit immer mehr Sorgen machen muss. So konnte sie schon nicht am Commonwealth Day teilnehmen und ob sie an der Gedenkfeier für ihren verstorbenen Ehemann, Prinz Philip († 99), anwesend sein wird, ist bisher noch zu bezweifeln. Auch sonst kommt es immer häufiger zu Terminabsagen von Seiten der Monarchin und nicht mal mit ihren geliebten Corgis kann sie mehr alleine Spazieren gehen. 

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Seit 70 Jahren sitzt die Queen bereits auf dem britischen Thron und ist damit Rekordhalterin. Fast ihr gesamtes Leben lang verpflichtete sie sich dieser einen Rolle: Königin von Grossbritannien. Dass sie nun viele ihrer Pflichten nicht mehr erfüllen kann, fällt ihr bestimmt nicht leicht. Denn, wer ist die Queen, wenn sie nicht mehr Königin sein kann?

Hilfe annehmen

Dass es ausgerechnet der Queen so schwer fällt, ihr Alter zu akzeptieren, ist laut Peter Burri Follath von Pro Senectute nicht weiter erstaunlich. Denn obwohl Frauen in der Regel weniger Mühe damit haben, pensioniert zu werden, tun sich «Menschen in Machtpositionen […] meistens schwerer damit, älter zu werden und kürzer treten zu müssen, da damit auch der Verlust von Einflussnahme einher geht.» Denn Personen in solchen Positionen identifizieren sich meist stark über diese Rolle, «weshalb es ihnen schwer fällt zu akzeptieren, dass sie älter werden und ihre körperliche Leistungsfähigkeit abnimmt», so Follath weiter.

In der Gesellschaft ist der Gedanke des alten, gebrechlichen Menschen eher negativ konnotiert. Die Alten sind, betrachtet man die kulturhistorische Ansicht näher, angeblich zu nichts mehr zu gebrauchen und werden aufs Abstellgleis gestellt.

Wenn jemand sein Leben lang also eine wichtige Rolle für die Gesellschaft gespielt hat, wie etwa die Queen, bekommen diese Menschen möglicherweise auch Angst davor, nach ihrer Pensionierung oder sobald ihre körperlichen oder geistigen Fähigkeiten sie stark einschränken, nichts mehr wert zu sein und von der Gesellschaft nicht mehr beachtet, ja vielleicht sogar vergessen zu werden. 

Was kann man also tun, um über die Zeit das Älterwerden besser zu akzeptieren, wenn man es schon nicht verhindern kann? «Wenn die Rolle im Job durch die Pensionierung wegfällt, werden soziale Kontakte und das persönliche Umfeld viel wichtiger. Ein gutes soziales Umfeld macht es viel einfacher die neue Rolle im Pensionsalter zu akzeptieren,» so der Experte.

Akzeptanz ist laut Follath die Basis für ein zufriedenes Leben. Fehlt diese Akzeptanz, dass man älter und gebrechlicher wird, werde es schwierig, mit dem eigenen Leben zufrieden zu sein. 

Queen Elizabeth II. und Prinz Charles

Die Queen hat Prinz Charles gut auf die Rolle als König vorbereitet – und er schätzt ihre Meinung nach wie vor.

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«Long live the Queen!»

Es sei zudem wichtig, Hilfe anzunehmen, wenn man diese benötige. Denn letztlich ist niemandem geholfen, wenn jemand wie die Queen Hilfe braucht, aber zu stolz ist, danach zu fragen oder diese anzunehmen, wenn sie ihr angeboten wird. Da würde sich auch die Königin von Grossbritannien keinen Zacken aus der Krone brechen. Aber es ist dennoch verständlich, dass sie mit ihrer Gebrechlichkeit hadert und sich diese nicht wirklich eingestehen will, denn sie war schliesslich für sieben Dekaden das starke Oberhaupt des britischen Königshauses, ihrem Land verpflichtet und ihren Untertanen treu ergeben.

Aber es ist auch für eine Queen Elizabeth II. keine Schande, zu akzeptieren, dass man mit 95 Jahren unter Umständen nicht mehr so fit ist wie mit 50 und hier und da doch Hilfe braucht. Und mit ihrem Sohn und Thronfolger Prinz Charles (73) hat sie einen würdigen Nachfolger, der sich stets bemühen wird, ihr Vermächtnis weiter zu tragen und seine Mutter stolz zu machen. Und jetzt ist die Queen ja noch da, jetzt hat sie es noch in der Hand, Charles bestmöglich auf seine Rolle als König vorzubereiten und das Zepter peu à peu an ihn abzugeben.

Bis es aber so weit ist, sagen wir «Long live the Queen!»

Von san am 17. März 2022 - 06:09 Uhr
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