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Portion Control

Creme, Öl, Serum – so wenig brauchen wir wirklich

Jeder kennt die total absurden Portionsgrössen, die auf den Packungen von Pasta, Cornflakes und Snacks angegeben sind. 30 Gramm Chips? Jetzt mal ehrlich! Portionskontrolle ist daher totaler Blödsinn. Es sei denn, es geht nicht um den Vorrats-, sondern den Beautyschrank.

Extreme close-up of woman with cream on her face

Äh, sorry, kurze Frage: Wie viel Creme, Öl und Serum müssen wir eigentlich täglich benutzen?

Getty Images

Sobald der Boden der Cremedose sichtbar wird, die Pumpstösse aus dem Serumfläschchen weniger Produkt hergeben, oder wir die Tube der Augencreme so stark quetschen müssen, dass uns danach die Finger weh tun, sinkt unsere Laune analog zur Produktmenge langsam in den Keller. Denn es ist nunmal so: Beautyprodukte sind teuer. Und dann bringt die Luxus-Creme nicht mal die gewünschten Ergebnisse, weil wir nicht genau wissen, wie viel von was und in welcher Reihenfolge wir denn nun auftragen sollen. The Struggle … könnte einer der Gründe sein, warum die Grafik der australischen Beauty-Brand «Mukti» in den letzten Tagen viral gegangen ist.

So wenig Produkt ist nötig

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Die Experten zeigen uns darauf vom Cleanser bis zum Moisturizer, wie wenig es eigentlich braucht – und auch wie die perfekte Reihenfolge aussieht. Um das schon mal vorwegzunehmen, sie lautet: Reiniger – (Peeling) – (Maske) – Serum oder Elixir – Augencreme – Moisturizer oder Gesichtsöl – Sonnenschutz.

1. Cleanser

Klar, zuerst muss der Dreck vom Gesicht, und zwar abends wie morgens. Die Idee, mit extra viel Reiniger zu versuchen, alles extra sauber zu bekommen, ist allerdings nicht unbedingt die beste. Gegenüber Glamour erklärt Kosmetikerin und Label-Gründerin Pamela Marshall, dass ein 20-Rappen-grosser Klecks Cleanser absolut ausreicht, um das Gesicht zu waschen. Am Abend sollte man den Vorgang dafür aber wiederholen. Vom Double-Cleansing haben wir alle schon gehört; und scheinbar ist was dran.

2. Peeling

Wer nach dem Säubern ein Peeling benutzt (keine Angst, täglich muss und sollte das nicht sein), kann sich hier auf die gleiche Menge wie beim Cleanser begrenzen. Falls die Münzen-Angabe schwer nachzuvollziehen ist: Eine etwa mandelgrosse Menge ist ideal. Bei allem darüber hinaus, landet mehr Produkt im Waschbecken als im Gesicht. 

3. Maske

An Home-Spa-Days folgt auf das Peeling noch eine Maske. Zu dieser besonderen Gelegenheit (man gönnt sich ja sonst nichts), darf es ausnahmsweise etwas mehr sein – das Gesicht muss schliesslich bedeckt werden. Einen Klecks in der Grösse eines Fünflibers braucht es schon, je nach Konsistenz vielleicht sogar mehr.

4. Serum oder Elixier

Kleinste Menge, höchster Preis. Wir haben allen Grund dazu, bei Seren und Elixieren sparen zu wollen – und dürfen das ruhig auch. Etwa die Grösse einer Kaffeebohne: Mehr braucht es nicht, um Ergebnisse zu erzielen.

5. Augencreme

Bei Augencreme darf es sogar noch weniger sein. Für die empfindliche Hautpartie unter den Augen reicht eine reiskorngrosse Menge pro Seite. Alles, was darüber hinausgeht, kann die Wirkung umkehren: Die reichhaltigen Inhaltsstoffe verstopfen die Poren und können zu Milien führen. Ihr wisst schon, diese kleinen, weissen Klümpchen, die in diesem Bereich gerne auftauchen.

6. Moisturizer oder Gesichtsöl

Je nachdem, wie trocken euer Gesicht ist, könnt ihr jetzt etwas tiefer in den Tiegel greifen. Eine Menge, grösser als eine Ein-Franken-Münze, nützt aber auch hier wenig: Mit der pflegt ihr höchstens zusätzlich eure Hände. Bei Öl braucht es meistens weniger, bis ihr überall mit Feuchtigkeit versorgt seid. Im Zweifel bietet es sich an, mit wenig Produkt zu beginnen und lieber noch einmal nachzulegen.

7. Sonnenschutz

Insofern eure Hautcreme nicht ohnehin schon einen Sonnenschutz integriert hat, führt an Lichtschutzfaktor kein Weg vorbei. Und hier gilt ausnahmsweise: Bloss nicht geizen. Gesicht, Hals und Dekolleté brauchen mindestens einen gehäuften Teelöffel voll Creme. Ja, dadurch wird sie schneller leer. Der wirksamste Anti-Aging-Schutz von allen sollte euch das aber definitiv wert sein. 

Von Malin Mueller am 20.06.2020
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