My awesome Life in Hollywood

My awesome Life in Hollywood

Neustart vor 30! Oder wie eine Rheintalerin nach Los Angeles kommt.

Feiern bis die Lichter angehen

Los Angeles schläft nie. Das Nachtleben in Hollywood muss der absolute Wahnsinn sein. Oder? Jein, sagt unsere Bloggerin Jasmin Gruber. 
Party in Los Angeles
© ZVG

Party machen in Hollywood: Ja - aber um zwei Uhr morgens ist Schluss.

Stimmt. Seit ich hier lebe, bin ich öfters im Ausgang. Mal schnell in eine coole Bar, dann weiter in einen angesagten Nachtclub und das sogar unter der Woche. Die besten DJs der Welt stehen hier hinter den Turntables, die Locations sind schrill, extrem hip und die Gäste erst. So viele schöne Menschen. Oh, und habe ich die wundervollen Rooftop-Partys schon erwähnt?

So sehr ich das Nachtleben hier aber liebe, so sehr hasse ich es auch. Denn eines geht mir gewaltig gegen den Strich. Um Punkt zwei Uhr nachts ist Schluss. Ende Gelände. Die Lichter gehen an, die Türsteher schmeissen dich unfreundlich aus dem Club und ab gehts nach Hause. Denn in Kalifornien darf zwei Stunden nach Mitternacht kein Alkohol mehr verkauft werden. Die Amis und Alkohol, das ist sowieso eine Art Hass-Liebe. Auf der Strasse ein Bierchen trinken? Darf man hier nicht. Am Strand sind Promille ebenfalls verboten. Dass man hier 21 sein muss, um (legal) zu trinken, muss ich ja nicht erwähnen.

Vor fünf Jahren war ich zum ersten Mal hier an der Westküste. Sprachaufenthalt in San Diego, nahe der Grenze zu Mexiko. Es war Samstagabend, wir gingen zuerst in eine Bar und gegen Mitternacht zogen wir weiter in einen angesagten Club. Da waren wir also, auf der Tanzfläche, mit Drinks in den Händen, amüsierten uns prächtig, und plötzlich gingen die Lichter an. Scheisse, ist etwas passiert?! Bombendrohung oder Prügelei? Bis uns jemand aufklärte. Ich weiss noch jetzt, wie perplex ich war. WTF? Um zwei Uhr?! Seriously?

Sich vor dem Ausgang bei jemandem daheim treffen, mit ein paar Drinks in Stimmung bringen und dann iiiirgendwann mal in Richtung Club zotteln? Liegt hier nicht wirklich drin. Ausser, man trifft sich schon am Nachmittag. Aber etwas Gutes hat es, muss ich zugeben. Man muss ja auch immer das Positive sehen, nicht wahr. Wochenenden wie in Zürich, als ich den ganzen Sonntag verschlafen habe und wie ein toter Fisch auf dem Sofa lag, gibts hier nicht mehr. Und genau deswegen gehe ich hier auch oft an einem Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag aus. Ah, und montags. Obwohl ich am nächsten Tag arbeiten muss. Denn die Gefahr, bis morgens um fünf, sechs Uhr in einem Schuppen festzusitzen, gibts hier ja nicht. Aber Lichterlöschen um zwei Uhr in der Früh verhindert trotzdem, leider, keinen Kater. Cheers!

Im Dossier: Alle Blogs von Auswanderin Jasmin Gruber