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Schuler, Hubacher & Co. für den guten Zweck

Wieso die «Tatort-Kommissarin» den «Verdingbub» heiratet

Es sind knapp drei Minuten. Aber in dieser Zeit passiert ein ganzes Lebensdrama. Schauspielerin Carol Schuler hat Künstlerfreunde wie Schauspielkollege Max Hubacher und Musikerin Sophie Hunger vereint, um die Augen auf die Flüchtlingskrise zu lenken.

Carol Schuler für den guten Zweck Seaeye

Künstler für den guten Zweck: Alireza Bayram, Max Hubacher, Carol Schuler, Dino Brandão und Sophie Hunger (v. l.).

HO

«Tatort»-Kommissarin Carol Schuler, 33, steht im Zentrum des knapp dreiminütigen Videos. Alles scheint harmlos, gar freudig. Mit den Künstlern Sophie Hunger, 38, und Dino Brandão, 29, wird musiziert, als Max Hubacher, 28, auf dem Bildschirm erscheint, verlieben sich der «Verdingbub»-Darsteller und die «Tatort»-Kommissarin ineinander. Heirat, Kind, bunter Konfetti-Regen – der klassische Ablauf eines scheinbar glücklichen Lebens.

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Doch dann folgt der Bruch. Schwarze Asche fällt vom Himmel, das Drama, wie es auf der Welt aktuell noch immer mehrfach täglich passiert, nimmt seinen Lauf. Geld- und Hungernot, Flucht über Land und Meer, Konfrontation mit der Bürokratie (hier kommt Alireza Bayram, 36, ins Spiel) – und dann direkt ins mit Stacheldraht gesicherte Flüchtlingscamp. «Das war Schauspielerei», steht am Ende. «Für Millionen Menschen ist die Flucht jedoch Realität. Lassen wir sie nicht im Stich.» Dann verweist Carol Schuler auf die See-Rettungsorganisation Sea-Eye (www.sea-eye.org).

«Seenotrettung ist eine humanitäre Pflicht»

Carol Schuler, was hat Sie zu diesem Video bewegt?
Ich habe einige Freunde, die sich schon länger ehrenamtlich für Sea-Eye engagieren und eigentlich wollte ich 2020 auch vor Ort in der Werft beim Bau des neuen Rettungsschiffes mit anpacken, was dann leider durch die Corona-Krise nicht möglich war. Dann dachte ich mir, als Filmschaffende wäre es doch eigentlich das naheliegendste, einen Spot zu dem Thema zu drehen.

Wieso engagieren Sie sich gerade für dieses Thema?
Nach wie vor sterben fast täglich Menschen bei ihrer Flucht übers Mittelmeer, die Lage in den griechischen Geflüchtetenlagern ist katastrophal, aber für viele Menschen, die nicht zufälligerweise das Glück hatten, im richtigen Land geboren worden zu sein, ist die Flucht der letzte Ausweg. Seenotrettung ist eine humanitäre Pflicht und solange die Politik untätig zuschaut und die Arbeit der Seenotretter immer wieder unter Vorwänden erschwert wird, finde ich es wichtig, auf das Thema aufmerksam zu machen. Und ich glaube, dass jeder Einzelne innerhalb seiner Möglichkeiten etwas tun kann, um zu helfen, sei es sich zu engagieren, zu spenden oder einfach ein Bewusstsein zu schaffen. 

Wie kam die Konstellation zusammen?
Ich habe befreundete Schauspieler und Musiker angefragt, ob sie Lust hätten mitzumachen und alle waren ohne zu Zögern dabei.

Von Aurelia Robles am 11. Mai 2021 - 11:25 Uhr
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