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Der ganz normale Wahnsinn

Wie bringt Sandra C. Kids und Job unter einen Hut? Easy! Oder doch nicht?

Kpop is King!

«Ich schreibs dir auf, damit dus endlich kapierst!», sagte die Tochter von Sandra C., als sie zum gefühlt hundertsten Mal fragte, was denn an diesem Kpop so toll sei. Das fand die Familienbloggerin eine so gute Idee, dass sie dieses Schreiben gleich als Blog verwendet. Wer nun glaubt, sie habe diese Woche keine Arbeit gehabt, irrt: Der Text war ursprünglich mehr als doppelt so lang, und das Kürzen hat länger gedauert als jeweils das Schreiben eines eigenen Blogs!

Natürlich gibt es da mehr als tausend gute Gründe, warum ich Kpop mag, aber ich hätte zu wenig Zeit, um das alles zu erklären und du hättest wahrscheinlich sowieso schon in der Hälfte genug gehört. Also, ich weiss gar nicht so recht, wo ich überhaupt anfangen soll…

Ich beginne einfach mal mit dem Wichtigsten: der Musik selbst. Sie ist die Basis vom Gesamtpaket des Kpop. Wer denkt, Kpop sei das Gleiche wie Pop, einfach von ein paar Asiaten geschrieben und gesungen, liegt falsch. Erstens sind die Lieder im Gegensatz zu vielen anderen Popsongs meist auf Koreanisch, gespickt mit englischen Zwischenparts. Und wer jetzt denkt: «Warum soll ich mir das anhören, wenn ich es sowieso nicht verstehe? Die singen doch sowieso nur Jing Jang Jing!», liegt auch hier falsch.

So langsam solltest du wissen, dass Koreanisch definitiv keine Jing-Jang-Sprache ist

Also echt jetzt Mama, ich hab dir doch schon tausend Mal erklärt, was der Unterschied zwischen Koreanisch, Japanisch und Chinesisch ist. So langsam solltest du wissen, dass Koreanisch definitiv keine Jing-Jang-Sprache ist. Und auch wenn man es nicht versteht, gibt es immer noch die Lyrics, die man auch auf Englisch oder auf Deutsch im Internet findet.

«Don't judge music by its language!»

Aber zum Thema Sprache in der Musik möchte ich gerne allen Musikliebhabern mein Lieblingsspruch ans Herz legen: «Don’t judge music by its language!» Also wagt auch mal etwas und probiert etwas Neues aus - auch wenn ihr es dann nicht mögt, es wird euch nicht umbringen.

Der nächste Unterschied zwischen Pop und Kpop ist die Struktur, also der Aufbau eines Songs. Im Pop erkennt man ganz klar, wo die Strophen und die Bridge sind, beim Kpop ist das anders. Man erkennt den Refrain, aber die Bridge oder die Strophen kommen meist irgendwie gemischt oder öfter als gewohnt. Aber das heisst überhaupt nicht, dass die Songs dadurch weniger eingängig sind.

Im Gegenteil: Ich verstehe kaum ein Wort und kann alle Lieder auswendig (gut, ich höre sie auch täglich...). Ich höre viele Boygroups, aber meine Lieblingsband ist BTS - was du ja schon öfters in deinem Blog erwähnt hast. Sie sind die beliebteste und die berühmteste Kpop-Gruppe der Welt.

Ich hab dich nämlich letztens dabei erwischt, wie du den Song auf deinem Handy gehört hast

Ihr Hit «Fake Love» vom Album «Love Yourself: ‹ Tear›» schlug auf der ganzen Welt ein wie eine Bombe. Das Lied ist sogar in den Schweizer Charts. Gib es zu Mami, der Song ist echt gut. Ich hab dich nämlich letztens dabei erwischt, wie du den Song auf deinem Handy gehört hast. Ha!

Hier können Sie in den Song «Fake Love» von BTS reinhören:

Aber neben BTS und den ganzen anderen tollen Boygroups (auch empfehlenswert: Seventeen, EXO, Ikon, Nct, Stray Kids, B.I.G…) gibt es natürlich auch tolle Girlgroups. Die meisten Girlgroups machen Songs, die eine viel einfachere Melodie haben, aber manchmal ein wenig kindlich klingen (z. B. die Bands Twice oder Red Velvet - ich liebe diese Bands). Aber meine Lieblings-Girlgroup BlackPink macht Melodien und Lieder, die ganz anders klingen. Hör dir mal ihren neuen Hit «DDU-DU DUU-DU» an.

Diese Bands bestechen nicht nur durchs Singen oder Rappen

Als nächstes haben wir noch das Tanzen und die Choreos. Die Member der Bands können viel mehr als nur singen oder rappen. Sie alle sind sehr begabte Tänzer und Choreografen. Schau dir mal «Boy meets Evil» von BTS’s Maindancer Jhope an - er kann wirklich etwas.

Aber es ist nicht nur die Musik oder die Videos, die Kpop-Bands so berühmt machen, sie sind auch sehr lustig. Zum Beispiel bei BTS kann nur einer Englisch, da er in Neuseeland studiert hat. Der Rest sitzt in Interviews jeweils völlig ahnungslos da. Schau dir mal «BTS speaking english» oder «English time with Seventeen» auf Youtube an - das ist der Grund, warum du mich immer aus dem Zimmer lachen hörst.

Mein liebster Clip: Joshua (einer der zwei Amerikaner in der Band Seventeen, der besser englisch als koreanisch spricht) erzählt in einem Interview, dass er Koch war: «I worked as a chef there» – worauf sein Bandkollege Hoshi sehr überrascht fragte: «Ooooh... lobster?» Und Joshua: «No! Chef!» Gib es zu, es ist echt lustig, wenn sie versuchen auf Englisch zu reden.

Ich weiss, dass du immer sagst, sie sehen aus wie Mädchen, aber das stimmt überhaupt nicht!

Jetzt kommt noch ein sehr wichtiger Punkt, nämlich das Aussehen. Ich weiss, dass du immer sagst, sie sehen aus wie Mädchen, aber das stimmt überhaupt nicht! Ok, Jimin von BTS sieht schon ein wenig aus wie ein Mädchen, aber echt jetzt, sie sehen doch nicht schlecht aus. Nur weil sie sich ein bisschen schminken. Das müssen sie, sonst sieht es auf den ganzen Videos und auf der Bühne scheisse aus, also bitte.

Und schau dir doch mal ihre Haare an! Suga, mein Bias (Favorit) von BTS hat immer richtig coole und knallige Haarfarben, was ihm richtig gut steht. Also jetzt mal ernsthaft, du kannst mir nicht sagen, dass du den Unterschied zwischen Jungs und Mädchen nicht kennst!

Und der nächste Punkt ist auch ein sehr wichtiger: die Verbindung zu ihren Fans. Ich gehöre zu nur zwei Fandoms (auch wenn ich viele Bands toll finde): A.R.M.Y, die Fans von BTS, und Carat, die Fans von Seventeen. Ich nehme jetzt das Beispiel von BTS und A.R.M.Y. Bei jedem Auftritt und bei jedem Interview oder bei jeder Show, in der sie auftreten, bedanken sie sich tausendmal bei den A.R.M.Ys und sagen uns, wie glücklich sie sind, dass sie so viel Unterstützung und Liebe von uns bekommen.

Sie zeigen ihren Fans Wertschätzung

Bei jedem Konzert beginnt mindestens einer von ihnen zu weinen, weil sie so dankbar sind. Durch tausende Fanmeetings geben sie uns auch Liebe zurück. Viele amerikanische Sänger sind abgehoben und auch gemein zu vielen Fans und Reportern, aber Kpop-Stars sind kein bisschen gemein oder abgehoben. Im Gegenteil, sie freuen sich sogar, wenn sie mit Fans etwas machen können.

Aber nun zu meiner absoluten Lieblingsband: BTS. Sie bestehen aus 7 Mitgliedern. Mein absoluter «Bias» (Liebling) ist Suga, weil er Klavier spielt, genau wie ich, und man bei ihm wirklich merkt, wie wichtig ihm die Musik ist. Ausserdem unterscheiden wir uns vom Charakter nicht sehr - er schläft gerne und ich auch, er liebt Musik, ich auch. Und er sieht auch sehr gut aus.

Kpop-Bands nehmen es mit berühmten Popstars auf

BTS sind so beliebt, dass die Konzert-Tickets für ihre erste Europa-Tour innerhalb von neun Minuten komplett ausverkauft waren! Sie haben sogar dieses Jahr bei den BiIboard Music Awards gegen Weltstars wie Ariana Grande, Justin Bieber und Shawn Mendes gewonnen.

Meine zweitliebste Gruppe ist Seventeen. Sie sind nicht so bekannt wie BTS, was ich sehr schade finde, weil sie einfach mega gut sind. Es ist bei ihnen einfach schön, wie man sieht, wieviel Freude sie daran haben, zusammen zu arbeiten und auch allgemein zusammen Sachen zu machen.

Nach meinen zwei liebsten Boygroups (ich hätte eigentlich noch tausend mehr aufzählen können, aber das würde zu lange gehen), kommt noch meine Lieblings-Girlgroup: BlackPink. Sie besteht aus vier Mitgliedern und ist eine sehr spezielle Girlgroup, da sie ein wenig in eine andere Musikrichtung gehen wie die anderen (vergleich mal BlackPink mit Twice).

Kpop ist toll! Das wirst auch du noch irgendwann merken, Mami

Sie haben nur sehr wenige Songs rausgebracht und trotzdem eine riesige Fangemeinde. Es gibt noch so viele tolle Kpop-Bands. Ich hab dir eine Liste mit all meinen Lieblingssongs gemacht. Wenn du alle angehört hast, kriegst du von mir einen Orden. Abschliessend kann ich nur sagen: Kpop ist toll! Das wirst auch du noch irgendwann merken, Mami.