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Gjon's Tears geht mit «Répondez-moi» für die Schweiz an den Eurovision Song Contest.  
Gjon’s Tears singt für die Schweiz am ESC 2020

«Ich bin sehr glücklich, dass die News jetzt raus ist»

Gjon Muharremaj alias Gjon’s Tears vertritt die Schweiz dieses Jahr am Eurovision Song Contest in Rotterdam. Dies gab das Schweizer Fernsehen heute bekannt. Der 21-jährige Fribourger will Jury und Publikum mit dem französischsprachigen Song «Répondez-moi» überzeugen. Seine grösste Angst: Dass er live nicht überzeugen kann.

Der Schweizer ESC-Vertreter 2020 heisst Gjon’s Tears, mit bürgerlichem Namen Gjon Muharremaj, kommt aus dem Kanton Fribourg, genauer gesagt aus Broc, und ist 21 Jahre alt. Das gab das Schweizer Fernsehen SRF am Mittwoch bekannt.

«Ich bin sehr glücklich, dass die News jetzt raus ist», freute sich Gjon Muharremaj im Gespräch mit schweizer-illustrierte.ch. «Ich freue mich, in Rotterdam auf der Bühne meinen Song live zu performen.»

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Erstmals seit zehn Jahren wieder auf Französisch

Der 21-Jährige vertritt unser Land zum ersten Mal seit zehn Jahren mit einem französischen Titel beim Eurovision Song Contest. Den Song «Répondez-moi» hat Gjon’s Tears zusammen mit den Songwritern Xavier Michel, Alizé Oswald und Jeroen Swinnen im Rahmen des Schweizer Songwriter-Camps geschrieben.

Bestimmt wurde der Schweizer Beitrag für Rotterdam – für den es über 500 eingereichte Songs gab – in einem mehrstufigen Verfahren von einer Fachjury, die sich aus zahlreichen internationalen Musikexperten zusammensetzt. Gleichzeitig durfte auch ein 100-köpfiges Zuschauer-Panel mitbestimmen.

Schon viel Erfahrung mit Castingshows

Mit Gjon Muharremaj entschied sich die Jury dieses Jahr für einen Newcomer. Das heisst nicht, dass er noch keine Erfahrung hat: Der Fribourger mit albanischen und kosovarischen Wurzeln singt bereits seit Kindertagen und rührte seinen Grossvater mit neun Jahren mit einer Elvis-Interpretation zu Tränen – daher auch sein heutiger Künstername Gjon's Tears.

Sein Grossvater war es dann auch, welcher Gjon Muharremaj zu seiner ersten Castingshow anmeldete: 2011 nahm er bei der TV-Sendung «Die grössten Talente Albaniens» teil und belegte dort den dritten Platz. Ein Jahr später war er beim Schweizer Pendant «Die grössten Schweizer Talente» dabei und kam bis ins Halbfinale, ebenso bei der französischen Castingshow «The Voice France».

Nichtsdestotrotz steht Gjon Muharremaj nun vor einer ungleich grösseren Herausforderung: Immerhin ist der Eurovision Song Contest mit rund 200 Millionen Zuschauern der grösste Musikevent Europas. «Meine grösste Angst ist, dass ich live nicht überzeugen kann», sagt der Fribourger dann auch. Das Wichtigste aber sei, dass er mit sich selbst zufrieden sei. Dafür wolle er nun viel arbeiten.

Luca Hänni legte vor

Im vergangenen Jahr sorgte Luca Hänni für ein regelrechtes Schweizer Revival am ESC. Der 25-Jährige belegte in Tel Aviv am Schluss den vierten Platz und war damit so erfolgreich, wie seit 26 Jahren kein Schweizer mehr.

Gewonnen wurde der Eurovision Song Contest 2019 von Duncan Laurence mit dem Lied «Arcade». Mit seinem Sieg holte der 25-Jährige den ESC für 2020 nach Holland. Dort wurde lange gerätselt, wo der weltweit grösste Musikwettbewerb stattfinden soll. Schlussendlich entschied man sich für Rotterdam.

Am Dienstag, 12. Mai, wird das erste Halbfinale durchgeführt, die Schweiz selbst wird jedoch erst beim zweiten Halbfinale am Donnerstag, 14. Mai, ins Rennen steigen. Im Finale am Samstag, 16 Mai, sind dann von den insgesamt 41 teilnehmenden Ländern voraussichtlich noch 26 Länder dabei - darunter hoffentlich auch die Schweiz mit «Répondez-moi» von Gjon’s Tears. 

Von Thomas Bürgisser am 04.03.2020
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