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STREAMING-TIPP

Dead to Me, 2. Staffel

Ihr liebt Filme und Serien, wisst aber nicht, was ihr als Nächstes schauen sollt? Kein Problem: Die Zeitschrift «Tele» stellt hier jede Woche Sehenswertes vor. Heute die zweite Staffel der Netflixserie «Dead to Me», die erfrischend, tragisch und schrecklich komisch daher kommt.

Dead to Me Tele Streaming Tipp April 2020

Jen (Christina Applegate, u.) und Judy (Linda Cardellini) haben jetzt wohl beide zünftig Dreck am Stecken.

Netflix

Ein Geheimnis ist etwas ganz Besonderes. Einmal geteilt, ist es schon keines mehr, es verliert seinen Zauber und wird schnell zur Gefahr. Ein Geheimnis ist aber auch eine wunderbare Zutat für fiktionale Stoffe wie Filme oder Serien. Im Falle der Dramedyserie «Dead to Me» war (mindestens!) ein Geheimnis sogar der rote Faden durch die erste Staffel.

Wir erinnern uns: Jen (Christina Applegate) fällt in lähmende Trauer, als ihr Ehemann Ted nachts beim Joggen von einem Auto angefahren wird. Der Lenker begeht Fahrerflucht, Ted stirbt am Strassenrand. Jen verflucht die trägen Polizeibeamten und ermittelt auf eigene Faust. Hilfe bekommt sie von Judy (Linda Cardellini), ihrer neuen Busenfreundin. Die zwei Frauen haben sich in einer Trauergruppe kennengelernt, denn beide haben ihre Liebsten verloren.

So weit, so gelogen. Ähem, aber wer die erste Staffel nicht gesehen hat, soll hier ungespoilert bleiben. Nur so viel: Es kommen viel mehr Geheimnisse raus, als sich ein Normalsterblicher ausdenken könnte.

Ein Mix aus Drama, Feelgood-Flair und tiefschwarzem Humor

Erfrischend anders sind auch die Figuren, allen voran die von Christina Applegate brillant gespielte Jen. Die zierliche Witwe hat ein latentes Aggressionsproblem und ist sich dessen auch bewusst. Um sich zu beruhigen, setzt sie sich oft in ihren Wagen und hört Musik: am liebsten deftiges Gewummere der deutschen Metalcore-Gruppe Caliban. Zum Brüllen.

Die Grundstimmung von «Dead to Me» wechselt emsig zwischen totalem Drama, Freundinnen-Feelgood-Flair und tiefschwarzem Humor. Liz Feldman («2 Broke Girls»), Drehbuchautorin und Produzentin von «Dead to Me», erklärt es so: «Bei Verlust und Trauer fühle ich mit und tauche darin ab. Aber ich finde immer auch Momente darin, die lustig sind. In jedem dunklen Moment steckt zwangsläufig auch etwas Komisches.»

Vom komischen Fach kommt übrigens auch der Produzent von «Dead to Me», der Kalifornier Will Ferrell (52; «Zoolander» u. a.).

Was hat es mit der Pool-Leiche aus Staffel 1 auf sich?

Doch zurück zu Trauer und toten Gatten: Nun steht Staffel 2 an, und was wir wissen, ist: Jen und Judy spannen weiterhin zusammen. Das war auch so zu erwarten, schliesslich sah man zum Staffelende in der allerletzten Einstellung eine männliche Leiche im Pool treiben.

Und die beiden Frauen stehen ratlos am Beckenrand. Ups!

«Dead to Me»; Dramedyserie; mit Christina Applegate u. a. Netflix, 2. Staffel; ab 8. Mai

Von Simone Reich am 29.04.2020
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