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Schlaraffenland für Keime

Bakterienfalle Putzlappen: Benutzt ihr den richtigen?

Ein Putzlappen ist ein Putzlappen, ist ein Putzlappen? Falsch. Wer Keimherde vermeiden möchte, sollte ein paar Regeln befolgen. Wir verraten, welche.

Frauenhand mit Putzlappen

Mikrofasertücher sind Allrounder – nur Kochwäsche vertragen sie nicht im Übermass. 

Getty Images

Meistens schenken wir ihnen kaum Beachtung – warum auch? Putzlappen sind Putzlappen. Ihr wisst schon, was jetzt kommt. Genau, natürlich machen Profis einen Unterschied. Da gibt es Spül- und Wischtücher, Mikrofasertücher, Fenstertücher, antistastische und fusselarme Tücher. Benutzt man sie falsch, drohen im blödesten Fall Keimherde – die gilt es zu vermeiden. Ihr rollt gerade mit den Augen? Dann gibt es zuerst ein paar gruselige Fakten.

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Professor Dr. Markus Egert von der Hochschule im deutschen Furtwangen untersuchte in einer Studie die Keimbelastung gebrauchter Spülschwämme und Putzlappen – er fand heraus, dass sich auf einem Geschirrtuch mehr als sieben Milliarden Erreger tummeln. Er entdeckte auch, dass fünf der zehn häufigsten Arten potentiell krankheitserregend sind. Ihr merkt, es ist also gar nicht so verkehrt, die verschiedenen Tücher einmal unter die Lupe zu nehmen. Und vor allem zu wissen, wie man sie am besten wieder sauber kriegt.

Mikrofasertücher
Sie sind die Allrounder unter den Putzlappen weil sie fast in allen Bereichen anzuwenden sind. Zudem benötigen sie nur wenig Reinigungsmittel. Oft kann man auch ganz darauf verzichten und es reicht, wenn man stattdessen warmes Wasser mit einem Schuss Essig vermischt.

Fussbodentücher
Um den Boden zu reinigen, sollte man spezielle Lappen verwenden. Diese haben meist eine feine Oberfläche und verkratzen nichts. Am besten kauft man gleich ein paar dieser Lappen, damit man sie immer austauschen kann, wenn eines dreckig im Wäschekorb liegt. 

Schwammtücher
Oft sind sie nur kurz in Gebrauch, was leider nicht sehr umweltfreundlich ist. Wer trotzdem nicht auf die Wegwerflappen verzichten möchte, kann ihr Leben mit folgendem Trick verlängern: Einfach ab und zu in etwas Essig baden und gut auswringen. Kurz vor dem Entsorgen kann man sie noch einmal im Bad einsetzen, zum Beispiel um die Toilette zu putzen.

Und so kriegt man Putztücher wieder sauber

Da ab 60 Grad Celsius die meisten Keime absterben, sollte man Putzlappen möglichst bei dieser Temperatur reinigen. Bei Mikrofasertücher reichen bei geringer Verschmutzung auch mal 40 Grad, weil Kochwäsche deren Kunststoffstruktur verändern kann.

  • Die meisten Lappen kann man in der Waschmaschine waschen.
  • Um Keime loszuwerden hilft es, die Lappen danach gut an der Luft trocknen zu lassen.
  • Wer möchte, kann Putztücher auch mit kochendem Wasser übergiessen und einen Schuss Essig dazu leeren.
  • Feuchte Schwämme und Lappen kann man auch für eine Minuten in die Mikrowelle legen, das tötet die Bakterien ab.
Von lm am 20. November 2021 - 14:00 Uhr
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