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  4. LGBTQIA+ Begriffe im Pride Month erklärt

Pride ist jeden Tag

So bunt ist der (LGBTQIA+)-Regenbogen

Ganz egal, was gerade auf der Welt passiert, der Juni stand wie jedes Jahr unter einem kunterbunten Stern: Es war Pride Month. Die letzten 30 Tage zelebrierten wir den Regenbogen in all seinen schillernden Farben und machten uns einmal mehr bewusst: Jeder darf sein, wer er will, und lieben, wen er möchte – immer.

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Das Motto des LGBTQIA+ Month: Liebe ist für alle da.

Getty Images

Was eigentlich längst völlig normal sein sollte, ist in der Realität leider noch immer Wunschvorstellung. Der Ehe für alle sind wir seit dem 11. Juni zwar einen wichtigen Schritt näher gekommen, die Schweiz ist mit diesem Entscheid allerdings eines der letzten Länder Westeuropas. Kein Wunder: Laut Umfrage empfindet jede/r zehnte Schweizer*in die gleichgeschlechtliche Liebe als unmoralisch.

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Grund genug, den Fokus mal wieder auf alle Arten zu legen, auf die man leben und lieben kann – die Aufklärungsarbeit ist nämlich auch nach dem Pride Month nicht vorbei. Falls ihr denkt, nach hetero- und homosexuell hört es auf, laden wir euch auf einen wilden Ritt auf dem kunterbunten Gender- und Sexualitäts-Regenbogen ein:

Anrdosexuell: Fühlt sich sexuell, ästhetisch und/oder romantisch zu einer Person egal welchen Geschlechts hinzugezogen, die sich männlich präsentiert.

Aromantic: Empfindet nur wenig oder gar keine Anziehungskraft für andere.

Asexuell: Fühlt gar keine sexuelle Anziehung zu anderen.

Bicurious: Wenn man neugierig oder offen für sexuelle Aktivitäten mit einer Person ist, deren Geschlecht sich von dem der bisherigen Sexualpartner abhebt.

Bigender: Fühlt beides, sowohl eine weibliche, also auch eine männliche Seite in sich.

Bisexuell: Fühlt sich sowohl vom eigenen, als auch vom anderen Geschlecht sexuell und/oder romantisch angezogen.

Cisgender: Die Identität geht mit dem Geschlecht einher, mit dem man auf die Welt gekommen ist.

Demiromantic: Kann nur eine Anziehungskraft spüren, wenn bereits ein starkes, emotionales Band mit jemandem herrscht.

Demisexuell: Man fühlt nur sexuelle Anziehung, wenn man zuvor eine starke emotionale und/oder sexuelle Beziehung aufgebaut hat.

Gender Fluid: Die Geschlechtsidentität variiert von Zeit zu Zeit.

Graysexuell: Die Zwischenstufe zwischen A-Sexualität und Sexualität. Sexuelle Erfahrungen sind kaum vorhanden und geschehen nur unter ganz bestimmten, sehr seltenen Umständen.

Gynosexuell: Fühlt sich zu Personen egal welchen Geschlechts sexuell, ästhetisch oder romantisch hingezogen, die sich weiblich präsentieren.

Heteroromantic: Fühlt sich vom anderen Geschlecht romantisch angezogen.

Heterosexuell: Fühlt sich vom anderen Geschlecht sowohl romantisch, als auch sexuell angezogen.

Homoromantic: Fühlt sich zum gleichen Geschlecht romantisch hingezogen.

Homosexuell: Fühlt sich vom gleichen Geschlecht sowohl romantisch, als auch sexuell angezogen.

Intersex: Biologisch weder ganz weiblich, noch männlich.

Skoliosexuell: Fühlt sich sexuell, ästhetisch und/oder romantisch zu genderqueeren, transgender und/oder nicht binären Personen (fühlen sich weder weiblich, noch männlich) hingezogen.

Panromantic: Romantisch – aber nicht sexuell – von anderen angezogen, unabhängig vom Geschlecht.

Pansexuell: Romantisch und sexuell zu grundsätzlich jedermann hingezogen. Bisexuelle werden von Männern und/oder Frauen angezogen, während Pansexuelle über das Geschlecht hinausgehen, da sie sich auch für Transgender, Intersexuelle, Genderqueer usw. interessieren. 

Polysexuell: Angezogen von mehreren Geschlechtern, wobei die Vorstellung, dass es nur zwei Geschlechter gibt (männlich und weiblich) abgelehnt wird. Bisexualität und Pansexualität sind Formen der Polysexualität. Die Unterschiede sind gering; anstatt von allen Geschlechtern (wie Pansexuelle) angezogen zu werden, werden Polysexuelle von mehreren Geschlechtern angezogen, nicht unbedingt von allen.

Polyamorous: Hat offene Beziehungen zu mehreren Partnern, die polysexuell sind oder nicht. 

Transsexuell: Sich dem entgegengesetzten Geschlecht zugehörig fühlen.

Von Denise Kühn am 29.06.2020
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