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Schwere Prüfung für den Finanzminister

Familie von Guy Parmelin mit Corona infiziert

Die Coronakrise ringt ihm, wie vielen Bundesräten, viel ab. Doch Wirtschaftsminister Guy Parmelin muss auch privat durch eine harte Prüfung. Gleich fünf Familienmitglieder sind am Coronavirus erkrankt.

Bundesrat Guy Parmelin, Vorsteher des Eidgenoessischen Departements fuer Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF), spricht an einer Medienkonferenz ueber die Botschaft zur Foerderung von Bildung, Forschung und Innovation in den Jahren 2021 ? 2024, am Mittwoch, 26. Februar 2020, im Medienzentrum Bundeshaus in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Bundesrat Guy Parmelin musste einen harten Schlag verkraften.

keystone-sda.ch

Wirtschaftsminister Guy Parmelin war seit Wochen nicht mehr zu Hause bei seiner Familie in Bursins, wie er der «Schweizer Illustrierten» erst kürzlich in einem Interview erzählte. Ein trauriger Umstand, den ihm aber jetzt wohl Glück im Unglück brachte. Denn gleich fünf Familienmitglieder des 60-Jährigen hatten das Coronavirus, wie er der «Bilanz» erzählt. 

Sein Bruder Christophe, sein Vater Richard, sein Schwager, eine Nichte und ein Neffe erkrankten an COVID-19. Es gehe aber allen gut, versichert der 60-Jährige. Da nahe Angehörige infiziert waren, liess sich natürlich auch der Bundesrat testen, das Ergebnis war zum Glück negativ. 

Guy Parmelin

Guy Parmelin mit seiner Frau Caroline. Ihr Bruder war an Corona erkrankt.

Kurt Reichenbach
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«Die Schweizer Landwirtschaft ist stark und agil»

Die Krise fordert den Politiker Parmelin, wie er betont. Man werde nicht alle Unternehmen retten können. Das tue ihm im Herzen weh. Er rechne mit harten Schicksalsschlägen, so der Bundesrat. «Ohne wirtschaftlichen Schaden kommen wir nicht aus dieser Krise.»

In der kommenden «Schweizer Illustrierten» macht sich der Bauerssohn und ehemalige Winzer stark für die Aktion «Mehr Schweiz auf dem Teller». In seinem Aufruf an die Bevölkerung, das Angebot der lokalen Produzenten wahrzunehmen, schreibt Guy Parmelin: «Ich begrüsse es, dass zahlreiche Bauernbetriebe die eine Chance erkannt und ihren Direktverkauf ausgebaut haben. Das zeigt: Die Schweizer Landwirtschaft ist stark und agil. Dem Bundesrat ist klar: Viele Betriebe haben manche Nachtschicht einlegen müssen, um den Verkauf von frischen Nahrungsmitteln auf ihrem Hof zu ermöglichen. Sie haben dafür gesorgt, dass auch im abgelegenen Weiler die vorgegebenen Hygienemassnahmen eingehalten werden. Es ist erfreulich zu hören und zu sehen, wie warme Sonntagszöpfe, zarte Spargeln oder frisches Rindfleisch so direkt ab Hof verkauft werden.»

Von Berit-Silja Gründlers am 23.04.2020
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