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Peter Rothenbühler schreibt Karin Keller-Sutter

«Sie sind aus Hartholz, beste St. Galler Eiche»

Peter Rothenbühler schreibt jede Woche Persönlichkeiten, die aufgefallen sind. Dieses Mal Justizministerin Karin Keller-Sutter.

FDP-Ständerätin Karin Keller-Sutter

Bei ihr fliegen die Späne: Justizministerin Karin Keller-Sutter, 55, packt mutig an.

Geri Born

Liebe Karin Keller-Sutter

Sie fackeln nicht lange herum, geben sich keine Schonfrist. Kaum im Amt, zeigen Sie Flagge. Während die Präsidentin Ihrer Partei mit den Grünen Süssholz raspelt, um links von der Mitte Stimmen zu gewinnen, zeigten Sie schon mehrmals, aus welchem Holz eine echt freisinnige Justizministerin geschnitzt ist. Aus Hartholz, beste St. Galler Eiche. 


Nein, wir nehmen keine Dschihadisten mit Schweizer Pass zurück, sagen Sie solo, ganz ohne Bundesratsentscheid. Die sollen bitte in Syrien abgeurteilt werden, dort, wo sie schlimmste Gräueltaten verantwortet oder unterstützt haben. Und niemand wagt, Ihnen zu widersprechen. 

«Sie sind aus Hartholz, beste St. Galler Eiche»

Jetzt schlagen Sie vor, die DNA-Proben von Verbrechern noch detaillierter aufzuschlüsseln, nach Hautfarbe, Körpergrösse, Haarfarbe und anderen Körpermerkmalen. Datenschützer heulen auf, Verbrechensbekämpfer sind Ihnen dankbar. Endlich können sie auch Serieneinbrecher besser schnappen.

Eiserne Lady

Schon in St. Gallen haben Sie sich als Justiz- und Polizeivorsteherin als «eiserne Lady» profiliert und voll das Risiko auf sich genommen, sich unbeliebt zu machen: Sie waren die Erste, die den Hooliganismus der Fussballfans wirksam bekämpfte, die Erste, die knallhart gegen prügelnde Ehemänner vorgegangen ist. 


Als liberale Bürgerliche mit harter Hand in Sicherheitsfragen und aufgeschlossener Haltung in gesellschaftlichen Fragen waren Sie den linken welschen Frauen 2010 noch so ungeheuer, dass sie die Parole ausgaben, statt Ihnen den lieben, netten Johann Schneider-Ammann zu wählen. Die Ladykillerinnen haben es seither schwer bereut. Und Sie sitzen endlich da, wo Sie hingehören.

Von Peter Rothenbühler am 17. April 2019