1. Home
  2. Family
  3. 27 Dinge, die ich in den ersten Badeferien mit Kind gelernt habe

Flugstress, Kotztüten und waghalsige Sprünge

27 Dinge, die ich in den ersten Badeferien mit Kind gelernt habe

Was jetzt kommt, soll keinesfalls ein Klagelied sein. Mein Freund, unser Zweijähriger und ich hatten eine tolle Zeit zum ersten Mal am Meer. Dennoch… lest weiter!

Kind am Meer

Was hier sehr gechillt aussieht, ist in Wirklichkeit nicht ganz so entspannend, findet unsere Redaktorin.

Getty Images
1. Der Kleinste braucht den grössten Koffer

Und mit gross meine ich richtig gross. Du denkst, Babykleider brauchen kaum Platz, also reicht ein Handgepäck-Köfferli? Wo aber packst du alle Lieblingskuscheltiere, die wichtigsten Büechli, das ganze Badezeugs, das Feuerwehr-Auto, Windeln, Medikamente, Schwimmwindeln und die ganzen Toiletten-Artikel ein?

2. Panik

Wir sind kurz nach dem ersten Lockdown Eltern geworden. Deswegen musste unser Sohn 2 werden, bevor wir das erste Mal das Flugzeug bestiegen. Ich hatte also mehr als genug Zeit, Angst zu haben. Wird der Bub den ganzen Flug lang schreien? Sich wehren, wenn er während Start und Landung ruhig sitzen muss? Wird er den Passagieren vor und hinter uns an den Haaren zupfen?

Mehr für dich
 
 
 
 
3. Kotzen

Oder, schlimmer, wird er drei Stunden lang durchkotzen, wenn es ihm übel wird? Und wenn ja, wieviel Ersatzkleider für seinen Vater, ihn und mich passen in ein Handgepäck?

4. Zäpfli for life

Ok, chillen. Es gibt natürliche Zäpfchen, die man vorbeugend gegen Reiseübelkeit, das Kind körbled oft beim Autofahren, verabreichen kann.

5. Panik 2.0

Habe ich sowohl Zäpfchen als auch Créme, die wir brauchen, um ihm das Ding genau eine Stunde vor Abflug zu verabreichen, wirklich eingepackt? WO IST ES?

6. Das Ding mit der Milch

Kommen wir mit Schoppen wirklich durch die Sicherheitskontrolle? Und wie und wo wärmen wir die Milch dann auf? Gibts im Flieger warme Milch? Ist das alles hygienisch? Wie lange ist Milch ausserhalb vom Kühlschrank haltbar? Warum mache ich mir acht Millionen Gedanken?

7. Pure Erleichterung

UHT-Milch is it. Kurz vor Abflug nicht gekühlt kaufen, Schoppen geben. Kind happy, wir happy.

8. Die Welt ist der Himmel

Wir wissen jetzt, wie es ist, im Himmel die ganze Welt umarmen zu wollen. Weil das Kind a) null gekotzt hat, b) alles super easy mitgemacht hat und c) das ganze Prozdere rund um die Fliegerei wahnsinnig spannend findet.

Happy Kind im Flugzeug

Kind glücklich, Mama und Papa noch glücklicher.

Getty Images/Westend61
9. Erkenntnis

Okay, es hätte keinen ganzen Handgepäck-Rucksack mit neuen Büechli und Spielsachen gebraucht.

10. Kack-Problem

Volle Kackwindeln in einem Flugzeug zu wechseln ist mindestens so anstrengend wie einen New-York-Marathon zu laufen. Das liegt nicht nur daran, dass die Platzverhältnisse an Board, nun, sehr überschaubar sind.

11. Druckausgleich-Ängste

Wie geht Kleinkind und Druckausgleich? Woran müssen wir denken? Wird es grauenhafte Ohrenschmerzen haben?

12. Schnallen, dass alles halb so wild ist

Dreissig Minuten vor dem Flug kann man dem Kind Nasenspray geben. Während des Starts und der Landung kann es trinken oder am Nuggi nuckeln und gut ist – simpel, super, einfach!

13. Erholung? Haha!

Wir waren in einem enorm schönen Familienhotel auf Kreta. Da hatte es auch enorm viele schöne Liegenstühle, auf denen wir auch einmal pro Tag tatsächlich liegen konnten. Dann, wenn der Kleine seinen Mittagsschlaf machte. Davor und danach: Action! Erholung? Keine! Spassfaktor dafür gross!

Kind badet

Badeferien mit Kindern sind lustig und anstrengend.

Getty Images
14. Teurere Zimmerkategorie lohnt sich

Wir haben uns eine kleine Suite gegönnt. Mit separatem Wohnzimmer. Andernfalls wäre für uns auch Feierabend gewesen, wenn der Bub um 21 Uhr ins Bett geht.

15. Tripp-Trapp-Trubel

Endlich Ferien, endlich mal wieder viel Zeit für gutes und ausgiebiges Essen? Nicht mit einem Zweijährigen! Im Tripp Trapp sitzen? Fehlanzeige! Das Ende des Liedes: Wir assen oft hintereinander statt miteinander.

16. Die Erlösung

Nachtrag zu Punkt 15: Nach vier Tagen wollte ich mal wieder mit meinem Freund essen. Also brachte ich das iPad ins Spiel. Mit Erfolg, über eine Stunde konnten wir uns unterhalten, während der Kleine hochgradig zufrieden im Tripp Trapp sass und natürlich kindergerechte Spiele spielte.

17. DANKE

Danke, Steve Jobs.

18. Mom-Shaming

Versteht mich nicht falsch, mich hat niemand geshamed, ausser ich mich selber. Ich habe mich ständig gefragt, ob uns hier alle Loser finden, weil wir unser Kind mit dem iPad abspeisen.

19. Gleichgültigkeit entwickeln

Mom-Shaming-Gefühle annehmen, anschauen und dann begraben. Ist mir gelungen. Ab da waren diese Ferien so gechillt, wie gechillt Ferien mit einem Kleinkind halt sein können.

20. Keine Ahnung von der Umgebung haben

Wir waren auf Kreta. Ich habe keine Ahnung, wie Kreta aussieht. Wir sind gerade mal zweimal aus dem Hotel gekommen. Einmal, um Schwimmwindeln zu kaufen und einmal, um den Arzt aufzusuchen, nachdem das Kind von einer Katze gebissen wurde.

21. Wo Wasser, da Drama

Das klingt schlimmer, als es ist, aber: Flügeli, Schwimmring, Schwimmweste NIE NIE NIE vergessen, geschweige denn das Kind nur eine Nanosekunde aus den Augen lassen.

22. Alles Fremde ist super

Ganz egal, wie viel tolle Spielsachen ihr für euer Kind eingepackt habt. Es will IMMER mit den Spielsachen von anderen spielen. Dasselbe gilt für Essen.

23. Das Paralleluniversum als Kuschelgruppe

Ich will nie wieder in etwas anderes als ein Familienhotel einchecken. Hier wägelen alle stundenlang ihre Babys in den Schlaf. Hier lernen wir, dass die terrible twos wirklich nicht nur ein Gerücht sind. Und hier nicken wir uns alle verständnisvoll zu, wenn sich mal wieder ein Kleinkind wutentbrannt auf dem Boden wälzt.

24. Sparsam sein mit der Frage «Was willst du essen?»

Der Grund ist simpel: Die Antwort lautet immer Glacé.

Cute little girl stands by the ocean on a beach and grips a wafer ice-cream cone. She licks around the vanilla ice-cream in an attempt to catch the drips.

Kinder mit Glacé sind (meist) happy Kinder.

Getty Images
25. Pärchenzeit

Gibts nicht. Ausser ein bisschen abends, wenn das Kind schläft, bevor man selber noch vor 22 Uhr todmüde ins Bett fällt.

26. Tschüss Vermögen

Für acht Tage Badeferien haben wir genau gleichviel ausgegeben wie für knapp vier Wochen Thailand ohne Kind. Wo wir notabene nur in den besten Hotels nächtigten.

27. Fazit

 Wir würden trotz allem unseren Sohn nie wieder hergeben! Oder okay, maximal nur schnell für eine einzige Nacht in einem Luxushotel, wo wir dann auch schon vor 22 Uhr schlafen würden. Also nein, wir tauschen ihn nicht einmal gegen das Adults-only-Luxushotel ein.

Von Maja Zivadinovic am 4. August 2022 - 07:09 Uhr
Mehr für dich