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Beauty-Rätsel aufgelöst

Was ist eigentlich … Rizinusöl?

Seit Jahrzehnten bekannt aber zwischenzeitlich (fast) von der Bildfläche verschwunden, schwingt sich Rizinusöl jetzt wieder auf die Überholspur im Beauty-Rennen. Aber woraus besteht es? Was kann es genau? Und wie wird es angewendet? Fragen über Fragen – die wir euch beantworten! Episode 5: das mysteriöse Rizinusöl.

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Rizinusöl: Die Geheimwaffe für kräftige Wimpern und Augenbrauen.

Instagram/fentybeauty

Dass es Rizinusöl gibt, wissen wahrscheinlich die meisten, aber was das Beauty-Mittelchen alles kann, stellt dann doch viele vor ein Rätsel – aus diesem Grund klären wir auf:

Was ist Rizinusöl?

«Ricinus Communis» – so lautet der wissenschaftliche Name der Heilpflanze – ist vor allem als Rizinus oder Wunderbaum bekannt. Nein, dabei handelt es sich nicht wirklich um einen Baum, sondern um eine Pflanzenart aus der Familie der Wolfsmilchgewächse. Achtung: Die Samen sind in ihrer reinen Form für Menschen und Tiere äusserst giftig! Werden sie jedoch geschält und kalt gepresst, entsteht das wertvolle Rizinusöl mit seinen hochwertigen Inhaltsstoffen: Ricinolsäure, Vitamin E und essentielle Fettsäuren machen es zu einem wahren Wundermittel. Das haben übrigens schon die Ägypter gewusst und das Öl bereits vor 4000 Jahren zur Haarpflege benutzt.

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Die roten Kapselfrüchte enthalten giftige Samen.

Getty Images
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Was tut Rizinusöl für Wimpern und Augenbrauen?

Um wach und frisch auszusehen, duschen und tuschen wir täglich. Letzteres ist auf lange Sicht eher schädlich als förderlich. Mit dem natürlichen «Wimpern-Booster» können wir das aber wieder geradebiegen: Das Rizinusöl wird mit einem Wattestäbchen oder Finger direkt auf die Wimpern oder Augenbrauen aufgetragen. Es spendet extrem viel Feuchtigkeit und hält die Haare gesund und geschmeidig, wodurch sie seltener abbrechen und deutlich länger und dichter erscheinen. 

Was macht Rizinusöl mit unseren Haaren?

Gerade jetzt im Winter schützt das goldgelbe Elixier vor der kalten Luft: Es versorgt die Haare intensiv mit Feuchtigkeit und verleiht ihnen Glanz und Geschmeidigkeit. Darüber freut sich besonders sensible und gereizte Kopfhaut, weil Rizinusöl eine beruhigende Wirkung hat und Schuppen bekämpft. Viele Shampoos oder Kuren sind bereits mit dem goldenen Öl angereichert und dadurch sehr praktisch in der Anwendung. Wünscht ihr euch eine noch intensivere Pflege, könnt ihr reines Rizinusöl verwenden: Verreibt dazu ein paar Tropfen zwischen den Händen, massiert es in Haare und Kopfhaut ein und lasst das Ganze für etwa zwei Stunden einwirken. Danach könnt ihr es mit einem milden Shampoo gründlich ausspülen.

Kann Rizinusöl auch auf der Haut angewendet werden?

Ja, kann es! Neben seiner feuchtigkeitsspendenden Eigenschaft ist Rizinusöl vor allem für seine antioxidative Wirkung bekannt. Es schützt vor Umwelteinflüssen und kurbelt die Produktion von Kollagen an, wodurch kleine Fältchen unauffälliger erscheinen. Dank des hohen Ricinolsäure-Gehalts pflegt das goldene Öl Narbengewebe und schuppige Haut wieder geschmeidig. Da sich die Haut über Nacht am besten regeneriert, sollte das Öl idealerweise vor dem Schlafengehen auf das Gesicht oder die betroffene Stelle aufgetragen und einmassiert werden. 

Von Jana Giger am 17.01.2020
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