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Erster Obduktionsbericht liegt vor

Neue Details zum Tod von Florijana Ismaili

Die Schweizer Nati-Spielerin Florijana Ismaili ist bei einem Badeunfall auf dem Comersee tödlich verunglückt. Jetzt veröffentlicht die italienische Polizei und die Staatsanwaltschaft neue Informationen zu dem tragischen Unfall der jungen Frau.

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Florijana Ismaili verünglückte beim Schwimmen im Comersee.

Instagram/ Florijana Ismaili

Florijana Ismaili ist tot. Die 24-jährige Schweizer Fussballerin wurde am Dienstag aus dem Comersee geborgen. Die Nati-Spielerin war am Samstag bei einem Bootsausflug ins Wasser gesprungen und nicht mehr aufgetaucht.

Einen Tag nach der tragischen Nachricht gab die italienische Küstenwache weitere Details zum Unglück bekannt. Demnach hatten Ismaili und eine Freundin den heissen Tag auf einem gemieteten Schlauchboot auf dem Comersee verbracht. 

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Freundin dachte an einen Scherz

An einer besonders tiefen Stelle des Sees sprang die Fussballerin ins Wasser, um sich abzukühlen, und tauchte nicht mehr auf. Gemäss der italienischen Zeitung «Il Giorno» habe Ismailis Freundin erst an einen Scherz gedacht. Als die junge Frau aber verschwunden bleibt, alarmiert ihre Kollegin verzweifelt den Notruf, der sogleich die Suche einleitet. 

Florijanas Familie wird informiert und fährt sofort von Biel an den Comersee. Vier endlose Tage müssen Eltern, Brüder und Freunde am Ufer ausharren. Dann die furchtbare Nachricht: Flori, wie die Seeländerin genannt wurde, ist tot. Ihr Verein YB informiert in Absprache mit Ismailis Familie die Öffentlichkeit über das Unglück. 

«Augenblick war erschütternd»

Die Leiche der Mittelfeldspielerin wurde am Dienstagnachmittag um 17 Uhr von einem Tauchroboter geborgen. Sie lag in über 200 Metern Tiefe auf dem Grund des Sees. Die Kamera des Roboters schickte Bilder der toten jungen Frau an die Helfer an der Oberfläche. Das Gerät zog Ismaili auf 20 Meter hoch. Von dort bargen Taucher die Leiche und brachten sie an Land. 

Gianfranco Montini, Chef der Küstenwache von Como, sagt im Interview mit «Blick»: «Auch wenn wir Profis sind und schon viele Tote geborgen haben, so war dieser Augenblick schon erschütternd» Dennoch: «Wir sind froh, dass wir sie endlich gefunden haben. Das Warten war vor allem für die Familie sehr belastend.»

Ein erster Obduktionsbericht spricht gegen einen thermischen Schock

Nach dem tragischen Unfall wurde die Leiche von Florijana Ismaili obduziert. Die Ermittler suchen nach Hinweisen auf die Todesursache. Heute Freitag teilt die Staatsanwaltschaft von Como beim Online-Portal «tio.ch» erste Erkenntnisse dazu. Ein vorläufiges Ergebnis einer ersten Untersuchung zeigt, dass Ismaili beim Sprung ins kalte Wasser höchstwahrscheinlich keinen thermischen Schock erlitten hat. Man habe keine Anzeichen dafür gefunden  – jedoch könne ein thermischer Schock auch noch nicht vollständig ausgeschlossen werden, so Staatsanwalt Nicola Piacente in dem Bericht. Im Magen von Ismaili habe man zudem einiges an Essensresten gefunden – «es könnte sein, dass das mit der Todesursache zusammenhängt.» Der abschliessende Obduktionsbericht wird in rund einem Monat erwartet.

 

Von Berit-Silja Gründlers am 03.07.2019
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