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  4. LGBTQ+ Begriffe im Pride Month erklärt

Sexuell orientiert

So bunt ist der Regenbogen

Der Juni ist LGBTQ+ Pride Month. Aber was genau feiern wir da eigentlich? Neben hetero, schwul, lesbisch und transsexuell gibt es noch zahlreiche andere sexuelle Orientierungen. Wir bringen das Licht des Regenbogens ins dunkle Unwissen.

Sexualbegriffe
Das Motto des LGBTQ+ Month: Liebe ist für alle da. Getty Images

Seit 50 Jahren gibt es sie, die Pride. Seit New Yorks Stonewall-Aufstand 1969 kämpfen immer mehr Menschen im Juni um mehr Rechte für ihre sexuelle Orientierung. Was eigentlich längst völlig normal sein sollte, ist in der Realität leider immer noch Wunschvorstellung. Im Gegensatz zu unseren Nachbarländern Deutschland und Österreich ist zum Beispiel die gleichgeschlechtliche Ehe hierzulande tatsächlich noch immer nicht erlaubt. Hinter der Idee, dass man aber doch eigentlich lieben darf, wen man möchte, stehen auch viele prominente Vorbilder wie Miley Cyrus und sogar das britische Königshaus. Meghan Markle und Prinz Harry posteten auf ihrem Instagram-Profil erst kürzlich ein ermutigendes Foto mit den Worten: «Wir stehen hinter euch und unterstützen euch. Weil es ganz einfach ist: Liebe ist Liebe».

Aber welche Arten sich und andere zu lieben gibt es eigentlich? Um endlich ein wenig Licht ins Dunkle der Sexualbegriffe zu bringen, erklären wir hier 16 der wichtigsten:

Aromantic: Empfindet nur wenig oder gar keine Anziehungskraft für andere.

Asexuell: Fühlt gar keine sexuelle Anziehung zu anderen.

Bigender: Fühlt beides, sowohl eine weibliche, also auch eine männliche Seite in sich.

Bisexuell: Fühlt sich sowohl vom eigenen, als auch vom anderen Geschlecht sexuell und/oder romantisch angezogen.

Cisgender: Die Identität geht mit dem Geschlecht einher, mit dem man auf die Welt gekommen ist.

Demiromantic: Kann nur eine Anziehungskraft spüren, wenn bereits ein starkes, emotionales Band mit jemandem herrscht.

Gender Fluid: Die Geschlechtsidentität variiert von Zeit zu Zeit.

Graysexuell: Die Zwischenstufe zwischen A-Sexualität und Sexualität. Sexuelle Erfahrungen sind kaum vorhanden und geschehen nur unter ganz bestimmten, sehr seltenen Umständen.

Heteroromantic: Fühlt sich vom anderen Geschlecht romantisch angezogen.

Heterosexuell: Fühlt sich vom anderen Geschlecht sowohl romantisch als auch sexuell angezogen.

Homoromantic: Fühlt sich zum gleichen Geschlecht romantisch angezogen.

Homosexuell: Fühlt sich vom gleichen Geschlecht sowohl romantisch als auch sexuell angezogen.

Intersex: Biologisch weder ganz weiblich, noch männlich.

Panromantic: Romantisch – aber nicht sexuell – von anderen angezogen, unabhängig vom Geschlecht.

Pansexuell: Romantisch und sexuell zu grundsätzlich jedermann hingezogen. Bisexuelle werden von Männern und / oder Frauen angezogen, während Pansexuelle über das Geschlecht hinausgehen, da sie sich auch für Transgender, Intersexuelle, Genderqueer usw. interessieren. 

Polysexuell: Angezogen von mehreren Geschlechtern, wobei die Vorstellung, dass es nur zwei Geschlechter gibt (männlich und weiblich) abgelehnt wird. Bisexualität und Pansexualität sind Formen der Polysexualität. Die Unterschiede sind gering; Anstatt von allen Geschlechtern (wie Pansexuelle) angezogen zu werden, werden Polysexuelle von mehreren Geschlechtern angezogen, nicht unbedingt von allen.

Polyamorous: Hat offene Beziehungen zu mehreren Partnern, die polysexuell sind oder nicht. 

Transsexuell: Sich dem entgegengesetzten Geschlecht zugehörig fühlen.

Von Denise Kühn am 9. Juni 2019