My awesome Life in Hollywood

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Neustart vor 30! Oder wie eine Rheintalerin nach Los Angeles kommt.

Klapperschlangen, Kojoten und Pumas

Andere Länder, andere Tiere. Während wir hier in der Schweiz von giftigen Schlangen oder gefährlichen Vierbeinern verschont bleiben, sieht das in Kalifornien etwas anders aus. Das musste jetzt auch unsere Bloggerin Jasmin Gruber am eigenen Leib erfahren.
Hollywood-Blog Wandern Schlangen Los Angeles
© Jasmin Gruber

Los Angeles ist ein richtiges Wanderparadies. Doch es lauern auch Gefahren, wie Bloggerin Jasmin Gruber jetzt weiss.

Ich liebe Tiere. Aber nur, wenn sie ein Fell haben und herzig aussehen. Spinnen, Kakerlaken und sonstige Krabbelviecher versetzen mich in eine Art Schockstarre, die sich später in ein hysterisches Kreischen verwandelt. Vor ein paar Wochen hatten wir in unserem Apartment Besuch von einer Grille, die ich erst aber mit einer Kakerlake verwechselt habe. In meinen Gedanken habe ich bereits die Koffer gepackt.

Sturzflug in den Dreck

Ich habe kein Fitnessabo hier, stattdessen gehe ich drei Mal die Woche wandern. Zwei Stunden raus in die frische Natur, über Stock und Stein. Wortwörtlich. Vor einer Woche bin ich auf einem grossen Stein ausgerutscht und habe einen Sturzflug in den Dreck hingelegt. Resultat? Mein linkes Bein war übersät mit Platzwunden und Schürfungen. Bisher dachte ich immer, die grösste Gefahr beim Wandern wäre ich selbst. Doch zwei Tage später wurde ich eines Besseren belehrt.

«Hier ist eine Schlange!»

Ich bin erst etwa zehn Minuten unterwegs, als eine hysterische Frau ein paar Meter vor mir in voller Lautstärke «Stoooooop!» in meine Richtung ruft. «Hier ist eine Schlange!», kreischt sie. Läck macht die ein Fass auf. Ich habe keine Angst vor Schlangen, finde die Tiere faszinierend. «Solange sie nicht giftig ist», meine ich deshalb nur trocken. «Ist sie! Das ist eine Pazifik-Klapperschlange, hochgiftig», belehrt mich die Frau. Oha! Nichts wie weg hier.

Hollywood-Blog Wandern Schlangen
© Jasmin Gruber

Klapperschlangen, Kojoten und Pumas treiben sich in den Hills rum.

Ich wusste ja, dass es hier Schlangen gibt, aber man rechnet ja doch nie damit, einer zu begegnen. Genau so, wie ich auch weiss, dass hier in den Hills Kojoten und Mountain Lions rumschleichen. Bisher habe ich das nur nicht allzu ernst genommen.

«Kojoten kommen in der Nacht runter»

«Hast du schon mal einen Kojoten gesehen?», will ich am nächsten Tag von meiner Nachbarin Katie wissen. «Klar! Die kommen in der Nacht von den Hills runter. Vor einem halben Jahr habe ich früh morgens sogar zwei Kojoten vor dem Eingang zu unserem Komplex gesehen.»

Okay, Kojoten gehen ja noch. Aber einem Mountain Lion, also einem Puma, will ich beim besten Willen nicht begegnen. «Die sind nachtaktiv, oder?», frage ich Katie. «Ja, eigentlich schon.» Eigentlich?! «Ich habe mal zwei von denen am Nachmittag gesehen, als ich mit dem Velo unterwegs war. Da hatte ich wirklich Angst, aber sie haben mich nicht beachtet.» Mir stockt der Atem.

Als meine Freundin Natali am Abend nach Hause kommt, erzähle ich ihr panisch davon. «Was soll ich machen, wenn mir beim Wandern ein Mountain Lion entgegenkommt?», frage ich sie verzweifelt. «Ruf mich an und gib mir deine Bankdaten durch.»

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