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LSF vs. UV-Schutz

Wie schützen wir unser Gesicht wirklich vor Falten?

Wer ewige Jugend anstrebt, braucht täglich UV-Schutz – das ist uns inzwischen allen klar. Aber worauf müssen wir beim Kauf einer Sonnencreme achten? Dermatologin Dr. Liv Kraemer bringt Licht ins Dunkle.

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Um der Hautalterung entgegenzuwirken, ist Sonnencreme unabdingbar. 

Getty Images/Westend61

Neben vollen Lippen und kleinen Stupsnasen gehört vor allem eine möglichst glatt gebügelte Haut auf die Liste der aktuellen Schönheitsideale. Um sich die möglichst lang zu bewahren, muss man sich aber nicht zwingend irgendwann straff ziehen lassen. Wer schon früh mit der richtigen Pflege beginnt, kann sich deutlich länger über ein ebenmässiges und faltenfreies Antlitz freuen.

Aber wie genau funktioniert sie denn eigentlich, die richtige Pflege? Geht man in die Drogerie oder scrollt sich gar durch das Angebot in Onlineshops, wird man von neuen Anti-Falten-Wunderprodukten und Inhaltsstoffen förmlich überflutet. Eine der wichtigsten Tuben, die wir definitiv aus all dem Überfluss angeln sollten, ist jedoch die gute alte Sonnencreme. Nur leider bedeutet Sonnenschutz nicht immer auch gleich Faltenschutz. 

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LSF schützt nicht vor Hautalterung

So erklärt uns Dermatologin und YouTubeirn Dr. Liv Kraemer, dass viele Tagescremes allein gar nicht ausreichen. Das Problem: Meist enthalten die nämlich nur einen sehr leichten LSF bzw SPF (bezieht sich auf UVB). Der mag zwar Sonnenbrand und Hautkrebs vorbeugen, aber nicht gleichzeitig auch UV-bedingter Hautalterung. Essenziell dafür ist nämlich ein sogenannter UVA-Filter. Um die Haut also langfristig vor Sonnenbrand UND tiefer gehenden Strahlen abzuschirmen, ist eine Creme mit UVA- und UVB-Filter nötig. Okay, das hätten wir geklärt. Aber zu welchem Faktor müssen wir für die tägliche Anwendung greifen? Immerhin tummelt sich auf dem Markt verwirrenderweise alles zwischen Faktor 15 bis 50+.

Einen Sunblocker gibt es nicht

Zuerst einmal weist Dr. Kraemer daraufhin, dass auch 50+-Cremes keine Sunblocker sind. Sowas würde es nämlich gar nicht geben – es sei denn, man hockt sich eben in den Keller. Unsere Haut kann also nie komplett vor UV-Strahlen geschützt werden – auch nicht bei grauem Himmel. Und genau deswegen reicht es auch nicht aus, nur einmal am Morgen einen Lichtschutzfaktor 15 oder 20 aufzutragen. Für den optimalen Schutz müsste man alle zwei bis drei Stunden nachcremen. Da das im Alltag oft schwierig ist, rät die Dermatologin zu einer Creme mit einem LSF von mindestens 30 plus UVA Siegel.

Sonnencreme als Primer

Für den bestmöglichen Schutz ist letztendlich aber auch das richtige Auftragen wichtig. Wie das geht? Das zeigt Dr. Kraemer uns in ihrem Tutorial. 

Die wichtigsten Punkte beim Auftragen zusammengefasst:

  • Sonnencreme jeden Morgen nach der Gesichtsreinigung anwenden
  • Die Creme macht sich besonders gut als Primer unter dem Make-up
  • Vor dem Gebrauch unbedingt die Tube schütteln, damit sich UVA- und UVB-Schutz schön durchmischen
  • Creme auf den Handrücken geben und dann auf dem Gesicht auftragen – das verhindert Bakterien im Gesicht
  • Den Schutz nicht nur täglich auf dem Gesicht auftragen, sondern auch auf Lippen, Ohren, Hals und Hände
Von Denise Kühn am 15.02.2020
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