Sale, pepe e pomodoro

Sale, pepe e pomodoro

Moderatorin Zoe Torinesi tauscht regelmässig Mikrofon gegen Kochlöffel.

So isst die Welt - Philippinen

Die «So isst die Welt»-Serie führt dieses Mal nach Steinhausen, ZG. Kochbloggerin Zoe Torinesi ist zu Gast bei Rommel, einem ehemaligen Arbeitskollegen. Er kochte für sie und Freunde philippinisch. Ihre Erkenntnis: Die philippinische Küche hat nicht allzu viel mit der asiatischen zu tun, wie wir sie kennen.

Zoe Torinesi: Rommel, ich bin total überrascht, ich hatte ähnliche Speisen wie in Thailand oder Indonesien erwartet!
Rommel: Die Philippiner lebten lange unter der Kolonialherrschaft von Spanien und den USA, daher wurde unsere Küche vor allem Spanisch beeinflusst. Aber auch aus der mexikanischen, chinesischen, der amerikanischen und japanischen Küche finden sich Elemente.

Deine Mama hat vorhin gelacht, als ich staunte, wie viele Gäste ihr eingeladen habt.
Ja, wenn Philippiner einen besonderen Anlass feiern, dann kommen die Gäste einfach. Man verschickt keine Einladungen - wer vorbei kommen mag, kommt vorbei. Wir sind uns also viel grössere Runden gewohnt.

Was esst ihr, wenn es etwas zu feiern gibt?
Spanferkel mit Lebersauce zum Beispiel. Lechon nennen wir das Gericht.

Lebersauce? Das wär nichts für mich! Ich liebe aber die Mungobohnen, die du gekocht hast. Was ist euer Nationalgericht - sozusagen das Fondue der Philippiner?
Als Nationalgericht gilt Adobo, das aus Schweinefleisch, Rindfleisch, Geflügel, Fisch oder Gemüse zubereitet wird. Dazu kommen Essig, Knoblauch, Zwiebeln, Pfeffer und je nach Region Sojasauce oder Kokosmilch. Reis gehört für uns zu jedem Essen dazu. Wie bereits erwähnt, unsere Küche ähnelt der asiatischen nur bedingt, wir essen zum Beispiel fast nie scharf.

Was ist denn das Allerallerspeziellste, das es bei euch gibt?
Du sprichst wohl auf die Geschichte an, die dir meine Mutter vorhin erzählt hat, als sie uns auf den Philippinen einmal zeigen wollte, was Balut ist. Sie selber isst es auch nicht, aber viele Philippiner lieben die halb ausgebrüteten Eier. Ich selber finde es eklig, schliesslich isst man dabei sozusagen einen Hühnerfötus, für Schweizer unvorstellbar.

REZEPT
*Flan de Leche*
Zutaten:

8 Eigelb
ca. 1 Dose (400ml) gesüsste Kondensmilch
ca. 1 Dose (400ml) ungesüsste Kondensmilch
4 Esslöffel Zucker

Zubereitung: Zucker in einer kleinen Auflaufform regelmässig verteilen und direkt unter der Grillfunktion zum Schmelzen bringen. Wenn der Zucker schön karamellisiert ist, die Auflaufform aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen. In einer Schüssel die Eidotter und den Inhalt beider Kondensmilch-Dosen so lange verrühren, bis die beiden Ingredienzien gänzlich vermengt sind. Danach die Flüssigkeit durch ein Sieb hindurch in die Auflaufform giessen. Der Flan wird nun im Ofen während ca. 45 Minuten bei 175°C gebacken. Auch bei diesem Gericht kann man ganz einfach den Zahnstochertest machen: Bleibt nichts mehr am Zahnstocher oder Messer kleben, wenn man hineinsticht, ist der Flan fertig. Nach dem Backen die Auflaufform stürzen und den Flan auskühlen lassen. Das Dessert kann natürlich auf auf einige kleine Förmchen verteilt und so gebacken werden.

Paalam - Auf Wiedersehen

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