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Obwohl sie frisch aus der Wäsche kommen

Warum Handtücher manchmal schlecht riechen

Ein Piepen signalisiert das Ende des Waschgangs, die runde Tür springt auf, Wärme strömt aus der Trommel, wir angeln nach flauschig geschleuderten Handtüchern, die herrlich nach Frühlingsfrische … Moment. Wieso miefen die denn so?

Warum stinken Handtücher?

Wer blitzsauber aus der Dusche hüpft, möchte sich nicht in miefendes Frottee hüllen.

Getty Images/Tetra images RF

Skandal! Was straight aus der Waschmaschine kommt, sollte doch wohlig duften. Erst recht, wenn wir unsere ebenfalls frisch gewaschenen Körper darin einhüllen möchten. Blöd, dass das Leben manchmal anders spielt und es hin und wieder vorkommt, dass Badetücher müffelnd aus der Trommel purzeln. Und nun? Alles ruiniert und ab in die Tonne damit? Langsam, langsam, der üble Geruch hat natürlich eine ganz plausible Erklärung. Und die lautet leider … Bakterien.
Die können entweder in der Waschmaschine selber lauern, oder es sich schon direkt im Frottee gemütlich gemacht haben. Wir wissen, was hilft – in beiden Fällen.

Bakterien in der Waschmaschine

1. Die Maschine öfter mal richtig heiss laufen lassen
Sparwaschgang und niedrige Temperaturen sind ökologisch gesehen natürlich vorbildlich. Bakterien können über beides allerdings nur müde lächeln. Erst ab 60° schlägt man selbige in die Flucht. Bettwäsche oder Handtücher also ruhig bei eben 60 oder mehr Grad waschen, so werden Trommel und Textilien abgekocht und von lästigen Keimen befreit. 

2. Die Trommel nach dem Waschen offen lassen
Wäsche raus, Tür zu? Lasst eure Maschine zwischen den Waschgängen lieber etwas auslüften und die Tür zumindest einen Spalt weit offen. So reduziert ihr das Risiko auf Schimmel- und Pilzbildung auf ein Minimum.

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3. Das Flusensieb und Waschmittelfach regelmässig reinigen
Sie wäscht ja hauptberuflich, drum muss die Maschine von innen picobello sein? Ganz so einfach ist es leider nicht. Wo Wasser fliesst, besteht Schimmel-Gefahr. Wo Bakterien durchs System fliessen, besteht … Bakterien-Gefahr. Habt darum ein wachsames Auge auf euer Flusensieb und die Fächer, in die ihr das Waschmittel gebt und reinigt beides, wenn nötig, in regelmässigen Abständen.

Bakterien auf den Handtüchern

1. Die Handtücher immer richtig trocknen lassen
Das gilt für vor und nach der Wäsche! Wer seine Handtücher noch nass in den Wäschekorb wirft und dort (im wahrsten Sinne des Wortes) lange rumgammeln lässt, bevor sie in die Maschine wandern, der darf sich über üble Gerüche nicht wundern. Auf feuchten Textilien fühlen sich Bakterien und Keime nämlich pudelwohl.
Genau deshalb gehören Handtücher auch erst zurück in den Schrank, wenn sie auf der Leine vollends getrocknet sind.
Im Bad selbst können Badetücher auf Stangen schneller und besser trocken als am Haken. Achtet darauf, dass sie auch hier nicht zu lange feucht vor sich hin gammeln.

Was hilft gegen stinkende Handtücher?

Der Retter in der Not hockt bereits in eurem Küchenschrank und wartet auf seinen Einsatz: Natron. In den meisten Fällen gelingt es dem vielseitigen Pulver, unangenehme Gerüche zu neutralisieren. Dafür einfach 1 EL mit in die Wäsche geben und alles bei mindestens 60° durchspülen. 

Von sll am 10.02.2021
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