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Gewusst?

Diese Stoffe greifen den Säureschutzmantel der Haut an

Unsere Haut muss so einiges aushalten: UV-Strahlen, Umwelteinflüsse oder Make-up-Produkte. Damit die nicht in den Körper gelangen, wird sie vom sogenannten Säureschutzmantel geschützt. Wie wir zu diesem Sorge tragen können und auf welche Stoffe wir besser verzichten, verraten wir euch hier.

portrait of a young natural beautiful woman with red hair

Ist unser Säureschutzmantel intakt, haben es Krankheitserreger schwerer, in den Körper zu gelangen. Damit unsere Haut diese Funktion aufrecht erhalten kann, sollten wir auf gewisse Inhaltsstoffe verzichten.

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Eine gut genährte und gepflegte Haut wünschen wir uns alle. Mit Feuchtigkeitsmasken, Peelings, Seren und Cremes tun wir so einiges dafür. Einen essenziellen Beitrag leistet aber auch unser natürlicher Säureschutzmantel. Er sorgt für eine gesunde Hautflora und dafür, dass der pH-Wert der Haut ausgewogen ist. Gerät der aus dem Gleichgewicht, können Irritationen und ein schlechtes Hautbild die Folgen sein. Dass dies mit dem Säure-Basen-Haushalt der Haut zu tun haben kann, ist vielen meist gar nicht bewusst. Aber erst einmal von vorn.

Was ist der Säureschutzmantel eigentlich?

Unsere Haut verfügt über eine natürliche Barriere, die auch Säureschutzmantel genannt wird. Diese Schranke hält schädliche Mikroorganismen fern, wehrt Bakterien und Viren ab und hilft der Haut, ihren Feuchtigkeitshaushalt in Balance zu halten. Das macht den sogenannten Hydrolipidfilm quasi zum Bodyguard unserer Haut.

Wie merkt man, dass der Säureschutzmantel aus dem Gleichgewicht geraten ist?

Beim Thema Säureschutzmantel ist ein weiterer Begriff unumgänglich: der pH-Wert. Er gibt an, wie sauer oder basisch etwas ist. Dabei stellt der Wert 0 ein sehr saures Verhältnis dar, während die Zahl 14 für einen sehr basischen, beziehungsweise alkalischen Wert steht. Als pH-neutral gilt die Zahl 7. Eine gesunde Haut hat je nach Körperregion einen Wert von pH 4,7 bis 5,75. Da wir aber immer wieder mit anderen Stoffen in Kontakt kommen, kann dieser Wert schwanken. Bewegt sich das Ganze in einem gewissen Rahmen, ist das nicht weiter tragisch. Mit zunehmendem Alter, einer falschen Ernährung oder zu basischen Seifen, kann der pH-Wert und somit auch unser Säureschutzmantel aber aus dem Gleichgewicht geraten. Durch die Störung der natürlichen Hautbarriere kann die Haut an Feuchtigkeit und Spannkraft verlieren und wird durchlässiger für Krankheitserreger und Schadstoffe. Das Resultat sind Rötungen, Juckreiz, trockene Stellen und Irritationen. Auch Allergien können eine mögliche Folge sein. Deshalb ist es wichtig auf Produkte zu setzen, die einen ungefähren pH-Wert von 5,5 aufweisen. Verzichten solltet ihr hingegen auf folgende Stoffe:

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Emulgatoren und Tenside
Künstliche Emulgatoren und Tenside können wichtige Fette von der Haut lösen und sie durchlässiger machen. Dadurch verliert die Haut an Spannkraft und trocknet aus. Irritationen, Unreinheiten, Rötungen oder Allergien können zudem die Folge sein.

Konservierungsstoffe
Sie sorgen für eine lange Haltbarkeit unserer Beauty-Produkte und schützen diese vor Bakterien und Keimen. Was für unsere Cremes absolut Sinn macht, ist für unsere Haut aber nur wenig vorteilhaft. Denn auch sie können unseren Säureschutzmantel angreifen.

Duftstoffe
Klar, ein Beauty-Produkt, das übel riecht, wollen wir uns keineswegs ins Gesicht schmieren. Synthetische Duftstoffe belasten aber ebenfalls unsere natürliche Hautbarriere. Deshalb sollten wir möglichst darauf verzichten.

Alkohol
Dass Wein und Cocktails nicht gerade als Wundermittel für eine schöne Haut gelten, ist bekannt. Dennoch wird Alkohol in zahlreichen Kosmetikprodukten verwendet. Dieser kann der Haut Feuchtigkeit entziehen und sie auf Dauer austrocknen.

Diese Inhaltsstoffe stärken unsere Hautbarriere

Ceramide
Ceramide gelten als die absoluten Superhelden unter den Inhaltsstoffen. Denn sie besitzen die Fähigkeit, die Hautbarriere zu reparieren und die Zellen sozusagen zementähnlich wieder zusammenzukleben.

Glycerin
Zugegeben, Glycerin ist nicht gerade für seinen guten Ruf bekannt. Eins muss man dem Inhaltsstoff aber lassen: Er versorgt die Haut mit Feuchtigkeit und schützt sie vor negativen Umwelteinflüssen. Zudem wird die oberste Hornschicht gestärkt sowie die Elastizität der Haut erhöht.

Natürliche Fette und Öle
Auch natürliche Fette und Öle können einen positiven Einfluss auf unseren Säureschutzmantel haben. Sie sind beispielsweise in Sheabutter, reinen, kaltgepressten Ölen wie Hagebutten-, Argan- oder Jojobaöl enthalten. Sie können die Hautbarriere erfolgreich wieder aufbauen und langfristig stärken.

Von Nadine Schrick am 21.05.2021
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