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Suonen – Alte Baukunst im Wallis

Die Suonen im Wallis sind einmalige Bauwerke. Sie bringen das Wasser von Gletschern und Bächen hinunter ins Tal. Und machen so Landwirtschaft an den steilen Hängen erst möglich. Wanderungen entlang der Suonen sind spannend und eindrücklich.

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Die Suone von Ayent – ein über 500-jähriges Meisterwerk.

David Carlier

Über 500 Jahre alt und so spektakulär, dass sie sogar auf der 100er-Note prangt: Die Suone von Ayent liegt im Mittelwallis und bewässert die Weiden und Weinberge von Ayent und Grimi­suat. Das Wasser kommt vom Tseuzier-­Stausee teils durch traditionelle, teils durch moderne ­Bewässerungskanäle. Alte Bauweisen wurden wo nötig rekonstruiert, etwa die Lei­tun­gen im Tal der Lienne, die Holzkonstruktionen am ­Tor­rent-­Croix oder der «Zwergendurchgang», der in luftiger Höhe an einem schroffen Fels­vorsprung vorbeiführt. Auf einer Wanderung kann man der Suone in rund dreieinhalb Stun­den vom Lac de Tseuzier bis hinunter nach ­Ayent folgen.

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Die Weinberge sind auf das Wasser der Berge angewiesen.

David Carlier
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Das Wallis ist reich an Suonen, den historischen Bewässerungskanälen. Sie bestehen aus offenen Gräben, die das kostbare Wasser von Gletschern und Gebirgsbächen – zum Teil auf abenteuer­liche Art – zu den trockenen Weiden und Äckern, in die Weinberge oder auf die ­Obstplantagen brin­gen. Viele Suonen sind heute noch in Be-trieb und werden sorgfältig unter­halten. Suonen­meister regeln mit Schiebern, welches Feld wann wie viel Wasser bekommt. Suonen gibts vom Oberwallis bis hinunter nach Martigny. Die ­Stiftung Landschaftsschutz Schweiz hat dieses Jahr gar die Bewässerungslandschaft Ausserberg, Eggerberg, Baltschieder und Naters zur «Landschaft des Jahres 2020» gewählt. «Die Son­nenhänge an der Lötschberg-Südrampe und am Natischerberg sind einmalige charakte­ris­tische Kulturlandschaften: Als Schatztruhen der Walli­ser Landschaftsgeschichte zeugen sie von einer jahrhundertealten Tradition der nachhaltigen Nutzung des knappen Gutes Wasser», lobt die Stiftung für Landschaftsschutz

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Eine Degustation von Weinen darf nicht fehlen.

David Carlier

Ohne Suonen keinen Wein: Die Rebstöcke an den Hängen des Rhonetals brauchen das kostbare Wasser aus den Kanälen. Deshalb darf eine Suonenwanderung nicht ohne Weinde­gustation bleiben. Entlang des Weinwegs zwischen Martigny und Leuk wachsen die feinen Gewächse für Fendant, Malvoisie oder Heida. In einladenden Weinstuben und typischen Weinkellereien können die Spezialitäten probiert ­werden. Und nicht zu vergessen: Hier befindet man sich an ­einigen der steilsten Weinberge der Welt. Sowohl die Trauben, die entlang des Wegs reifen, sind einmalig als auch die Wanderreise selbst – ein wahrer Genuss.

Karte, Museum und Weinreise

23 Wanderungen mit unterschiedlichen Längen und Schwierigkeitsgraden sind auf der Website und der Suonenkarte zu finden. www.wallis.ch/suonen

Das Suonenmuseum in Botyre-Ayent klärt über die Entstehung der Suonen auf. www.musee-des-bisses.ch

Eine viertägige Weinreise zu Fuss entlang des Walliser Weinwegs zwischen Martigny und Leuk. (Leistungen: 3 Übernachtungen in Hotels der Kategorie Standard, Frühstück, Gepäcktransfer von Hotel zu Hotel, ausführliche Reiseunterlagen inkl. GPS-Daten. Gültigkeit: bis 17. Oktober 2020. Preis: ab CHF 559.– pro Person. www.wallis.ch/weinwegzufuss

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Die Serie #auf&davon ist ein Reise-Extra von Redaktion & Verlag der Schweizer Illustrierten zusammen mit Destinationen und Reiseveranstaltern.

Von MR am 31.05.2020
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