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6 nützliche Erfindungen, die zuerst niemand haben wollte

Kritisiert, belächelt oder schlicht für unnötig befunden: Manche Dinge, die aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken sind, hatten einen schweren Start.

Woman with umbrella

Selbst der Regenschirm hat sich nur mit Mühe durchgesetzt. 

Getty Images/Westend61

Das Velo

Rund 360'000 neue Fahrräder und E-Bikes wurden letztes Jahr in der Schweiz verkauft. Das Velo ist aus unseren Strassen nicht mehr wegzudenken. Bis dahin wars ein weiter Weg: Die ersten Räder waren unvorstellbar schwerfällig und langsam. Das Hochrad, das eine Weile in Mode war, sogar lebensgefährlich. Erst zum Ende des 19. Jahrhunderts, als die Arbeiterschicht das Fahrrad als günstiges Transportmittel entdeckte, gab es einen Trend. Doch schon 1906 schrieb die «New York Sun»: «Als Modeerscheinung hat Fahrradfahren ausgesorgt.» Nach dem Zweiten Weltkrieg galt das Zweirad sogar als «Verlierergefährt». Wer es sich leisten konnte, fuhr Auto. Richtig populär wurde das Velo erst wieder in den 1970er-Jahren.

Bycicle on bridge
Getty Images/Westend61
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Der Fernseher

Im Jahr 2018 hatten 1.65 Milliarden Haushalte weltweit einen Fernsehanschluss. 2023 werden es 1.75 Milliarden sein. Der grösste Fernseher der Welt ist gigantische sechs Meter lang und drei Meter hoch, und auch wenn die meisten handelsüblichen Geräte etwas bescheidener daherkommen: Zwischen den Flimmerkisten der 1930er Jahre und den heutigen Smart-TVs liegen Welten – nicht nur in technischer Hinsicht. Vor allem die Radio- und Filmleute hatte für die neue Konkurrenz anfänglich nichts als Spott übrig. So sagte der legendäre Hollywood-Mogul Darryl Zanuck noch 1946: «Die Menschen werden es schnell leid sein, jeden Abend eine Sperrholzkiste anzustarren.» Fünf Jahre später gab es in den USA bereits zehn Millionen Fernsehzuschauer.

Der Dreipunktegurt

Den Gurt herüberziehen und einrasten lassen – dieser Handgriff ist uns beim Einsteigen ins Auto in Fleisch und Blut übergegangen. Doch so selbstverständlich der Sicherheitsgurt heute ist, als der Volvo-Ingenieur Nils Bohlin seine Erfindung 1959 der Öffentlichkeit präsentierte, löste das eine Welle der Empörung aus: Die Autofahrer polterten, die Medien bezeichneten den Gurt als unnütze Erfindung und Einschnitt in die persönliche Freiheit – sogar die Menschenrechte wurden bemüht. Starker Tobak angesichts einer Innovation, die bis heute über einer Million Menschen das Leben gerettet hat. Als der Bundesrat die Anschnallpflicht in der Schweiz einführen wollte, ergriffen Autofahrer das Referendum, und es kam zu einem wilden Abstimmungskampf. «Freiheit oder Zwängerei?» lautete Frage. Das Volk entschied sich mit einer hauchdünnen Mehrheit (50.5 Prozent!) für die Zwängerei, und im Juli 1981 wurde das Gurtenobligatorium eingeführt. 

Eine Million mehr

1959 hat Volvo den Dreipunkt-Sicherheitsgurt erfunden und damit über eine Million Menschenleben gerettet. Dies unterstreicht der schwedische Premium-Automobilhersteller mit der internationalen Kampagne «A Million More» und einem emotionalen Film, der echte Unfallopfer zu Wort kommen lässt.

Seit jeher steht für Volvo die Sicherheit der Menschen im Vordergrund, auch wenn die Gesellschaft für gewisse Innovationen noch nicht bereit ist. Für mehr Sicherheit im Strassenverkehr und hoffentlich, um eine weitere Million Menschenleben zu retten, entwickelt Volvo darum laufend neue Massnahmen. So sichert Volvo ab 2020 alle Fahrzeuge bei 180 km/h ab und führt bald Innenraumkameras ein, um schwere Unfälle aufgrund von Ablenkung oder Rauschmitteleinfluss zu eliminieren. 

Der Regenschirm

Niemand würde ihm seine Nützlichkeit absprechen wollen, doch auch er hatte einen schweren Start, und das ausgerechnet in der Schmuddelwetter-Metropole London. Dort spazierte der britische Geschäftsmann Jonas Hanway um 1750 mit einem Regenschirm herum, den er aus Paris mitgebracht hatte. Die Londoner Männerwelt fühlte von dem «weibischen» Accessoire derart bedroht, dass sie Randale machte: Hanway wurde mit Müll beworfen, Kutscher fuhren absichtlich vor ihm in Pfützen und Geschäftspartner wandten sich von ihm ab (sie hielten seine Geschlechtsidentität für gestört). Wie so oft siegte der ökonomische Nutzen über die Befindlichkeit: Mann sah ein, dass die Anschaffung eines Regenschirms um einiges günstiger war als ständige Schlechtwetter-Kutschenfahrten, und 1787 erlaubte die «Royal Society» den Herren offiziell das Tragen von Schirmen bei Regen.

Woman with umbrella
Getty Images/Westend61

Die Glühbirne

Am 21. Oktober 1879 stellte der Erfinder Thomas Edison der Öffentlichkeit eine Glühbirne vor, die fast 45 Stunden lang brannte. Das war damals Rekord, doch die Wissenschaft rümpfte trotzdem die Nase. Als «grandiosen Reinfall» wurde die Glühbirne verspottet, niemals werde sie sich durchsetzen. Die  Lästermäuler verstummten, als Edisons Glühbirnen immer länger brannten und bald in Serie produziert wurden. In seiner Fabrik in New Jersey gingen bis Ende 1882 rund 132 000 Glühbirnen vom Fliessband. Das elektrische Licht verdrängte die Gaslampe und veränderte den den Alltag der Menschen von Grund auf, wenn auch erst mal nur den der reichen. Reich wurde auch er schlaue Edison, der seine Glühbirne gleich nach der Premiere zum Patent angemeldet hatte.

Der Bikini

Entworfen hatte ihn ein Maschinenbauingenieur. Erstmals über den Laufsteg trug ihn 1946 eine Nackttänzerin, weil kein Mannequin für den riskanten Job gefunden wurde. Die Sittenwächter brachten sich sofort in Stellung, an den meisten Stränden wurde das empörende Kleidungsstück umgehend verboten. Erst Brigitte Bardot machte es salonfähig, als sie sich 1953 in Cannes in einem rosa karierten Modell vor den Paparazzi räkelte und damit nicht nur den Bikini weltberühmt machte, sondern auch sich selbst. Und auch wenn es oberflächlich nicht so scheint, seine Sprengkraft hat der Bikini bis heute nur teilweise eingebüsst: So wehrten sich unlängst algerische Frauen gegen das unausgesprochene Bikini-Verbot an ihren Stränden. Und das Model Emily Ratajkowski sah sich genötigt zu erklären, dass feministischer Protest durchaus auch im String-Bikini vorgetragen werden darf

Roter Bikini an Wäscheleine
Getty Images/Tetra images RF

Der PC

«Es gibt vielleicht einen Markt für vier, fünf Computer auf der ganzen Welt»: Das legendäre Zitat des IBM-Chefs Thomas Watson stammt von 1943. Dem Mann sei die krasse Fehlprognose verziehen: Die Rechner dieser Zeit waren so gross wie ein Haus und hatten dabei die Leistung eines Taschenrechners. Selbst 1977, als ein PC immerhin auf einem Bürotisch Platz fand, sagte der IT-Pionier Ken Olsen: «Es gibt keinen Grund, warum irgendjemand einen Computer zuhause haben sollte.» Auch er lag sowas von falsch. Am 12. August 1981 brachte IBM den kleinsten und mit einem Preis von 1565 Dollar auch den bis anhin billigsten Computer der Welt auf den Markt. Damit begann der Einzug der PCs in Büros und Privathaushalte. Der graue Kasten wurde ein solcher Erfolg, dass das «Time»-Magazin den «Personal Computer» ein Jahr später zum «Man of the Year» 1982 erklärte. Der Rest ist Geschichte.

Old classic computer sitting on an art deco retro desk. The wall is covered in a wallpaper with a striped wallpaper.*
Getty Images
am 30.10.2020
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