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Hilfe, ich brauche eine Pause!

5 Tricks, wie ihr kleine Kinder beschäftigt

Ein ganzer Tag um Kleinkinder ist anstrengend. Sehr sogar. Wir haben für euch ein paar simple Tricks, wie ihr die lebhaften Knirpse zumindest eine Weile beschäftigen könnt. Mit Gegenständen, die ihr garantiert auch zu Hause habt.

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Von der grossen Schwester geschoben, macht die Bootsfahrt im Waschkorb gleich doppelt Spass (Symbolbild).

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Homeoffice und Kleinkinder wollen wir gar nicht erst zusammenführen. Es-geht-nicht. Punkt. Wer nur schon auf den Gedanken kommt, dass es funktionieren könnte, hat nie einen Tag mit einem Kleinkind oder noch wilder – Kleinkindern verbracht.

Wir definieren hier Kleinkind mal ab dem Moment, wo das muntere Miniding aufrecht rumtappst und später rennt, bis hin zum zwei- bis dreijährigen Persönchen, das zwar langsam sprachbefähigt wäre, meist aber nur von den Angehörigen verstanden wird.

Kurz: ein plapperndes, hochaktives Krümelmonster, das Mama und Papa ganz schön auf Trab hält. Die hätten gern zwischendurch eine Pause. Und sei es nur eine klitzekleine.

Schon fünf Minuten können im Elternzeitempfinden eine halbe Ewigkeit sein. Wir bieten euch Soforthilfe. Legen wir los!

1. Kunterbunter Sockensalat

Spielsachen für Kleinkinder bräuchte es eigentlich gar keine. Sie lieben Alltagsgegenstände und erkunden mit Begeisterung alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Die kleinen Energiebündel wissen dabei ganz genau, wem was gehört: Diese Schuhe sind von Mama, die von Papa, die vom grossen Bruder.

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Auch aus unserer Sicht so banales wie Socken: Ha! Hochfaszinierend für kleine Patschhände und Zähne. Also plündert euren Schrank, legt alle Einzelsocken oder löchrigen Überreste, die mal diesen Namen trugen, auf einen Haufen, schiebt ihn vor eure Mimi oder euren Max und sagt mit verschwörerischer Stimme (die hilft immer): «Schau mal, ein Sockensalat.» Den Rest überlasst ihr der Fantasie des Kindes.

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Eine Socke bleibt jedes Mal übrig – gibt rasch einen hübschen Sockensalat.

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2. Bootsfahrt im Waschkorb

Es gibt sie traditionell als geflochtene Zaine oder jüngeren Datums als Plastikkörbe. So oder so: Waschkörbe sind multifunktionale Gegenstände, die für grossartige Abenteuer zweckentfremdet werden können. Man stelle also einen leeren Waschkorb vor den Junior und losgeht die Bootsfahrt auf dem Nil in den eigenen vier Wänden.

Sehr läss natürlich, wenn ein älteres Geschwister den Korb noch schiebt und zwischendurch kräftig daran rüttelt (hoher Wellengang). Vielleicht gerät das Boot sogar in einen richtigen Sturm und kippt. Wie es der Mannschaft danach geht, werdet ihr sofort hören.

Waschkörbe wandeln sich auch im Nullkommanichts in Hundehütten, Berghöhlen und Unterkünfte jeglicher Art. Und pssst (das habt ihr nicht hier gelesen): Man kann damit herrlich Treppen hinuntersausen (auf die Idee werden eure Kinder früher oder später eh kommen. Versprochen. Am besten ihr legt gleich eine Decke als Polster dazu). Viel Spass!

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Diese Sorte Waschkorb eignet sich hervorragend für Versteckis.

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3. Ab in die Höhle!

Kinder lieben Nester. Es sind Rückzugsorte zum Entspannen und Verweilen. Die einfachste Höhle der Welt besteht aus einer Kartonkiste. Aufstellen und fertig. Für die Luxusvariante ein Nuschi mit ein paar Klüpperli an der Kiste befestigen und schon lässt sich der Höhleneinfang öffnen und schliessen. 

Vielleicht mögen die Kuscheltiere gleich mitkommen und mithöhlele. Ein paar Bilderbücher danebenlegen und es blättert sich gleich viel andächtiger als einfach so auf dem Sofa.

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Nanu, es ist plötzlich so still...

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4. Oh du tolle WC-Rolle!

Ihr habt sie stets im Haus und seit dem Corona-Lockdown sogar in Hülle und Fülle: WC-Rollen. Unbedingt aufbewahren! Es wäre viel zu schade, sie sang- und klanglos bei der nächsten Kartonabfuhr zu verschachern.

Einen Korb mit den tollen Rollen aufstellen (Kinder lieben Körbe und jegliche Art von Kisten) und los gehts: Die Rollen lassen sich ineinanderstecken und in herrliche Chügelibahnen verwandeln. Man kann sie verlöchern, falten, türmen, hineinbeissen oder als Fernrohr benutzen.

Gibt man noch Haushaltspapierrollen dazu, steht einem Trompetenkonzert nichts mehr im Wege (wobei, Krach wollten wir vermeiden oder? Also lassen wir das).

Wer mit wenig Aufwand noch mehr aus den Rölleli herausholen will, hier drei Tricks von Sandra Boner:

3 IN 1 — ALLWETTERTRICKS MIT SANDRA BONER

Experiment mit WC-Rölleli

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In ihrem Video-Blog «3 in 1 – Allwettertricks mit Sandra Boner» stellt die SRF-Wetterfee drei Ideen, Tricks und Hacks vor. Diesmal dreht sich alles um das gute alte WC-Rölleli.  

5. Massband zum Spicken

Wie gross ist die Welt? Für ein kleines Kind riesig. Die Eltern: Giganten. Die Katze: Eine Löwin. Der Regenschirm: Ein Zelt. Kleine Kinder lieben es daher, herauszufinden, wie lange etwas ist, Dinge aneinanderzureihen oder auszurollen. Immer und immer wieder. 

Was also eignet sich perfekter dazu als ein Massband, das auf Knopfdruck wieder zurückrollt? Mimi und Max können daran ziehen, bis es nicht mehr weitergeht. Den Knopf fürs Zurückrollen werden sie im Nu entdecken und dann geht der ganze Spass wieder von vorne los.

Von Maria Ryser am 18.06.2020
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