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Erstaunliche Veränderungen

Diese überraschenden Effekte hat eine Schwangerschaft auf den Körper

Eine Schwangerschaft ist eines der wichtigsten Ereignisse im Leben einer Frau und bringt so manche Veränderung mit sich. Und das nicht erst, wenn das Baby auf der Welt ist. Vor der Geburt wächst nämlich nicht nur der Bauch, sondern es finden auch viele weniger offensichtliche – und teilweise kuriose – Prozesse statt.

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Diese überraschenden Effekte hat eine Schwangerschaft auf den Körper.

Eine Schwangerschaft lässt nicht nur den Bauch grösser werden, sondern teilweise auch die Füsse und die Nase. 

Getty Images

Schuhgrösse ändert sich

Genauso wie der Bauch während der Schwangerschaft wächst, wachsen in dieser Zeit auch die Füsse. Meist ist dieser Effekt jedoch nur vorübergehend. Er entsteht, weil die grösser werdende Gebärmutter auf Lymphgefässe und Venen drückt und es dadurch zu einem erhöhten Druck und Rückstau von Blut und Wasser in den Füssen kommt. Nach der Geburt legt sich das wieder. Zu einer dauerhaften Veränderung der Schuhgrösse kann es aber kommen, wenn das Fussgewölbe während der Schwangerschaft aufgrund des weicheren Bindegewebes abflacht. Dadurch werden die Füsse um bis zu einer halben Schuhgrösse länger. 

Herz schlägt schneller

Während der Schwangerschaft nimmt das Blutvolumen um 40 bis 50 Prozent zu, damit der Fötus ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden kann. Oft führt das dazu, dass das Herz schneller schlägt. Weitere Nebenwirkungen können häufigeres Nasen- und Zahnfleischbluten sein. 

Gehirn schrumpft

Während diverse Körperteile während der Schwangerschaft grösser werden, passiert mit dem Gehirn das Gegenteil: Es schrumpft. Dies ist allerdings kein Grund zur Sorge. Die kognitiven Fähigkeiten nehmen dadurch nicht ab. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gehen davon aus, dass es sich lediglich um einen Anpassungsprozess handelt. Dieser könnte dazu dienen, dass die betroffenen Frauen die Bedürfnisse des Babys besser deuten können. Dazu werden vermutlich wenig genutzte Nervenverbindungen abgebaut, damit andere Hirnbereiche effizienter arbeiten können.

Haut wird dunkler

Durch den veränderten Hormonhaushalt wird während der Schwangerschaft die Melaninproduktion angeregt. Das kann dazu führen, dass die Haut mehr Pigmente bildet. Typischerweise zeigt sich das mit bräunlichen Flecken im Gesicht, einer dunklen Linie unterhalb des Bauchnabels oder verdunkelten Brustwarzen. Dies ist jedoch völlig harmlos. Meist verblassen die Hautveränderungen nach der Geburt oder sogar bereits gegen Ende der Schwangerschaft. 

Nase wächst

Frauen, die ein Baby erwarten, können eine sogenannte «Schwangerschaftsnase» entwickeln. Diese entsteht, wenn hormonelle Veränderungen und die gesteigerte Durchblutung zu Schwellungen der Nasenschleimhäute und Wassereinlagerungen führen. Einige Wochen nach der Geburt nimmt die Nase aber wieder ihre ursprüngliche Form an. Treten aber Symptome wie Kopfschmerzen oder Sehstörungen auf, sollte die Schwangerschaftsnase abgeklärt werden.

Körper wird beweglicher

Die hormonelle Veränderung während der Schwangerschaft kann dazu führen, dass Gelenke und Bänder lockerer werden. Dies geschieht unter anderem, damit sich die Gebärmutter besser ausdehnen kann und mehr Platz erhält. In der Regel nimmt die Beweglichkeit bis zum zweiten Trimester zu und bleibt dann stabil. Unangenehme Nebenwirkungen dieser gesteigerten Beweglichkeit können Rückenschmerzen und Beckenbodenbeschwerden sein.

Mücken stechen häufiger

Schwangere Frauen scheinen für Mücken besonders attraktiv zu sein. Sie werden nämlich besonders oft gestochen. Grund dafür ist unter anderem, dass Schwangere mehr Kohlendioxid ausatmen. Dadurch werden sie zu einem leichten Ziel, weil Mücken das Gas aus bis zu 50 Metern Entfernung wahrnehmen können. Zudem haben Schwangere oft eine höhere Körpertemperatur, die Mücken anzieht sowie einen veränderten Hautgeruch, den die Tiere mögen.  

Haare werden voller

Ein positiver Nebeneffekt der Schwangerschaft ist, dass die Haare voller und glänzender werden: Der erhöhte Östrogenspiegel verändert die Wachstumsphase und verhindert Haarausfall. Doch auch dieser Effekt ist nicht nachhaltig. Durch den Hormonabfall nach der Geburt kommt es dann sogar häufig zu übermässigem Haarausfall. In der Fachsprache wird dieses Phänomen «postpartales Effluvium» genannt. 

 

Von fei vor 13 Minuten