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Mütter erzählen

Das hat uns durch die Geburt geholfen

Bei den einen sind es Atemübungen, bei manchen ist es laute Musik, bei anderen der Partner oder eine Brustwarzen-Massage – fünf Mütter erzählen ganz offen, was ihnen wirklich geholfen hat, die Geburten ihrer Babys durchzustehen.

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Die Geburt ist geschafft – und jetzt einfach nur geniessen!

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Ihr seid in freudiger Erwartung? Herzliche Gratulation! Falls euch im Hinblick auf die nahende Geburt etwas mulmig zumute ist: Hier verraten euch verschiedene Mütter, was ihnen bei der Geburt ihrer Babys wirklich geholfen hat.

Sich nicht verkopfen
«Bei meinem ersten Kind habe ich bis zum Tag vor dem errechneten Geburtstermin gearbeitet. Mein Gynäkologe riet mir zwar, es etwas langsamer anzugehen und Kräfte zu sparen für die Geburt. Aber für mich hat es so gestimmt, weil ich dadurch gar nicht erst Zeit hatte, darüber zu grübeln, was alles passieren könnte. Ich vertraute auf meinen Körper, auf mein Baby und auf das Team im Gebärsaal – und war dann unglaublich dankbar, dass tatsächlich alles gut gekommen ist.» Stefanie, 37
 

Entspannt ins Spital gehen
«Bei einem geplanten Kaiserschnitt zum Beispiel hilft ein fürstliches Abendessen am Tag davor – so quasi als Abschied unserer <wir beide gegen die Welt>-Phase.  Einfach kurz mit der Ärztin absprechen, bis wann ihr noch essen dürft.» Juliane, 41
 

Die passende Begleitperson 
«Egal ob der Partner, das Mami oder die beste Freundin: Jemanden an deiner Seite zu haben, der dich genau kennt und immer grad weiss, was du meinst, ist total beruhigend. Bei mir wars mein Mann. Ich musste nur <Socken> schreien, und er wusste, meine Füsse sind zu warm, und zog sie mir aus.» Daniela, 38
 

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Informiert sein, was passiert 
«Während der Operation (wir hatten einen Kaiserschnitt) hat mir die nette Operationsassistentin immer mal wieder Updates aus der Operationszone durchgegeben. Das war spannend.» Juliane, 41
 

Die passende Musik
Manche wünschen sich nichts als Ruhe, andere schwören auf entspannende Klänge – anders Model, Moderatorin und Schauspielerin Melanie Winiger, 40: Sie brauchte etwas, das ihr Power gab, wie sie in der SRF-3-Interview-Serie «Rock hat mein Leben zerstört» verriet: «Zuerst wurde im Gebärsaal Musik von Café del Mar gespielt. Ich sagte, so wär ich ja in 35 Stunden noch dran!» Sie presste ihren Sohn dann innert viereinhalb Stunden auf die Welt – zu einem Song der US-amerikanischen Nu-Metal-Band Limp Bizkit.

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Manche Frauen wollen die Geburt ruhig angehen, andere lassen lieber Dampf ab.

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Hypnobirthing
«In meiner zweiten Schwangerschaft schlief ich sehr schlecht und war entsprechend erschöpft, als die Geburt nahte. Deshalb wollte ich mich gut vorbereiten und besuchte einen Hypnobirthing-Kurs. Klingt übrigens viel esoterischer, als es ist! Wir lernten, welches die besten Geburtsstellungen sind und wie Atemübungen den Schmerz lindern können. Bei der Geburt war ich überrascht, wie sehr mir diese Übungen geholfen haben, mich von den Schmerzen abzulenken und die Wehen so besser ertragen zu können. Und ich verbrachte einen Grossteil der etwa fünfstündigen Geburt in der Vierfüssler-Position. Dank des Kurses war ich viel kompetenter als bei der ersten Geburt und wusste viel besser, was mir gut tut.» Stefanie, 37
 

Humor
«Mein Partner, der eigentlich überhaupt nicht lustige aber dann irgendwie doch lustige Witze gerissen hat – das hat der Situation beim Kaiserschnitt im Operationssaal den Schrecken genommen.» Juliane, 41
 

Eine Brustwarzen-Massage
 «Bei der Geburt meines vierten Kindes konnten weder stundenlanges Spazieren, der Wehencocktail noch Hormone die Wehen in Gang bringen. Doch als ich auf Rat der Hebamme meine Brustwarzen etwas massierte, ging es sofort los.» Iris, 37
 

Ablenkung
 «Als die Hebamme nach 30 Minuten im Gebärsaal den Arzt herbei rief, beunruhigte mich das zuerst. Doch der liebe Doktor kam, sah und setzte sich erst einmal hin. Das dauere hier bestimmt noch eine Stunde, meinte er, zückte sein Handy und zeigte uns seine neueste App. Das lenkte mich etwas ab, und ich wurde ganz ruhig. Ich wusste: Solange mein Arzt auf seinem Telefon rumtippt, ist wohl alles in bester Ordnung.» Sybille, 37
 

Eine Doula
Viele kennen den Begriff der Geburtsdienerin dank Meghan Markle, 38: Die Herzogin von Sussex soll bei der Entbindung von Archie auf die Unterstützung einer Doula gesetzt haben. Was eine Doula genau macht, erfahrt ihr hier.
 

Im Geburtshaus gebären
«Nach einer schweren ersten Geburt wollte ich mein zweites Kind in einem Geburtshaus auf die Welt bringen. Und ich würde es nie mehr anders machen: Ich kannte die Hebamme, die mich bei der Geburt unterstützte, schon von den Kontrollen in der Schwangerschaft, hatte von Anfang an bis zum Schluss die selbe Hebamme an meiner Seite, und besonders schön fand ich, wie vernarrt alle Mitarbeiterinnen in die Babys waren, und wie liebevoll sie sich um sie und die Mütter kümmerten.» Nora, 37

Von Christa Hürlimann am 05.11.2019
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