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Der ganz normale Wahnsinn

Wie bringt Sandra C. Kids und Job unter einen Hut? Easy! Oder doch nicht?

Fünf einfache Regeln für Hipster-Väter

Neulich hatte unsere Familienbloggerin ein etwas unangenehmes Erlebnis mit einem Rudel Hipster-Papas. Selbstverständlich findet es Sandra C. super, wenn sich Papis um ihre Babys kümmern. Aber ein paar einfache Regeln müssen auch für sie gelten.

Ich fahre also mit meinem Auto auf den Parkplatz vor der Post. Neben der Post ist ein kleines Café, das gerne von hippen jungen Eltern frequentiert wird. Vor dem Café ein Rudel Hipster-Dads: Bärtig, in Schlabber-Hosen und jeder von ihnen lässig ein Baby auf dem Arm. Ihre Kinderwagen stehen kreuz und quer im Zeug rum – zwei davon auf dem einzigen Parkplatz, der noch frei ist.

Ich lass also die Autoscheibe runter bitte sie freundlich, ihre Kinderwagen vom Parkplatz zu nehmen – und werde dann ein bisschen lauter, nachdem man mich nicht beachtet. Einer dreht sich um, begutachtet abschätzig meinen Mercedes und bewegt mit einem „Ja, chills, Karrieretussi“ seinen Kinderwagen weg. Hä? Der redet wie meine Teenager und hat das Gefühl, die Weisheit der Kindererziehung mit dem Löffel gefressen zu haben oder was?

«Ich hab imfall schon Kinder erzogen, da hast du noch die Schulbank gedrückt. Und im Gegensatz zu dir hab ich sie selbst geboren und gestillt!», sage ich im Vorbeigehen zu ihm. Ja, ich gebs zu, das war nicht ganz fair, und widerspricht eigentlich auch meiner festen Überzeugung, dass Väter fast alles gleich gut können wie Mütter. Aber irgendwie haben sie trotzdem immer noch das Gefühl, was ganz besonders Tolles zu sein, wenn sie sich um ihre Babys kümmern. Deshalb hier, und speziell für euch, liebe Hipster-Dads, fünf ganz einfache Verhaltensregeln, wenn ihr euch in der Öffentlichkeit bewegt.

Kinderwagen gehören weder auf Parkplätze noch in Eingänge

Eure Bugaboos, Bugabees oder Bugawieauchimmersieheuteheissen mögen ja eure Statussymbole sein. Parkplätze sind trotzdem für Autos da. Und an allen Orten, an denen normale Leute über sie drüberfliegen – Hauseingänge, Trottoirs, direkt vor der Ladentheke – haben sie auch nichts zu suchen. Kapiert?

Wickeln in der Öffentlichkeit? Schwierig

Auf einer Parkbank oder am Rande des Spielplatzes kann ich damit leben. Ich gestehe, dass ich auch von Stillen im Café oder Restaurant kein grosser Fan bin, aber das kann man ja noch einigermassen dezent machen. Aber Windeln wechseln auf einem Stuhl im Café? Find ich echt schwierig. Es reicht doch, wenn die Kindsmutter eure geniale Technik bewundert (und die Scheisse riecht), oder?

Rücksicht nehmen

Schöppelen im Café oder Restaurant ist selbstverständlich total okay. Ihr macht das auch super, inklusive das Baby danach an die Schulter heben fürs Bäuerchen. Aber bittebittebitte schaut doch zuerst, wie ihr dasitzt. Wenn da nämlich mehr als ein Bäuerchen hochkommt, ists für die, die hinter euch sitzen, echt nicht geil, wenn ein Schwall Babykotze auf ihrem Tisch landet.

Auch Babys brauchen Klamotten

Ja, halbnackte Babys sind super süss, und in der Badi oder am See dürfen die gern auch nur in Windeln rumhängen. Aber sorry, liebe Hipster-Dads, hier mag ich etwas alt und konservativ daherkommen: Auf der Strasse im Kinderwagen, beim Einkaufen und im Café tragen auch Babys Kleider, egal, wie heiss es ist. Ihr könnt ja so ein Onesie stricken, das ist ja jetzt in. Und für euch eins im Partnerlook.

Nicht zu lässig

Lasst euch zum Schluss doch noch von einer erfahrenen Mutter einen klitzekleinen Rat geben: Das lässige Das-Baby-auf-einem-Arm-tragen-und-in-der-anderen-Hand-die-Kaffeetasse-halten mag zwar beeindruckend aussehen. Aber spätestens, wenn sich das Baby drehen kann, würd ich damit aufhören. Nur so als kleiner Tipp.

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