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Neun Behauptungen im Check

Was ist an Mythen über Kopfläuse dran?

Sie sind wohl das unbeliebteste Mitbringsel aus den Ferien und Klassenlagern: Kopfläuse. Gefährlich sind sie zum Glück nicht, aber lästig. Und es ranken sich zahlreiche Mythen um die Übertragung und Behandlung der kleinen Viecher. Hier erfahrt ihr, ob sie tatsächlich stimmen.

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Kind, Kopfläuse

Kopfläuse sind nicht gefährlich, aber sehr lästig.

Getty Images

1. Läuse springen von Kopf zu Kopf

Stimmt nicht. Läuse können weder springen noch fliegen. Sie wandern von Mensch zu Mensch, wenn Köpfe zusammengesteckt werden. Schon ein kurzer «Haar-zu-Haar-Kontakt» reicht den flinken Tierchen, um den nächsten Kopf zu befallen.

2. Haustiere können Kopfläuse übertragen

Nein, die klassischen Kopfläuse leben nur auf den Köpfen von Menschen und ernähren sich ausschliesslich von menschlichem Blut. Tiere sind für sie uninteressant, weshalb auch keine umgekehrte Ansteckung – also vom Menschen aufs Haustier – stattfindet.

3. Lausbefall hat mit mangelnder Hygiene zu tun

Das Gerücht, dass Kopfläuse nur ungewaschenes Haar befallen, hält sich hartnäckig. Das ist jedoch falsch. Gemäss kopflausinfo.de gibt es sogar die Theorie, dass sich Läuse eher in gewaschenem Haar einnisten, weil sie sich daran besser festhalten können, als an fettigem. Grundsätzlich gilt: Es kann jeden treffen und deshalb muss sich auch niemand schämen, wenn er oder sie Kopfläuse hat. 

4. Läuse lieben dicke und dunkle Haare

Nein, die Haarfarbe und -Struktur ist den Kopfläusen egal. Ihnen ist bloss wichtig, dass sie regelmässig frisches Blut bekommen. Einzig, wenn die Haare kürzer als zwei Zentimeter sind, fühlen sich die Läuse nicht wohl. Dann haben sie nämlich Mühe, sich an den Haaren festzuhalten.

5. Hat ein Kind Kopfläuse, muss sich die ganze Familie entlausen

In der Regel reicht es, wenn nur die betroffene Person behandelt wird. Wichtig ist aber, dass alle Familienmitglieder auf Läuse kontrolliert werden. Wichtig ist zudem, dass die Eltern der Freunde des betroffenen Kindes informiert werden, damit auch sie die Kinderköpfe auf Läuse untersuchen können.

6. Bei einem Lausbefall müssen alle Textilien täglich gewaschen werden

Wie bereits erwähnt, können Läuse nur überleben, indem sie sich von unserem Blut ernähren. Deshalb sind sie nur sehr selten auf Textilien zu finden und übertragen sich beispielsweise auch nicht übers Kopfkissen. Nach der Behandlung des von Läusen befallenen Kopfes ist es trotzdem zu empfehlen, die Bettwäsche und Handtücher zu wechseln. Auf tägliches Waschen kann man aber verzichten.

7. Man kann sich über Mützen und Schals Läuse einfangen

Ihr ahnt es: Wenn sich Kopfläuse nicht übers Kissen übertragen, dann geschieht dies auch nicht durch das Tragen einer Mütze oder eines Schals. Eine Ausnahme gibt es aber: Und zwar, wenn eine Mütze innert kürzester Zeit den Träger wechselt. Also wenn ein Kind eine Mütze aufsetzt, die kurz zuvor noch ein anderes Kind mit Läusen getragen hat. Eine Ansteckung ist aber auch in diesem Fall sehr, sehr selten. Gemäss bunte.de wechselt nur eine von tausend Läusen den Wirt über ein Kleidungsstück oder einen Gegenstand. 

8. Stofftiere sollte man ins Gefrierfach stecken

Auch diese Annahme ist weit verbreitet. Stofftiere sind für die Läuse jedoch nicht interessant und werden deshalb nicht von ihnen befallen. Landen die Läuse versehentlich auf einem Stofftier, sind sie aufgrund der fehlenden Nahrung bald zu geschwächt, um sich am nächsten Haar festzuklammern. Ganz ausgeschlossen werden kann eine Ansteckung über Stofftiere jedoch genau wie bei den Mützen nicht. Die Stofftiere ins Gefrierfach zu stecken, ist jedoch nicht nötig. Es reicht, sie einige Stunden draussen auslüften zu lassen, dann abzuklopfen und allenfalls noch zu waschen.

9. Läuse übertragen Krankheiten

Nein, hierzulande übertragen Kopfläuse normalerweise keine Krankheiten und sie sind völlig harmlos. Allerdings kann der durch sie verursachte Juckreiz dazu führen, dass sich Kinder stark kratzen und so Wunden zufügen. Gelangt dann Schmutz in die Wunden, kann es zu Infektionen oder Ekzemen kommen.

Von fei am 23. Oktober 2022 - 17:47 Uhr