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Kurz und knapp

Schwangere Emily Ratajkowski trägt am liebsten bauchfrei

Babybäuche verstecken – das tat man im 18. Jahrhundert. Im 21. trägt man die Kugel stolz zur Schau. Siehe die Auswahl an Crop-Tops von Model Emily Ratajkowski. Zufrieden sind wir trotz dieser «Freiheit, zu tragen was man will» aber noch immer nicht.

NEW YORK CITY, NY - OCTOBER 7: Emily Ratajkowski wearing a Nasty Gal outfit out and about on October 7, 2020 in New York City, New York. (Photo by RACHPOOT/ MEGA/GC Images)

Model Emily Ratajkowski ist schwanger und trägt weiterhin bauchfrei aka: das, was sie will.

GC Images

Über zwei Monate ist es her, seit Emily Ratajkowski die Tatsache, dass sie schwanger ist, via Vogue und Instagram geteilt hat. Die Kugel ist natürlich mittlerweile gewachsen, die knappen Kleider der 29-Jährigen nicht. Noch immer trägt sie enge Leggings, kurze Tops. Die amerikanische InStyle verkündet daher auch die frohe Botschaft: «Jawohl werdende Mütter, ihr könnt auch mit Babybauch noch sexy sein».

An alle, die auf diesen Weckruf gewartet haben, um es zu glauben: Doch nicht darauf! Dass das Model alles tragen kann, damit hat das Online-Magazin auf jeden Fall recht:

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Soll sie doch. Crop-Tops während der Schwangerschaft und den nackten Bauch zur Schau zu tragen, ist in etwa so kontrovers wie kurze Haare. Muss niemand genauso haben, aber wer mag, der kann. Schaden tuts ja niemandem. Aber dass es die Frisurmöglichkeit gibt, hilft denen, die sich mit langen Haaren nicht wohlfühlen. Fall abgeschlossen, alles andere ist 18.-Jahrhundert-Denke. Damals, in diesen längst vergangenen Zeiten, «verbarg man die extreme Körperlichkeit eines wachsendes Bauches unter weiten Kleidern», schreibt die Zeit. Denn: «Ein wachsender Bauch galt als zu intim». Aber das ist ja nun Geschichte. Nicht nur Emily weiss das:

COPENHAGEN, DENMARK - AUGUST 11:  Hanna Stefansson wearing pink cropped top, orange trousers and Frederik Darre wearing white shorts, yellow shirt are seen outside Samsøe & Samsøe during Copenhagen Fashion Week Spring/Summer 2021 on August 11, 2020 in Copenhagen, Denmark. (Photo by Christian Vierig/Getty Images)

Die dänische Influencerin Hanna Stefansson beweist, dass Inszenieren viel schöner als Kaschieren ist.

Getty Images

Kaschieren muss heute niemand mehr. Emily Ratajkowski ist in puncto Look also kein Extrembeispiel, aber ein extrem gutes, wenn es um das noch immer vorherrschende Schwangerschaftsschönheitsideal geht. Es ist nun mal so, dass, wo immer schwangere Frauen aufeinandertreffen und nett sein wollen, einander versichert wird, wie unschwanger man doch von hinten aussieht.

Das soll dem Model nicht zum Vorwurf gemacht werden, aber: Emily Ratajkowski sieht «unschwanger» aus. Im Gegensatz zu Kim Kardashian damals. Wisst! Ihr! Noch? Die hat ja zugenommen, als sie 2015 ihr zweites Kind (Saint) erwartete. Die Medienberichte überschlugen sich vor Häme. Der Bauch darf also schon gezeigt werden, aber davon, dass ein Bauch einfach Bauch sein kann, sind wir doch noch einen Moment entfernt. Seine Kugel zeigen: voll okay. Eine sein, eher nicht.

Von zin am 13.01.2021
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