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Blick in die Zukunft

Diese Trends bestimmen 2026 die Wahl der Babynamen

Trends kommen und gehen – das zeigt sich auch bei der Wahl der Babynamen. Welche Aspekte 2026 die Namenswahl beeinflussen, weiss die Schweizer Vornamenberaterin Andrea Horka.

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Diese Babynamen werden 2026 im Trend sein.

Kurz, genderneutral und international verständlich – auf diese Kriterien werden Eltern 2026 bei der Wahl des Babynamens achten.

Getty Images

In den letzten Jahren gab es in den Top Ten der beliebtesten Mädchen- und Knabennamen wenige Überraschungen. Emma, Mia, Sofia, sowie Noah, Liam und Matteo besetzen schon lange die Spitzenpositionen. Doch abseits der All-Time-Favorites gibt es durchaus neue Trends zu beobachten – genauso wie neue Namen, die den bereits bekannten Trends entsprechen. Solche aufzuspüren, ist die Leidenschaft von Andrea Horka. Als Babynamen-Consultant berät sie werdende Eltern bei der Namenswahl und weiss, welche Kriterien dabei immer wichtiger werden. Für schweizer-illustrierte.ch beleuchtet sie die fünf grossen Trends fürs Jahr 2026.

Andrea Horka

Andrea Horka weiss, welche Vornamen künftig häufiger zu hören sein werden.

ZVG

Global verständliche Namen

Immer mehr Familien sind mehrsprachig. Damit der Name des Kindes sowohl von der Verwandtschaft mütterlicherseits als auch von jener des Vaters gut ausgesprochen werden kann, wünschen sich viele werdende Eltern einen global verständlichen Namen. Beliebte Beispiele sind gemäss der Namensexpertin Andrea Horka Vornamen wie Nova oder Micah – wobei letzterer Miicah oder Mäicah ausgesprochen werden kann. Was ihr auffällt: «Internationale Familien tendieren oft zu zweisilbigen Namen.»

Von der Natur inspiriert

«In schwierigen, von Kriegen geprägten Zeiten, finden viele Menschen Kraft in der Natur», sagt Andrea Horka. Das schlägt sich in der Namenswahl nieder. Aufstrebende Namen sind etwa Lumi, ein finnischer Mädchenname, der Schnee bedeutet, oder Gaia, die Erde. «Generell scheinen Eltern immer stärker auf die Bedeutung der Namen zu achten», meint Horka.

Genderneutrale Namen

Namen, die für Buben wie auch für Mädchen funktionieren, werden immer beliebter. «Vor allem Menschen aus städtischen Gebieten wünschen häufig genderneutrale Namen», sagt Andrea Horka. Bislang wenig bekannte Beispiele dafür sind Noelis, Lennon oder Lou. Letzterer werde bereits gerne genutzt: «Ich könnte mir vorstellen, dass Lou dereinst in den Top Ten der beliebtesten Namen zu finden ist.»

Vintage-Namen

«Vintage-Namen sind Namen, die schon bekannt sind, aber lange verschwunden waren», erklärt Andrea Horka. Meist kehren sie nach 80 bis 100 Jahren zurück. Ein Beispiel dafür ist Emma – der Name trendet schon seit einer Weile wieder. Aktuell beliebt sind Emil und Arthur. Auf dem Land scheint man rascher wieder auf altbekannte Namen zurückzugreifen: Dort heissen Babys bereits wieder Sandro oder Tamara – Top-Namen aus den 80er-Jahren.

Kurze Namen

Dieser Trend hält sich seit 20 Jahren und es ist kein Ende in Sicht. «Im Grunde startete er, als man den Mut hatte, Abkürzungen als volle Namen zu verwenden», erklärt Andrea Horka. Lange fürchtete man, eine erwachsene Person könnte nicht ernst genommen werden, wenn sie Ben und nicht Benjamin heisst. Während Mia und Leo schon seit Jahren zu den beliebtesten Babynamen zählen, sind Iva, Tess und Art Namen, die man noch nicht oft hört.

Von fei am 3. Januar 2026 - 12:00 Uhr