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  4. Ihre Stars – Die Haustiere von Glössner, Burkart und Co.

Stars auf vier Pfoten

Diese Haustiere stehlen den Promis glatt die Show

Mindy, Chili, Milly, Paul heissen die Haustiere der Promis. Bei wem sich Hund und Katz ­bestens verstehen, wer richtig Schwein hat und wo es einen tierischen Rekord zu melden gibt.

Promihaustiere: Heidi Maria Gloessner mit ihren zwei Katzen Chilli und Chloe Weihnachten 2021 Promis mit ihren Haustieren Bern 2021 Fotos: Geri Born

«Auch wenn sie lieb schauen, sehen sie zornig aus»: Heidi Maria Glössner mit Chili und Wanda zu Hause in Bern.

Geri Born
«Erziehen liegt mir nicht, weder bei Menschen noch bei Katzen»

«Dogs have owners, cats have staff» – dieses englische Sprichwort passt haargenau zu Wanda und Chili, die seit sieben Jahren das Reich von Heidi Maria Glössner, 78, in Bern regieren. «Ich bin die Angestellte meiner Katzen», sagt die Schauspielerin lachend. Und die beiden Maine Coons äussern sich dezidiert. Wenn Wanda etwa durstig ist, sitzt sie neben den Wasserhahn der Badewanne und miaut. «Lasse ich sie warten, schlägt sie einen Kommandoton an und schreit locker mal zehn Minuten», sagt Glössner. «Aus dem Schälchen trinkt sie nur im Notfall.»

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Schauspielerin Heidi Maria Glössner, 78, mit ihren Maine-Coon-Katzen Wanda und Chili, beide 9

Promihaustiere: Heidi Maria Gloessner mit ihren zwei Katzen Chilli und Chloe Weihnachten 2021 Promis mit ihren Haustieren Bern 2021 Fotos: Geri Born

Die Maine-Coon-Katzen Wanda (l.) und Chili brauchen viel Zuneigung von Frauchen Heidi Maria Glössner.

Geri Born

Der zwölf Kilo schwere Chili hingegen passt nicht durchs Katzentürchen. Darum muss ihn Glössner persönlich rein- und rauslassen und darf dabei ja nicht seinen buschigen Schwanz einklemmen. Vor ein paar Jahren hat sie im «Guinnessbuch der Rekorde» gelesen, dass der längste je gemessene Katzenschwanz bei 44,66 Zentimetern liegt. Daraufhin prüfte sie bei Chili nach – und kam auf eine Länge von 50 Zentimetern! Die Welt weiss (noch) nichts von diesem Rekord, aber der Stolz seiner Besitzerin ist Chili gewiss.

Es störe sie nicht, die Bedienstete zu spielen: «Mein Beruf ist es, mich in andere hineinzuversetzen, darum liegt mir das Erziehen nicht, weder bei Menschen noch bei Katzen.» Wanda und Chili danken es ihr mit viel Zuneigung. Manchmal, wenn Heidi Maria Glössner auf dem Sofa sitzt und die beiden streichelt, wird sie ein bisschen traurig. Weil sie dann an all die Katzen denkt, die es nicht so gut haben wie ihre «Schnügel». «Dann streichle ich sie stellvertretend für all die armen Katzen auf dieser Welt.»

Manu Burkart, 44, Comedian, mit Frau Michèle, 36, und Hausschwein Milly, 2

Manu und Michèle Burkart

Schwein gehabt! Divertimento-Star Manu Burkart mit seiner Frau Michèle und Hausschwein Milly in deren Stall.

Kurt Reichenbach
«Sie lieben es, am Bauch gekrault zu werden»

Elf Haustiere tummeln sich bei Familie Burkart im Zürcher Oberland: ein Hund, eine Katze, ein Stall voll Hühner, eine Schlange und die gut zweijährigen Schweine Emma und Milly. «Wir haben an einem Kindergeburtstag solche Säuli gesehen und fanden, die passen zu uns», erzählt Michèle Burkart, 36. Sie ist mit vielen Vierbeinern aufgewachsen und hat laut ihrem Mann Manu, 44, «ein riesengrosses Herz für Tiere». Milly und Emma wohnen allerdings nicht mehr im Haus, sondern in einem Stall im Garten, um den sie regelmässige Spritztouren unternehmen dürfen. «Sie sind sehr lieb und zahm, sie drinnen zu halten, wäre aber nicht artgerecht», erklärt Michèle.

Denn obwohl die Tiere sehr sauber sind, lieben sie es, draussen im Dreck zu wühlen. Schweine sind eigentlich Fluchttiere. Aber wenn sie jemanden kennen, werden sie sehr zutraulich. «Sie lieben es, hinter den Ohren und am Bauch gekrault zu werden», sagt Michèle, «und wenn sie sich vor einem auf den Boden werfen, ist das ein riesiger Vertrauensbeweis.» Ausserdem sind sie sehr schlau. So hören Milly und Emma auf ihre Namen und lernen sehr schnell Tricks, zum Beispiel Männchenmachen. Gefüttert werden sie nach einem strengen Essplan, damit sie alle Vitamine und Mineralstoffe bekommen, die sie brauchen: Gemüse, Früchte und Körner, dazu einmal pro Woche Quark und Brot.

Anspruchslos in Sachen Ernährung ist hingegen das Haustier, das Manu mit in die Beziehung brachte: Kornnatter Snaky. «Er braucht nur einmal pro Monat zwei tiefgefrorene Mäuse.»

Fabienne Louves, 35, Musical- Darstellerin, mit ihrem Zwergpudel Henry, 2

Fabienne Louves, Pudel Henry

Zum Fressen gern! Zu Hause bei Fabienne Louves im Zürcher Seefeld. Henry schmust gern – gehorcht aber auch aufs Wort.

Kurt Reichenbach
«Henry kann sich Namen von Leuten merken»

Zum Glück findet der Fototermin mit Henry am Nachmittag statt. Der Zwergpudel ist nämlich ein Langschläfer. «Von elf Uhr abends bis elf Uhr morgens pfuust er in seiner Höhle neben unserem Bett», sagt Hundemama Fabienne Louves, 35. Wenn sie ihn vor elf irgendwo zu Besuch mitnimmt, müsse sie den müden Henry zum Auto tragen. Dafür sei der Zwergpudel mit den Knopfaugen und dem apricotfarbenen Fell intelligent und pflegeleicht. So könne er sich Namen von Menschen merken und wisse, ob die betreffende Person mit dem Auto oder dem Tram zu erreichen sei. «Und er ist sehr feinfühlig, spürt sofort, wenn etwas nicht in Ordnung ist.»

Die Luzernerin, die heute in Zürich wohnt, ist mit einem Hund aufgewachsen. «Auf den Zwergpudel kam ich, weil er nicht haart und nicht stinkt», erzählt sie lachend. Sie hat Henry zusammen mit ihrem Freund Luca Schneider, 32, bei Züchtern in Deutschland erstanden. Das regelmässige Gassigehen in der Natur sei der perfekte Ausgleich zum Arbeitsstress, so Louves, die ab Februar im Stück «Floh im Ohr» am Bernhard Theater zu sehen ist. «Auch für unsere Beziehung ist Henry eine Bereicherung.» Ein Kinderersatz sei der Hund allerdings nicht. «Wir möchten selbst mal Nachwuchs.»

Einen Schockmoment gabs, als Henry eine 8er-Packung Schmerztabletten aus Louves’ Handtasche gefressen hatte. «Sein Magen musste im Spital durchgespült werden.» Heute gehts ihm blendend, zu essen gibts neben Hundefutter selbst gekochtes Poulet oder Rinderhack. «Über die Festtage bekommt er ein grosses Knöcheli oder einen Serrano-Schinken.»

Schwinger Michael Bless, 35, mit Seidenhahn Paul, 1, Appen­zeller-Labrador-Mischling Mira, 9, und Kater Momo, 4 Monate

Promihaustiere: Michael Bless, Schwinger, 2021

Fast wie bei den Bremer Stadtmusikanten: der dreifache Eidgenosse Michael Bless auf dem Sofa in Gais AR.

Kurt Reichenbach
«Alle Tiere waren schon auf der Rutschbahn in unserem Garten»

Ginge es nach Michael Bless, hätte er einen halben Zoo zu Hause. «Schafe oder Alpakas wären auch cool – oder Ponys im Garten», sagt der Spitzenschwinger. Seine Frau Andrea, 36, legte aus Vernunftsgründen ihr Veto ein, als ihr Mann neue Tierpläne schmiedete. Ein Hahn, sechs Hühner, eine Katze, ein Hund und zehn Schildkröten wohnen momentan bei Familie Bless in Gais AR. Die Schildkröten sind im Winterschlaf. Und die zwölf Pythonschlangen, die er einst besass, haben seit der Geburt von Tochter Viola, heute 5, ein neues Daheim.

«Wir lieben Tiere, sie gehören zur Familie. Aber ich will für alle genügend Zeit haben, für die Kinder und für die Tiere», sagt der dreifache Eidgenosse, während er mit Güggel Paul, Kater Momo und Hundedame Mira auf dem Sofa kuschelt. Die Tiere verstehen sich gut. Doch so ruhig geht es sonst selten zu und her. «Wir erleben stets lustige Sachen, sie machen immer wieder Seich.» So büxte eine Schildkröte aus und kroch hoch auf einen Johannisbeerstrauch. «Und alle Tiere waren schon mit den Kindern auf der Rutschbahn in unserem Garten», sagt der Versicherungsberater.

Eigentlich dürfen die Zwei- und Vierbeiner nicht zu den Kindern Viola und Livio, 2, ins Bett. Doch die Tochter holte einst die Hühner, die draussen im Stall wohnen, unter ihre Decke. Ein Hühnchen gerupft haben die Eltern mit ihr aber nicht: «Wir muss- ten schmunzeln. Es zeigt auch, dass unsere Erziehung funktioniert: Wir sehen unsere Tiere als gleichwertige Familienmitglieder.»

Schlagersängerin Francine Jordi, 44, mit ihrem Labrador Theo, 11

Promihaustiere: Francine Jordi Saengerin  mit Hund Theo Weihnachts Serie Richigen 2021 Fotos: Geri Born

«Ohne Theo wäre ich eine faule Socke»: Francine Jordi vor dem Weihnachtsbaum ihrer Eltern in Richigen BE.

Geri Born
«Theo ist gewiss kein Partnerersatz»

«Theo ist ein Adliger, nur weiss er das nicht», sagt Francine Jordi, 44, und lacht. Eigentlich heisse ihr Labrador Luca von Trübbach. «Aber weil es zu umständlich ist, Luca von Trübbach in den Wald hineinzurufen, nenne ich ihn Theo – oder Pfüdu.»

Seit elf Jahren sind die Schlagersängerin und Pfüdu unzertrennlich. «Theo ist ein richtiger Tour-Hund», sagt Jordi. Wenn sie auf der Bühne stehe, warte er in der Garderobe auf sie – mit Backstage-Pass, versteht sich. Nur wenn Jordi mit dem Flugzeug verreist oder sehr lange Auto fährt, darf Theo nicht mit. Dann weilt er meist bei ihren Eltern in Richigen BE. Hört er die Stimme seines Frauchens im Radio oder im TV, spitzt er seine Ohren und beginnt sie zu suchen.

Und wie das so ist, wenn Hund und Frauchen viel Zeit miteinander verbringen: Sie werden sich mit den Jahren immer ähnlicher. Es mag Zufall sein, dass bei unserem Fotoshooting beide Beige tragen und aus herzlichen Knopfaugen lächeln. Aber eine gewisse Ähnlichkeit streitet auch Jordi nicht ab: «Wir haben beide ein sonniges Gemüt und sind mit den Jahren gelassener geworden.» Von Theo habe sie gelernt, mehr im Moment zu leben. «Schau, wie entspannt er daliegt», sagt sie, «er denkt nicht darüber nach, dass er in ein paar Minuten posieren muss.»

Theo ist in den Medien ein gern gesehener Gast. Nicht zuletzt, weil sich Jordi seit zehn Jahren nicht mehr mit einem Partner an ihrer Seite ge-zeigt hat. Aber sie sagt klar: «Theo ist mein treuster Freund, aber gewiss kein Partnerersatz.»

Von Michelle Schwarzenbach, Jessica Pfister, Sandra Casalini und Sarah van Berkel am 26. Dezember 2021 - 14:07 Uhr
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